Grafikkarten-Rangliste 2018: GPU-Vergleich mit Empfehlungen für Dezember

Wolfgang Andermahr 2.034 Kommentare
Grafikkarten-Rangliste 2018: GPU-Vergleich mit Empfehlungen für Dezember

tl;dr: Die Kaufberatungs-Rangliste klärt, welche Grafikkarte man sich auf Basis von Tests und Benchmarks kaufen sollte. Empfohlen werden dabei die besten Gaming-Modelle in den Klassen Einsteiger, Mittelklasse und High-End (von Full HD bis 4K). Dies sind die Dezember-Empfehlungen pünktlich zu Weihnachten.

Die besten Grafikkarten für Weihnachten 2018

Die Grafikkarte ist nach wie vor die wichtigste Hardware-Komponente in einem Gaming-PC. Wer aktuelle Spiele spielen möchte, der kommt kaum an ihr vorbei, denn die in Intel-CPUs und AMD-CPUs verbauten Grafikeinheiten sind in der Regel zu langsam. Auch AMDs APU Raven Ridge eignet sich nur bedingt fürs Spielen – zumindest, wenn es ab und zu auch ein Mal ein großer AAA-Titel sein soll.

AMD und Nvidia bauen moderne Grafikkarten, die für Spieler unter den Namen Radeon beziehungsweise GeForce verkauft werden. Und Modelle gibt es viele. ComputerBase empfiehlt in dieser Kaufberatung die besten Grafikkarten für Gamer, vom Einsteigermodell bis zum über 1.000 Euro teuren High-End-Produkt.

Grafikkarten-Kaufberatung: jeden Monat aktuell

Die aktuelle Grafikkarten-Rangliste wird monatlich überarbeitet, um immer die aktuellsten Preise und neusten Produkte berücksichtigen zu können. Als Quelle für das Leistungsvergleichs-Ranking und das Preis-Leistungs-Verhältnis dienen die unzähligen Grafikkarten-Tests und Benchmarks, die ComputerBase fast im Wochenrhythmus vornimmt. Darüber hinaus steht die große Community im Unterforum „Grafikkarten: Kaufberatung“ rund um die Uhr mit Rat und Tat beiseite.

Die empfohlenen Grafikkarten können beispielsweise bei Alternate*, Amazon*, Caseking* oder Mindfactory erworben werden. Die genannten Händler haben ebenso wenig wie die Hersteller weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion, noch haben sie für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht. Abonnenten von ComputerBase Pro sehen diese Sektion nicht.

Welche Grafikkarte brauche ich? Die Empfehlungen der Redaktion

Die Beantwortung dieser Frage hängt in erster Linie von der Auflösung ab, in der gespielt werden soll. Wesentliche sind Full HD (1.920 × 1.080), WQHD (2.560 × 1.440) und Ultra HD (3.840 × 2.160).

Empfehlungen für Full HD

Passend zu Weihnachten hat es noch einmal kleinere Änderungen sowohl bei den Preisen als auch bei den Produkten selbst gegeben. Wer in der Full-HD-Auflösung spielen möchte, sollte aktuell mindestens nach einer Radeon RX 570 Ausschau halten, die es ab 150 Euro gibt – Modelle darunter sind zu langsam. Damit ist die Grafikkarte gleich teuer wie die langsamere GeForce GTX 1050 Ti und damit immer vorzuziehen.

Wer Grafikkarte für Full HD sucht, die viele Titel auch noch mit maximalen Details wiedergeben kann, sollte zur Radeon RX 580 (mit 8 GB) greifen. Ab 190 Euro gibt es die AMD-Grafikkarte in einer einfachen Versionen, bessere Modelle ab 220 Euro. Die GeForce GTX 1060 ist mit 220 Euro dagegen aktuell zu teuer. Die neue Radeon RX 590 (Test) ist zwar die beste Grafikkarte in der Mittelklasse. Allerdings sind der Kaufpreis mit 260 Euro etwas zu hoch und die Vorteile zur Radeon RX 580 dafür zu gering.

