Grafikkarten-Rangliste 2020: GPU-Vergleich mit Emp­feh­lungen für Navi & Turing im August

Wolfgang Andermahr 3.011 Kommentare
Grafikkarten-Rangliste 2020: GPU-Vergleich mit Emp­feh­lungen für Navi & Turing im August

tl;dr: Die Kaufberatungs-Rangliste klärt, welche Grafikkarte man sich auf Basis von Tests und Benchmarks kaufen sollte. Empfohlen werden dabei die besten Gaming-Modelle in den Klassen Einsteiger, Mittelklasse und High-End (von Full HD bis 4K). Das sind die Empfehlungen für August 2020.

Die besten Grafikkarten im August 2020

Die Grafikkarte ist nach wie vor die wichtigste Hardware-Komponente in einem Gaming-PC. Wer aktuelle Spiele mit hohen Details spielen möchte, der kommt kaum an ihr vorbei, denn die in Intel-CPUs und AMD-CPUs verbauten Grafikeinheiten sind in der Regel zu langsam.

AMD und Nvidia bauen moderne Grafikkarten, die für Spieler unter den Namen Radeon beziehungsweise GeForce verkauft werden. ComputerBase empfiehlt in dieser Kaufberatung die besten Grafikkarten für Gamer, vom Einsteigermodell bis zum über 1.000 Euro teuren High-End-Produkt.

Kaufberatung: detailliert, ehrlich, immer aktuell

Diese Rangliste wird mit viel Aufwand gepflegt, sie wird nicht lieblos ins Netz gestellt um ahnungslose Google-Nutzer mit vermeintlicher Kaufberatung zu befriedigen. Sie wird monatlich überarbeitet, um immer die aktuellsten Preise und neuesten Produkte berücksichtigen zu können. Basis für das Leistungsvergleichs-Ranking und das Preis-Leistungs-Verhältnis sind die unzähligen Grafikkarten-Tests und Benchmarks, die ComputerBase fast im Wochenrhythmus vornimmt.

Darüber hinaus steht die große Community im Unterforum „Grafikkarten: Kaufberatung“ rund um die Uhr mit Rat und Tat beiseite.

Aktuelle Grafikkarten-Benchmarks

Im Grafikkartenvergleich lässt sich die Leistung aller von ComputerBase zuletzt mit demselben Testsystem getesteten Grafikkarten in den Auflösungen Full HD (1.920 × 1.080), WQHD (2.560 × 1.440) und Ultra HD (3.840 × 2.160) nachvollziehen.

Die Diagramme in der Bestenliste lassen sich zu diesem Zweck durchschalten. Wer bestimmte Spiele nicht in die Durchschnittsbetrachtung mit einfließen lassen lassen will, kann das über die Schaltfläche „Bearbeiten“ einstellen. Durch einen Klick auf „+ XX Einträge“ lassen sich weitere Elemente einblenden. Wird eine Grafikkarte im Ranking angeklickt, erhält sie den Leistungsindex von 100 Prozent und alle anderen Grafikkarten im selben Diagramm werden relativ dazu mit ihrer Geschwindigkeit dargestellt. So kann man einfach nachvollziehen, welchen Performance-Gewinn ein schnelleres Modell tatsächlich mit sich bringt.

Welche Grafikkarte brauche ich?

Die Beantwortung dieser Frage hängt in erster Linie von der Auflösung ab, in der gespielt werden soll. Wesentliche sind Full HD (1.920 × 1.080), WQHD (2.560 × 1.440) und Ultra HD (3.840 × 2.160). Das sind die Empfehlungen der Redaktion.

Empfehlungen für Full HD

Wer in der Full-HD-Auflösung spielen möchte und sich mit einer reduzierten Detailstufe zufrieden gibt, sollte aktuell mindestens nach einer GeForce GTX 1650 Super (Test) oder einer Radeon RX 580 (Test) Ausschau halten, die es für 150 respektive 160 Euro gibt. Allerdings muss jedem Käufer klar sein, dass dann die Leistungsreserven gerade für zukünftige Spiele gering sind. Die GeForce GTX 1650 Super hat den Vorteil einer modernen Architektur sowie einer sehr guten Energieeffizienz, der Speicherausbau ist mit 4 GB aber für maximale Texturdetails immer häufiger zu klein. Die Radeon RX 580 bietet dagegen 8 GB, benötigt aber sehr viel Strom. Etwas schneller unterwegs ist die Radeon RX 5500 XT, die ab 185 Euro 8 GB, eine moderne Architektur und eine gute Energieeffizienz bietet.

