Grafikkarten-Rangliste : Die GPU-Kaufberatung zum Weihnachtsfest

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Grafikkarten-Rangliste: Die GPU-Kaufberatung zum Weihnachtsfest

Weihnachten steht vor der Tür und viele aktuelle Spiele machen deutlich, dass eine Grafikkarte auch zum Jahresende 2016 nicht schnell genug sein kann. Der Zeitpunkt für eine Neuanschaffung ist dabei überraschend günstig, denn die Preise sind bis zuletzt kontinuierlich leicht gesunken. ComputerBase gibt Tipps und Empfehlungen zum Grafikkartenkauf, darunter die klare Botschaft: Weniger als vier Gigabyte Speicher sollten es nicht mehr sein.

Polaris und Pascal sind eigentlich Pflicht

Auf der Wunschliste sollten mittlerweile nur noch moderne FinFET-Produkte stehen – sprich AMDs Polaris- oder Nvidias Pascal-Generation. Nvidia hat das gesamte Produktportfolio mittlerweile umgestellt. Sowohl der Einstieg in Form der GeForce GTX 1050 als auch das Flaggschiff GeForce GTX Titan X basieren auf der neuen Architektur.

Bei AMD sieht das noch anders aus: Polaris tritt nur in der Einsteiger- und der Mittelklasse an, während das High-End-Segment noch mit der – nicht mehr empfehlenswerten – Vorgängergeneration bestückt ist. Hier wird Vega mit weiteren Verbesserungen der Architektur und HBM2 erst im Jahr 2017 Abhilfe schaffen. Wann Vega genau erscheinen wird, ist nicht bekannt.

Die GeForce GTX 1050 und die GTX 1050 Ti beenden den Wahnsinn

Nach dem irrwitzigen Sommer ist in den letzten Monaten Ruhe eingekehrt. Einzig Nvidia hat mit der GeForce GTX 1050 und der GeForce GTX 1050 Ti noch das Einsteigersegment neu besetzt. Die GeForce GTX 1050 duelliert sich mit der Radeon RX 460 von AMD. Die Grafikkarte von Nvidia bietet eine höhere Leistung, dafür gibt es die Karte jedoch nur mit 2.048 MB Speicher, der heutzutage selbst in dieser Leistungsklassen nicht mehr zu empfehlen ist. Deutlich besser weiß die GeForce GTX 1050 Ti zu gefallen, die mit dem doppelten Speicherausbau in ihrem Preissegment aktuell konkurrenzlos ist.

Sie bietet neben der Radeon RX 470 aktuell die meisten FPS pro Euro. Auch die GeForce GTX 1060 (6 GB) und die Radeon RX 480 (8 GB) bieten ein ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und für Full HD ausreichend viel Leistung.

Vergleichstests helfen dem Entschlossenen

Wer bereits weiß, welche GPU zum Fest in den Rechner wandern soll, steht in der Regel vor der Wahl der richtigen Variante. ComputerBase hat seit dem Sommer vier große Vergleichstests veröffentlicht, die die aktuell populärsten unter den neuen Grafikkarten betreffen:

Vier Gigabyte Speicher sind Ende 2016 Pflicht

Der Bedarf an Grafikspeicher ist aufgrund der aktuellen Konsolen mit ihrem großen Speicher in letzter Zeit massiv gestiegen ist. Wer nicht ausschließlich Titel wie Counter-Strike: GO, Dota 2 oder Overwatch spielt, sondern auch mal eine Triple-A-Software wie Battlefield oder Call of Duty starten möchte, sollte daher auf mindestens 4.096 MB Speicher setzen. Das schließt auch die nur 3,5 Gigabyte schnell ansteuernde GeForce GTX 970 sowie die 2-GB-Modelle der GeForce GTX 1050 und Radeon RX 460 und die 3-GB-Version der GeForce GTX 1060 aus.

Grafikkarten mit 3, 4, 6 und 8 GB VRAM im Vergleich
Grafikkarten mit 3, 4, 6 und 8 GB VRAM im Vergleich

Und wer sich eine High-End-Grafikkarte der aktuellen oder letzten Generation kaufen möchte, sollte auf einen acht Gigabyte großen Speicher achten. Damit fällt aktuell zwar die gesamte High-End-Riege von AMD weg. Aber die Grafikkarten haben in der Tat schon heute häufig Probleme in aktuellen Titeln, die einzig und allein dem zu klein bemessenen Grafikspeicher zuzuschreiben sind. Das betrifft nicht immer nur die maximale Detailstufe.