Empfehlungen für WQHD

Ein leistungsfähiges Modell für WQHD 2.560 × 1.440 sind die Radeon RX Vega 56 für 390 Euro oder die GeForce GTX 1070 Ti für dasselbe Geld. Der Nvidia-Beschleuniger ist etwas schneller und verbraucht weniger Strom. Entsprechend fällt in dem Fall die Wahl leicht, es sollte die GeForce GTX 1070 Ti werden. Allerdings gibt es nur wenige lieferbare Modelle für um die 400 Euro, die meisten kosten 450 Euro oder mehr.

Empfehlungen für Ultra HD

Für Ultra HD mit 3.840 × 2.160 Pixel sollte es mindestens eine Radeon RX Vega 64 oder eine GeForce RTX 2070 sein. Die AMD-Grafikkarte gibt es ab 470 Euro, das Nvidia-Gegenstück ab 500 Euro. Wer nur auf den Preis und die Performance schaut, sollte zur Nvidia-Grafikkarte mit der neuen Turing-Technologie inklusive Echtzeit-Raytracing greifen – „RTX“ hat mittlerweile die Premiere in Battlefield V gefeiert. Allerdings gibt es für die 500 Euro nur die einfachsten Varianten der GeForce RTX 2070 und für 490 Euro die beste Radeon RX Vega 64, die sehr leise operiert – wer es gerne leise mag, sollte deshalb auf etwas Leistung verzichten und zur Grafikkarte von AMD greifen.

Für Ultra HD kann es aber nicht schnell genug sein, vor allem wenn die Detailstufe nicht oder nur gering reduziert werden soll. GeForce RTX 2080 und GeForce RTX 2080 Ti sind in Bezug auf die Leistung entsprechend interessant und wie das kleinere Modell mit Nvidias neuer Turing-Architektur ausgestattet. Allerdings sind beide Grafikkarten teuer. Das gilt auch für die GeForce RTX 2080 Ti, die mit weit über 1.000 Euro ein ganz neues Niveau belegt.

Schnelle Pascal-Schnäppchen gibt es nicht mehr

Wer in der Ober- oder High-End-Klasse ein Schnäppchen mit der Pascal-Generation machen wollte, ist mittlerweile zu spät dran. Sowohl GeForce GTX 1070 als auch GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1080 Ti sind mittlerweile kaum noch lieferbar. Und selbst wenn, sind die Preise in zwei von drei Fällen deutlich zu hoch, sodass sich die 3D-Beschleuniger nicht mehr lohnen. Die einzige Ausnahme ist die GeForce GTX 1070, von der es noch vier günstige Modelle gibt – aber jeweils nur bei einem einzigen Händler. Da die Angebote aber innerhalb weniger Stunden verschwunden sein können, finden diese nicht den Weg in die offiziellen Kaufempfehlungen. Die GeForce GTX 1070 Ti könnte dagegen noch länger um Käufer werben, die Verfügbarkeit ist immer noch gut.

In der Tabelle finden sich die besten Grafikbeschleuniger für die jeweilige Preisklasse:

Die neue GeForce RTX 2070, 2080 und 2080 Ti – sowie eine Radeon RX 590

Nach längerem Warten sind Nvidias neue Spieler-Grafikkarten auf Basis der Turing-Architektur verfügbar. Die GeForce RTX 2070, GeForce RTX 2080 sowie das Flaggschiff GeForce RTX 2080 Ti (Test) kommen mit zahlreichen Neuerungen daher. Die bis jetzt exklusiv auf Profi-Grafikkarten verfügbaren Tensor-Cores haben den Weg in die Spieler-GPUs gefunden und darüber hinaus ermöglichen die Grafikkarten erstmals Raytracing in Echtzeit. Letzteres hat das Potenzial dazu, die Spiele-Grafik auf lange Zeit zu revolutionieren. Eine erste Premiere von Raytracing – mit Stärken und Schwächen – gibt es in Battlefield V zu sehen.