Wer eine Grafikkarte für Full HD sucht, die die meisten (zukünftigen) Titel auch noch mit höheren Details wiedergeben kann, sollte mindestens zur GeForce GTX 1660 Super (Test) mit 6 GB greifen. Ab 210 Euro gibt es einfache Modelle der Grafikkarte, die unter anderem mit einer guten Energieeffizienz punkten kann. In dem Preissegment kann Nvidia aktuell nach Lust und Laune um Kundschaft werben, AMD hat hier kein Konkurrenzmodell platziert.

Wer wirklich sorgenfrei in Full HD spielen und auch noch Reserven für zukünftige Spiele oder ab und zu für die WQHD-Auflösung (mit reduzierten Details) haben möchte, muss noch etwas mehr ausgeben. Die GeForce RTX 2060 (Test) duelliert sich hier mit der Radeon RX 5600 XT (Test), wobei die AMD-Grafikkarte als knapper Sieger hervorgeht. Beide Grafikkarten sind sowohl bezüglich Leistung, Effizienz und Speicherausbau (beide 6 GB) vergleichbar. Die Radeon RX 5600 XT ist ab 270 Euro zu haben, die GeForce RTX 2060 ab 280 Euro.

Noch mehr Reserven für Full HD gibt es bei den Grafikkarten, die für höhere Auflösungen benötigt werden.

Empfehlungen für WQHD

Für das Spielen in 2.560 × 1.440 sollte als Einstieg die Radeon RX 5700 XT (Test) in Betracht gezogen werden, die es ab 350 Euro zu kaufen gibt. Die Grafikkarte ist schnell, effizient, verfügt über eine moderne Architektur, bietet einen 8 GB großen Speicher und es gibt viele verschiedene Custom-Designs, wobei die guten aber nochmal ein gutes Stück mehr kosten.

Die konkurrierende GeForce RTX 2060 Super (Test) kostet mit 360 Euro minimal mehr, ist etwas langsamer, bietet aber ebenso 8 GB Speicher. Dafür verfügt die Nvidia-Grafikkarte über Raytracing, kann das Feature aber ohne DLSS nur selten mit ausreichend FPS darstellen. Fazit: Die meisten Spieler sind mit dem AMD-Beschleuniger besser bedient.

v.l.n.r. Asus Strix OC, MSI Gaming X, PowerColor Red Devil
v.l.n.r. Asus Strix OC, MSI Gaming X, PowerColor Red Devil

Nvidias offizieller Gegenspieler für den schnellsten Navi-Ableger ist die GeForce RTX 2070 Super (Test). Diese kostet mit 475 Euro mittlerweile jedoch massiv mehr, sodass es sich nicht mehr wirklich um direkte Konkurrenz handelt. Dafür ist die Grafikkarte leicht schneller und Raytracing lässt sich in Full HD auch ohne DLSS, in höheren Auflösungen dann mit DLSS gut nutzen.

Empfehlungen für Ultra HD

Für Ultra HD kann die Grafikkarte nicht schnell genug sein, das gilt auch für reduzierte Grafikdetails. Eine Radeon RX 5700 XT oder eine GeForce RTX 2070 Super sind für aktuelle Spiele das absolute Minimum. Noch einmal besser sind Grafikkarten vom Kaliber einer GeForce RTX 2080 Super (Test). Für die Grafikkarten ist mit 675 Euro noch einmal ein ordentlicher Aufpreis gegenüber der GeForce RTX 2070 Super zu bezahlen, dafür gibt es rund 15 Prozent mehr Performance.

Auch die GeForce RTX 2080 Ti (Test) ist natürlich eine Option für Ultra HD. Sie ist mit mindestens 1.050 Euro zwar extrem teuer, doch handelt es sich auch um die klar beste Grafikkarte im Handel. Die Geschwindigkeit ist unerreicht, der Speicher mit 11 GB akzeptabel groß und Raytracing lässt sich auch bis inklusive WQHD ordentlich nutzen. Mit dem Modell ist man auch gut für zukünftige Spiele gerüstet.

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition
Nvidia GeForce RTX 2080 Ti Founders Edition

In der Tabelle finden sich die besten Grafikbeschleuniger für die jeweilige Preisklasse:

Neuigkeiten und GPU-Roadmap

Pascal und Vega sind Geschichte

Nvidias Pascal-Generation ist komplett vom Markt verschwunden, dasselbe gilt für AMDs Vega-Ableger. Die Polaris-Modelle sind als nächstes dran, sowohl Radeon RX 570, Radeon RX 580 als auch Radeon RX 590 befinden sich im letzten Lebensabschnitt. Die Grafikkarten sind zwar noch verfügbar und auch die Preise stimmen noch. Aber die Anzahl der Shops, die noch Ware haben, sinkt. Die Radeon RX 590 wird als erstes verschwinden, Radeon RX 570 und Radeon RX 580 werden danach folgen.