Die Empfehlungen für Weihnachten

Wer in der Full-HD-Auflösung spielen möchte, sollte aktuell mindestens nach einer GeForce GTX 1050 Ti Ausschau halten, die es für etwa 150 Euro gibt. Darunter ist für etwa 125 Euro die Radeon RX 460 mit vier Gigabyte eine Überlegung wert, allerdings muss man mit der Grafikkarte durchweg die Detailstufe reduzieren. Deutlich mehr Spielraum hat man mit der Radeon RX 470, die ab 180 Euro zu haben ist.

Aktuell optimale Full-HD-Grafikkarten gibt es sowohl mit der Nvidia GeForce GTX 1060 (6 GB) als auch mit der AMD Radeon RX 480 (8 GB). Ab rund 245 Euro gibt es einfache Ausführungen der AMD-Version die besseren gibt es für knapp 280 Euro. Die Preise der Nvidia-Version fangen ab 259 Euro an, gute Modelle kosten rund 300 Euro.

Die beiden zuletzt genannten Grafikkarten eignen sich auch für 2.560 × 1.440; aber nur wenn man dazu bereit ist, ab und zu die Detailstufe zu reduzieren. Deutlich besser sieht es in der Auflösung mit einer GeForce GTX 1070 aus. Diese ist ab 399 Euro zu haben, wobei es sich aber nur um einfache Exemplare handelt. Gute Partnerkarten der GeForce GTX 1070 gibt es für rund 450 Euro.

Bei dieser Grafikkarte gilt, dass bei reduzierten Details sogar die Ultra-HD-Auflösung möglich ist. Deutlich mehr Spielraum hat man aber mit einer GeForce GTX 1080, die es ab 599 Euro gibt. Auch dabei handelt es sich nur um das einfachste Modell mit wenig überzeugendem Kühler. Gute Partnerkarten der GeForce GTX 1080 gibt es für etwa 650 Euro – der Aufpreis ist absolut gerechtfertigt.

Wie lange Garantie geben die Hersteller?

Es ist selten, aber eine Grafikkarte kann auch einmal den Geist aufgeben. Wenn die Hardware einen Defekt aufweist, sind Herstellergarantien wichtig. Aber die fallen sehr unterschiedlich aus, teils sogar innerhalb eines Herstellers.

Die gute Nachricht dabei ist, dass sich langsam, aber stetig, die Garantiezeiträume immer weiter verlängern. So war eine zweijährige Garantie vor kurzem noch der Normalfall. Und mittlerweile bieten viele Hersteller drei Jahre oder mehr an. Erst mit der letzten Generation sind sowohl Gainward als auch Sapphire auf diesen Zug aufgesprungen. Die Könige der Garantie sind nach wie vor EVGA und Zotac, die bis zu zehn beziehungsweise fünf Jahre Garantie auf ihre Grafikkarten bieten.

Einen genauen Überblick über die Situation zu erhalten ist nicht ganz einfach. Selbst die Hersteller tun sich teils schwer, die genauen Garantiebedingungen für jedes Land mitzuteilen. ComputerBase hat den aktuellen Stand der Garantie von jedem wichtigen Hersteller in einem separaten Artikel zusammen gefasst.

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Die nachfolgende Tabelle enthält alle von ComputerBase aktuell besonders empfohlenen Grafikkarten mit Verweis auf die Online-Händler Amazon und Caseking. Sie wird – wie der gesamte Artikel – monatlich aktualisiert.

Preisklasse Empfehlung Aktuelle Angebote
100 – 160 Euro Palit GeForce GTX 1050 Ti StormX bei Caseking
151 – 225 Euro XFX Radeon RX 470 RS bei Caseking
226 – 310 Euro PowerColor Radeon RX 480 Red Devil bei Caseking bei Amazon
oder Palit GeForce GTX 1060 JetStream bei Caseking bei Amazon
311-450 Gainward GeForce GTX 1070 Phoenix GS bei Caseking bei Amazon
451-650 Inno3D GeForce GTX 1080 Twin X2 bei Caseking
651-... Palit GeForce GTX 1080 GameRock Premium 8GB bei Caseking bei Amazon

Weitere Angebote aktueller Grafikkarten gibt es auch bei Alternate.de.

Hinweis in eigener Sache: Die verlinkten Händler weder Einfluss auf die monatlichen Empfehlungen der Redaktion, noch haben sie für diesen Link bezahlt. Stattdessen wird ComputerBase durch den Einkauf über einen dieser Links am Verkaufserlös beteiligt. Die Preise steigen dadurch nicht.

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