Neue Funktionen treiben den Preis

Allerdings hat Turing mit zwei Problemen zu kämpfen, die nicht die Hardware als solche betreffen. Erstens gibt es derzeit schlichtweg nur ein einziges Spiel im Handel, das Raytracing unterstützt. Die neue auf KI-basierte DLSS-Kantenglättung gibt es noch nirgendwo im Einsatz. Zweitens begründet Nvidia den Kaufpreis der Grafikkarten mit den zahlreichen und vor allem genau diesen Neuerungen. Als Founders Edition hat die GeForce RTX 2070 eine UVP 629 Euro, die GeForce RTX 2080 von 849 Euro, die GeForce RTX 2080 Ti eine UVP von 1.259 Euro. Das sind neue Dimensionen für Spieler-Grafikkarten. Von den ersten beiden gibt es zwar bereits für rund 100 Euro weniger Partnerkarten – doch handelt es sich dabei nur um einfache Modelle.

Bei AMD ist die Radeon RX 590 da – Navi kommt erst deutlich später

Es werden noch zahlreiche Monate vergehen, bis es bei AMD wieder richtig neue Grafikkarten geben wird. Die Architektur Navi, eine Überarbeitung von Graphics Core Next in 7 nm, wird voraussichtlich gegen Mitte nächsten Jahres aufschlagen. Den aktuellen Gerüchten zur Folge wird Navi zudem nur die Mittelklasse besetzen und damit Polaris ablösen – allerdings ist das noch nicht gesichert. Es wird vermutet, dass Navi die letzte Iteration von GCN ist. Mit der Architektur „Next-Gen“, die laut AMD im Jahr 2020 erscheint, werden vermutlich erstmals größere Umbauten an der aktuellen Technik vorgenommen beziehungsweise diese zu einem Großteil vollständig ersetzt. Allerdings ist das reine Spekulation, denn in den letzten Wochen kamen Behauptungen auf, bereits Navi wäre der „Neubau“. Wie auch immer, nur eins ist sicher: Die Tage von GCN neigen sich (ganz langsam) dem Ende zu.

Sapphire Radeon RX 590 Nitro+ SE
Sapphire Radeon RX 590 Nitro+ SE

In den letzten Wochen ist die einzige neue AMD-Grafikkarte des Jahres erschienen: die Radeon RX 590 (Test). Schlussendlich handelt es sich um die bekannte Polaris-10/20-GPU, die erstmals mit der 12-nm-Fertigung umgesetzt worden ist. Damit ist die GPU selber identisch, mehr Shadereinheiten gibt es zum Beispiel nicht. Allerdings konnte AMD den GPU-Takt ordentlich anheben und die Energieeffizienz verbessern, wodurch die Grafikkarte bei vergleichbarer Leistungsaufnahme zehn Prozent schneller als die Radeon RX 580 arbeitet. Die Radeon RX 590 ist also ein kleines Upgrade der Radeon RX 590, das es ab 260 Euro gibt.

Die Preisentwicklung der letzten Monate

Nachdem das Thema Mining die Preise von Grafikkarten für Spieler im letzten Jahr und dem ersten Halbjahr 2018 deutlich ansteigen lassen hat, haben sich die Kosten von allen Modellen in den letzten Monaten wieder massiv reduziert. Grund dafür ist der Ende des Mining-Booms, was für Spieler nur Gutes bedeutet.

Alte AMD-Karten machen preislich Platz für die Radeon RX 590

In den letzten Wochen hat es dann noch einmal größere Änderungen gegeben. Primär liegt das an der neuen Radeon RX 590, die ab 260 Euro startet. Die Radeon RX 580 ist mit jetzt 189 Euro in Folge dessen gegenüber dem letzten Monat um zehn Prozent günstiger geworden, die Radeon RX 570 mit 150 Euro sechs Prozent. Bei den schnellen Modellen hat sich dagegen wenig bis gar nichts getan, da die neue Polaris-Karte keinen Einfluss auf diese hat.

Die GTX 1070, GTX 1080 und GTX 1080 Ti gibt es bald nicht mehr

Bei Nvidia gab es ein großes Auf und Ab. Die GeForce GTX 1060 ist mit 219 Euro vier Prozent günstiger geworden. Die GeForce GTX 1070 ist satte 15 Prozent im Preis gefallen, die GeForce GTX 1080 Ti dagegen 16 Prozent teurer geworden. Das liegt schlicht daran, dass beide Grafikkarten nicht mehr produziert werden und auch kaum noch lieferbar sind. Die Preise können täglich in beide Richtungen stark schwanken. In Kürze wird es beide Grafikkarte nicht mehr geben. Die deutlich besser lieferbare GeForce GTX 1070 Ti ist dagegen recht preisstabil geblieben. Das Modell ist auch immer noch gut lieferbar.

