Nintendo-Quartalszahlen: 23,68 Millionen verkaufte Switch 2 überholen den GameCube
Für Nintendo wird die Switch 2 trotz Speicherkrise zum Erfolg: Ein Jahr nach Veröffentlichung verkauft sie sich insgesamt besser als der Vorgänger in einem vergleichbaren Zeitraum und überholt bereits den GameCube in absoluten Verkaufszahlen. Die originale Switch treibt weiter die Software-Absätze in die Höhe.
Switch 2 bricht Rekorde, verkauft sich aber leicht schwächer
Die Switch 2 erschien Anfang Juni 2025 und konnte bis Ende Juni 2026 23,68 Millionen Einheiten absetzen. Damit hat Nintendo mittlerweile mehr Einheiten der Switch 2 abgesetzt als GameCube-Einheiten zu Beginn des Jahrtausends. Die Switch 2 ist damit aber noch weit davon entfernt, die hauseigenen Topseller wie die Nintendo Wii mit 101,63 Millionen Einheiten oder die Nintendo Switch mit 156,59 Millionen verkauften Einheiten einzuholen.
| Konsole | Marktstart | Verkaufte Hardware in Millionen | Verkaufte Spiele in Millionen |
|---|---|---|---|
| Nintendo Switch | 3. März 2017 | 156,59 | 1.561,95 |
| Nintendo DS | 21. November 2004 | 154,02 | 948,76 |
| Game Boy und Game Boy Color | 21. April 1989 | 118,69 | 501,11 |
| Wii | 19. November 2006 | 101,63 | 921,85 |
| Game Boy Advance | 21. März 2001 | 81,51 | 377,42 |
| Nintendo 3DS | 26. Februar 2011 | 75,94 | 392,30 |
| NES und Famicom | 15. Juli 1983 | 61,91 | 500,01 |
| SNES und Super Famicom | 21. November 1990 | 49,10 | 379,06 |
| Nintendo 64 | 23. Juni 1996 | 32,93 | 224,97 |
| Nintendo Switch 2 | 5. Juni 2025 | 23,68 | 58,17 |
| GameCube | 14. September 2001 | 21,74 | 208,58 |
Ein genauerer Blick zeigt jedoch: Im abgelaufenen Quartal setzte Nintendo 3,82 Millionen Switch 2 ab und damit 34,4 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. In diesen Vergleichszeitraum fiel allerdings der Marktstart am 5. Juni 2025.
| Zeitraum | Absatz in Millionen |
|---|---|
| Juni 2025 (Launch) | 5,82 |
| Juli bis September 2025 | 4,54 |
| Oktober bis Dezember 2025 | 7,01 |
| Januar bis März 2026 | 2,49 |
| April bis Juni 2026 | 3,82 |
Gegenüber dem direkt vorangegangenen Quartal mit 2,49 Millionen Einheiten legte der Absatz also um 53 Prozent zu. Nintendo hält zudem an der Prognose von 16,5 Millionen Einheiten für das laufende Geschäftsjahr fest, im Vorjahr verkaufte der Konzern noch 19,86 Millionen. Von der originalen Switch setzte Nintendo unterdessen 660.000 Einheiten ab.
Switch 2 überholt Switch 1 bei den anfänglichen Verkaufszahlen
Zwar fällt der Absatz der Switch 2 damit im Vergleich zu den Vorquartalen leicht ab, dennoch sind die Zahlen für Nintendo ein Grund zur Freude: Von der Switch 1 verkaufte der Konzern im gleichen 13-Monats-Zeitraum nach Veröffentlichung von Anfang März 2017 bis Ende März 2018 nur 17,79 Millionen Einheiten. Die Switch 2 verkauft sich mit 23,68 Millionen Einheiten also noch einmal besser als der Vorgänger bisher.
Softwareabsatz: Switch 1 bleibt Software-Seller
Auf der Nintendo Switch 2 haben Spieler mittlerweile 58,17 Millionen Software-Exemplare gekauft. Das sind 9,46 Millionen mehr als noch im Quartalsbericht zum 31. März. Das meistverkaufte Nintendo-Spiel für die Switch 2 ist mit deutlichem Abstand Mario Kart World mit 15,39 Millionen verkauften Einheiten. Donkey Kong Bananza (Test) ist mit 4,78 Millionen abgeschlagen auf Platz zwei.
| Titel | Marktstart | Verkaufte Spiele in Millionen |
|---|---|---|
| Mario Kart World | 5. Juni 2025 | 15,39 |
| Donkey Kong Bananza | 17. Juli 2025 | 4,78 |
| Pokémon Legends: Z-A – Nintendo Switch 2 Edition | 16. Oktober 2025 | 3,99 |
| Pokémon Pokopia | 5. März 2026 | 3,68 |
| Kirby Air Riders | 20. November 2025 | 1,90 |
| Super Mario Party Jamboree – Nintendo Switch 2 Edition + Jamboree TV | 24. Juli 2025 | 1,15 |
Deutlich mehr Verkäufe erzielt Nintendo jedoch noch auf der alten Switch: Im letzten Quartal wurden hier 33,81 Millionen Exemplare verkauft. Insgesamt wurden auf der Switch 1 damit 1,56 Milliarden Software-Einheiten verkauft.
Umsatz rückläufig, Gewinn explodiert
Unterm Strich musste Nintendo durch den Rückgang der Verkäufe bei der Switch 2 zwar auch einen Rückgang von 9,5 Prozent des Umsatzes von 572,3 auf 517,8 Milliarden Yen gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnen. Der Konzern konnte aber dennoch den Aktionärsgewinn von 96 Milliarden Yen um 53,5 Prozent auf 147,4 Milliarden Yen steigern. Der ordentliche Gewinn stieg sogar um 115,1 Prozent. Damit übertraf Nintendo zugleich auch die Vorhersagen der Analysten, die beim Aktionsärsgewinn von nur 78 Milliarden Yen und beim Umsatz von 445 Milliarden Yen ausgegangen waren.
Der Gewinnsprung kommt laut Nintendo auch von der Erstattung zuvor gezahlter US-Einfuhrzölle, die ein Gericht für unrechtmäßig erklärt hatte und die die US‑Regierung nun wieder erstatten muss, wie finanzen.net berichtet.
Speicherkrise bisher ohne große Auswirkungen
Zwar musste auch Nintendo mittlerweile die erhöhten Preise für Arbeitsspeicher in Japan an Endkunden weitergeben, doch der Konzern gibt an, die Preiserhöhungen, die seit dem 25. Mai in Kraft sind, hätten die Verkäufe nicht einbrechen, sondern stabil bleiben lassen. Zum 1. September werden auch hierzulande, im Rest der EU und in den USA die Preise angehoben.