“Big Navi“ und „Gaming-Ampere“ noch 2020

Vor allem im High-End-Segment wird es dieses Jahr noch hoch hergehen. AMD hat die neue RDNA2-Architektur bereits des Öfteren erwähnt, sie wird auch erstmals Raytracing beschleunigen – auch in der Xbox Series X und der PlayStation 5. Mittlerweile gibt es auch erste offizielle Details über die „Big Navi“ genannte GPU. So soll RDNA2 auf dem PC 50 Prozent mehr Performance pro Watt als RDNA bieten, ohne den Fertigungsprozess zu wechseln. 4K-Gaming soll ohne Kompromisse möglich sein, zudem werden neue Features wie Raytracing inklusive DirectX 12 Ultimate sowie Variable Rate Shading (VRS) unterstützt.

Während Big Navi abseits der offiziellen Informationen noch ein ziemliches Geheimnis ist, haben sich bei Nvidias Gaming Ampere in den letzten Wochen ein paar Schleusen geöffnet. So sind Bilder eines Kühlers ins Internet gelangt, den es so zwar mit Sicherheit gibt, es aber noch unklar ist, ob dieser auch auf den finalen Karten eingesetzt wird. Zudem sind einige Spezifikationen aufgetaucht. Diese sprechen von maximal 5.376 Shadereinheiten für die große GA102-GPU sowie von GDDR6X-Speicher, der höher takten soll als der aktuelle GDDR6-Ableger.

Und wann kommen die neuen Grafikkarten? Offiziell gibt es noch keine Angaben, die Gerüchteküche spricht aber von August bis November. August oder September soll dabei der Zeitrahmen für Nvidias GeForce-RTX-3000-Reihe und September bis November derjenige für AMDs Radeon-RX-6000-Serie sein.

Die Preisentwicklung der letzten Monate

In den letzten Wochen hat es viele kleine Änderungen im Preisgefüge gegeben, das beinahe durchweg gefallen ist. Am meisten ist die GeForce GTX 1650 Super betroffen, die mit 145 Euro 8 Prozent weniger als im Juli kostet. Auf Platz 2 folgt die GeForce RTX 2080 mit 649 Euro, was auf -8 Prozent hinaus läuft. Die GeForce GTX 1650 Super und die GeForce RTX 2060 sind um 4 Prozent im Preis gefallen sind.

03. Februar 2020 02. Juni 2020 20. Juli 2020 03. August 2020 Preisänderung
seit Juli 2020
Preisänderung
seit Februar 2020
AMD Radeon
Radeon RX 570 130 Euro 125 Euro 135 Euro 132 Euro -2 Prozent 1 Prozent
Radeon RX 580 159 Euro 165 Euro 159 Euro 160 Euro 1 Prozent 1 Prozent
Radeon RX 590 174 Euro 197 Euro 180 Euro 179 Euro -1 Prozent 3 Prozent
Radeon RX 5500 XT 209 Euro 189 Euro 187 Euro 184 Euro -2 Prozent -12 Prozent
Radeon RX 5600 XT 298 Euro 279 Euro 279 Euro 277 Euro -1 Prozent -7 Prozent
Radeon RX 5700 318 Euro 318 Euro 334 Euro 331 Euro -1 Prozent 4 Prozent
Radeon RX 5700 XT 369 Euro 380 Euro 350 Euro 349 Euro 0 Prozent -5 Prozent
Nvidia GeForce
GeForce GTX 1650 Super 156 Euro 165 Euro 157 Euro 145 Euro -8 Prozent -7 Prozent
GeForce GTX 1660 198 Euro 214 Euro 195 Euro 189 Euro -3 Prozent -5 Prozent
GeForce GTX 1660 Super 225 Euro 240 Euro 207 Euro 198 Euro -4 Prozent -12 Prozent
GeForce RTX 2060 299 Euro 320 Euro 290 Euro 279 Euro -4 Prozent -7 Prozent
GeForce RTX 2060 Super 379 Euro 407 Euro 369 Euro 359 Euro -3 Prozent -3 Prozent
GeForce RTX 2070 379 Euro 429 Euro 379 Euro 370 Euro -2 Prozent -5 Prozent
GeForce RTX 2070 Super 499 Euro 519 Euro 483 Euro 468 Euro -3 Prozent -6 Prozent
GeForce RTX 2080 599 Euro 699 Euro 699 Euro 649 Euro -7 Prozent 8 Prozent
GeForce RTX 2080 Super 699 Euro 719 Euro 697 Euro 674 Euro -3 Prozent -4 Prozent
GeForce RTX 2080 Ti 1.079 Euro 1.139 Euro 1.049 Euro 1.049 Euro 0 Prozent -3 Prozent

Wer hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis (FPS pro Euro) hat zur Zeit die GeForce GTX 1650 Super. Etwas dahinter folgen Radeon RX 580, Radeon RX 590 und GeForce GTX 1660 Super, die wiederum sich knapp von der GeForce RTX 2060, Radeon RX 5600 XT, Radeon RX 5500 XT, Radeon RX 5700 sowie Radeon RX 5700 XT platzieren. Alle genannten Modelle bieten viel Performance fürs Geld.