Die Ober- und High-End-Klasse gibt es nur noch mit Turing

Nvidia wird die Ober- und die High-End-Klasse in Zukunft durchweg mit der neuen Turing-Generation besetzen. Die GeForce RTX 2070 löst die GeForce GTX 1080 ab, die GeForce RTX 2080 die GeForce GTX 1080 Ti. Und die GeForce RTX 2080 Ti setzt bezüglich Performance und Preis dann oben einen drauf. Preislich gibt es auch hier erste Änderungen. Die GeForce RTX 2070 kostet mit 499 Euro vier Prozent weniger als im November. Und die GeForce RTX 2080 Ti ist ebenso vier Prozent günstiger geworden, bleibt mit 1.204 Euro aber teuer.

4. Dezember 2017
(lieferbar)
01. Oktober 2018
(lieferbar)
01. November 2018
(lieferbar)
03. Dezember 2018
(lieferbar)
Preisänderung
seit dem 01.11.18
Preisänderung
seit dem 04.12.17
AMD Radeon
Radeon RX 560 111 Euro 136 Euro 138 Euro 125 Euro -9 Prozent 13 Prozent
Radeon RX 570 206 Euro 188 Euro 159 Euro 150 Euro -6 Prozent -27 Prozent
Radeon RX 580 249 Euro 229 Euro 209 Euro 189 Euro –10 Prozent –24 Prozent
Radeon RX 590 259 Euro
Radeon RX Vega 56 549 Euro 399 Euro 399 Euro 389 Euro –2 Prozent -29 Prozent
Radeon RX Vega 64 602 Euro 489 Euro 469 Euro 469 Euro 0 Prozent -22 Prozent
Nvidia GeForce
GeForce GTX 1050 Ti 149 Euro 159 Euro 148 Euro 149 Euro 1 Prozent 0 Prozent
GeForce GTX 1060 256 Euro 248 Euro 229 Euro 219 Euro -4 Prozent -16 Prozent
GeForce GTX 1070 420 Euro 369 Euro 399 Euro 340 Euro -15 Prozent -19 Prozent
GeForce GTX 1070 Ti 440 Euro 429 Euro 409 Euro 389 Euro -5 Prozent -12 Prozent
GeForce GTX 1080 503 Euro 479 Euro 526 Euro 539 Euro 2 Prozent 7 Prozent
GeForce GTX 1080 Ti 705 Euro 699 Euro 723 Euro 838 Euro 16 Prozent 19 Prozent
GeForce RTX 2070 519 Euro 499 Euro -4 Prozent
GeForce RTX 2080 739 Euro 739 Euro 0 Prozent
GeForce RTX 2080 Ti 1.259 Euro 1.204 Euro -4 Prozent

Wer hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Die Radeon RX 570 und die Radeon RX 580 haben derzeit das mit Abstand beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Radeon RX 590 ist dagegen noch etwas zu teuer. Bis inklusive der GeForce RTX 2070 liegen alle schnellen AMD- und Nvidia-Grafikkarten auf einem vergleichbarem Niveau, was das Thema FPS pro Euro angeht.

Tests helfen dem Entschlossenen beim Grafikkartenvergleich

Wer bereits weiß, welche GPU es sein soll, steht in der Regel vor der Wahl der richtigen Variante. Die Grundlage für den ComputerBase-GPU-Vergleich bilden umfangreiche Tests aller aktuellen und älteren Grafikbeschleuniger. ComputerBase hat mehrere große Vergleichstests veröffentlicht, die die aktuell populärsten unter den Grafikkarten betreffen. Mit der GeForce RTX 2080 gibt es auch einen ersten umfangreichen Vergleich der neuen Turing-Generation.

Die Grafikkarten von Low-End bis High-End im Benchmark

Im Grafikkartenvergleich lässt sich die Leistung aller von ComputerBase zuletzt mit demselben Testsystem getesteten Grafikkarten in den Auflösungen Full HD (1.920 × 1.080), QHD (2.560 × 1.440) und Ultra HD (3.840 × 2.160) nachvollziehen.

Die Diagramme in der Bestenliste lassen sich zu diesem Zweck durchschalten. Wer bestimmte Spiele nicht in die Durchschnittsbetrachtung mit einfließen lassen lassen will, kann das über die Schaltfläche „Bearbeiten“ einstellen. Durch einen Klick auf „+ XX Einträge“ lassen sich weitere Elemente einblenden. Wird eine Grafikkarte im Ranking angeklickt, erhält sie den Leistungsindex von 100 Prozent und alle anderen Grafikkarten im selben Diagramm werden relativ dazu mit ihrer Geschwindigkeit dargestellt. So kann man einfach nachvollziehen, welchen Performance-Gewinn ein schnelleres Modell tatsächlich mit sich bringt.

Für die neuen Turing-Grafikkarten GeForce RTX 2070, GeForce RTX 2080 und GeForce RTX 2080 Ti sowie AMDs Radeon RX 590 hat die Redaktion einen abgepassten und moderneren Test-Parcours inklusive neuer Spiele verwendet. Entsprechend sind die Messwerte nicht miteinander vergleichbar. In den kommenden Monaten wird ComputerBase den Parcours vereinheitlichen.

AMD oder Nvidia? Vor- und Nachteile im Vergleich

Die Grafikkarten der beiden Hersteller AMD und Nvidia unterscheiden sich in einigen weiteren Punkten:

  • Nvidia bietet mit der Turing-Architektur, die auf der GeForce RTX 2070, der GeForce RTX 2080 und der GeForce RTX 2080 Ti zum Einsatz kommt, so genannte Tensor-Kerne für KI-Berechnungen (als Beispiel die DLSS-Kantenglättung) und Raytracing-Kerne für Echtzeit-Raytracing. Beide Techniken können in Spielen eingesetzt werden, die jedoch entsprechend angepasst werden müssen. AMD bietet derzeit noch keine entsprechende Konkurrenztechnologien in den eigenen GPUs.
  • AMD bietet FreeSync (Test), während Nvidia auf G-Sync (Test) setzt. Beide Techniken synchronisieren die Grafikkarte mit dem Bildschirm und können so den Input-Lag reduzieren und Tearing verhindern. Sie sind aber nicht kompatibel und Monitore unterstützen in der Regel nur einen Standard. Beide Technologien gibt es auch in Verbindung mit HDR-Monitoren. Diese nennen sich dann FreeSync 2 HDR beziehungsweise G-Sync HDR.
  • Beide Grafikbeschleuniger lassen sich in einem Multi-GPU-System nutzen: Bei AMD hört dieses auf den Namen CrossFire, bei Nvidia auf SLI. Nvidia unterstützt allerdings seit Pascal nur noch maximal zwei parallele GPUs, bei AMD ist CrossFire seit Vega auch offiziell keine Priorität mehr. Wie ein Test der Redaktion zeigt, ist es mittlerweile aber sinnvoll, auf beide Technologien zu verzichten. Es gibt in neuen Spielen zu oft Probleme.
  • Nvidias Grafikkarten benötigen grundsätzlich etwas weniger Strom, sind also energieeffizienter.
  • AMD bietet mit ReLive ein Tool, mit dessen Hilfe Videos aufgezeichnet oder auf YouTube beziehungsweise Twitch gestreamt werden können.
  • Auch Nvidia bietet mit GeForce Experience ein Tool für Spiele-Optimierungen sowie zum Aufzeichnen und Streamen von Videos nach YouTube oder Twitch (Nvidia Highlights). Mit Ansel können in ausgewählten Spielen aufwendige Screenshots erstellt werden.
  • Im Treiber können AMD-Grafikkarten per „WattMan“ übertaktet werden. Zudem lassen sich Temperaturen sowie Lüftereinstellungen sowohl auslesen als auch modifizieren. Bei Nvidia werden alternative Tools wie MSI Afterburner benötigt.
  • Sowohl AMD als auch Nvidia bieten Spieleherstellern Unterstützung bei der Entwicklung an. Ab und zu gibt es auch eine engere Zusammenarbeit, teils auch mit speziellen und an die eigenen GPUs angepassten Grafikeffekten. Bei Nvidia hört das Programm auf den Namen GameWorks, bei AMD auf Gaming Evolved. Bekannte Grafikeffekte sind zum Beispiel HBAO+ sowie HairWorks (Nvidia) beziehungsweise TressFX (AMD).

Welche GPU für aktuelle Spiele-Blockbuster?

Welche GPU in welchem aktuellen Blockbuster welche Leistung liefert, nimmt ComputerBase ebenfalls unter die Lupe. Technik-Tests gab es in den letzten Monaten unter anderem für Battlefield V, Call of Duty: Black Ops 4 und Shadow of the Tomb Raider.

Welche GPU für Fortnite, PUBG, Overwatch und Co.?

Die klassischen Triple-A-Spiele wie Assassin's Creed, Battlefield, Call of Duty und Co. sind zwar sehr beliebt und sehen auch am besten aus. Doch die höchsten Spielerzahlen haben andere Spiele: reine Online oder E-Sports-Spiele. Fortnite, PUBG und Overwatch haben durchweg Spielerzahlen im zweistelligen Millionenbereich.

Da die Anforderungen geringer sind, gibt es von den Spielen jedoch nur selten Benchmarks. ComputerBase holt dies in einer vierteiligen Test-Serie nach, die sich High-End-, Mittelklasse-, Low-End-Grafikkarten, integrierten Grafikeinheiten in CPUs und APUs sowie Prozessoren annimmt (letzterer ist noch nicht erschienen). Außer den oben genannten Spielen sind in den Tests noch Counter-Strike: GO, Dota 2, GTA V, League of Legends, Rainbow Six: Siege, World of Tanks sowie World of Warcraft vertreten.

Wie lange Garantie geben die Hersteller?

Es ist durchaus selten, aber von Zeit zu Zeit kann die heimische Grafikkarte auch einmal den Geist aufgeben. Wenn die Hardware einen Defekt aufweist, ist man auf die Garantie des Herstellers angewiesen. Und diese fällt sehr unterschiedlich aus. Teils gar zwischen einzelnen Modellen.

Details zur Herstellergarantie inklusive Übertakten

Einen genauen Überblick über die Situation zu erhalten ist nicht ganz einfach. Selbst die Hersteller tun sich teils schwer, die genauen Garantiebedingungen für jedes Land mitzuteilen. ComputerBase hat den aktuellen Stand der Garantie von jedem wichtigen Hersteller in einem separaten Artikel zusammen gefasst.

Die Garantiezeiträume für Grafikkarten
Die Garantiezeiträume für Grafikkarten

Hier finden sich auch Informationen zu Lüftertausch, Overclocking, Overvolting und dem Flashen des VBIOS – denn nicht immer verliert man dabei auch die Garantie: Bei Asus, EVGA, Gigabyte, MSI, PowerColor und Zotac darf beispielsweise der Lüfter (unter bestimmten Voraussetzungen) gewechselt werden, ohne dass die Garantie erlischt.

Was man sonst so im PC noch braucht und weitere Ranglisten

Nur mit einer Grafikkarte erreicht man bei einem modernen PC nichts. Prozessor, Mainboard, Speicher und noch weitere Komponenten sind ebenso nötig wie wichtig. Hilfe bei der Zusammenstellung ganzer PCs bietet das Forum: Hier arbeiten Leser an ständig aktualisierten Beiträgen, die klären, wie der optimale PC inklusive passendem Prozessor und dem Drumherum für ein bestimmtes Budget aussieht.

Allen voran geht dabei die Zusammenstellungen für den idealen Gaming-PC mit bereits über 6.000.000 Zugriffen. Sie nennt sechs grundlegende Konfigurationen von 450 bis 1.400 Euro. Viele der hier zuvor erwähnten CPUs sind dort direkt wiederzufinden.

Weitere Ranglisten auf ComputerBase

Wer ComputerBase-Empfehlungen für weitere Komponenten wie dem Prozessor haben möchte, kann einen zusätzlichen Blick in weitere Ranglisten der Redaktion werfen.

Parallel zu den Empfehlungen der Redaktion lohnt sich stets ein Blick in den Bereich im ComputerBase-Forum. Dort geben gut informierte Mitglieder der Community Hilfestellung, wenn es um Fragen rund um den Kauf einer neuen Grafikkarte geht.

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