Tests helfen dem Entschlossenen beim Grafikkartenvergleich

Wer bereits weiß, welche GPU es sein soll, steht in der Regel vor der Wahl der richtigen Variante. Die Grundlage für den ComputerBase-GPU-Vergleich bilden umfangreiche Tests aller aktuellen und älteren Grafikbeschleuniger. ComputerBase hat mehrere große Vergleichstests veröffentlicht, die die aktuell populärsten unter den Grafikkarten betreffen.

Welche GPU für aktuelle Spiele-(Blockbuster)?

Welche GPU in welchen aktuellen Spielen welche Leistung liefert, nimmt ComputerBase ebenfalls unter die Lupe. Technik-Tests gab es in den letzten Monaten unter anderem für die Desperados 3, Valorant und Death Stranding.

Welche GPU für Fortnite, PUBG, Overwatch und Co.?

Die klassischen Triple-A-Spiele wie Assassin's Creed, Battlefield, Call of Duty und Co. sind zwar sehr beliebt und sehen auch am besten aus. Doch die höchsten Spielerzahlen haben andere Spiele: reine Online- oder E-Sports-Spiele. Fortnite, PUBG, Overwatch und Co. haben durchweg Spielerzahlen im zweistelligen Millionenbereich.

Da die Anforderungen geringer sind, gibt es von den Spielen jedoch nur selten Benchmarks. ComputerBase hat das in einer Artikelserie bestehend aus elf verschiedenen Spielen nachgeholt. Jeder dieser Artikel hat Benchmarks mit 29 verschiedenen Grafikkarten sämtlicher Leistungsklassen sowie 5 Prozessoren mit deren integrierten Grafikeinheiten. Das fängt bei der 85 Euro teuren Radeon RX 550 an und geht bis zur vierstelligen GeForce RTX 2080 Ti – und mit GeForce GTX 970 sowie Radeon R9 390 sind auch zwei Oldies mit von der Partie. Die Ergebnisse unterscheiden sich stellenweise durchaus von den Benchmarks klassischer AAA-Spiele – die Artikel sind also einen Blick wert:

AMD oder Nvidia? Vor- und Nachteile im Vergleich

Die Grafikkarten der beiden Hersteller AMD und Nvidia unterscheiden sich in einigen weiteren Punkten:

  • AMD fährt mit der Radeon-RX-5000-Generation das erste Mal seit dem Jahr 2011 eine komplett neue GPU-Architektur auf. „RDNA“ (die Kurzform für Radeon-DNA) bietet gegenüber dem Vorgänger GCN viele Verbesserungen, sodass die Performance pro Shadereinheit bei gleichem Takt massiv verbessert worden ist. Darüber hinaus wurde auch die Energieeffizienz gesteigert. RDNA wurde laut AMD mit dem Fokus auf neue, veränderte Anforderungen von Spielen entwickelt. RDNA wird in den nächsten Jahren weiter entwickelt werden. RDNA (2020) wird in Hardware Raytracing beschleunigen können.
  • Nvidias Turing-Architektur verfügt auf allen GeForce-RTX-Modellen (von GeForce RTX 2060 bis GeForce RTX 2080 Ti) über separate Raytracing-Kerne für Echtzeit-Raytracing in Spielen. Die Zusatzeinheiten können über die frei nutzbaren Low-Level-APIs DirectX 12 (DXR) oder Vulkan angesprochen werden. Durch die speziellen Einheiten kann Raytracing deutlich schneller als auf den klassischen Shadereinheiten berechnet werden. Sämtliche GeForce-GTX-Modelle der Pascal- und der Turing-Generation mit einem mindestens 6 GB großen Speicher können Raytracing auch ohne separate Kerne darstellen. Für die Berechnungen werden die normalen Shadereinheiten genutzt. AMD bietet derzeit noch keine Möglichkeit, Raytracing mit den eigenen Radeon-GPUs darzustellen – technisch sind diese aber durchaus dazu in der Lage.
  • Die Tensor-Kerne der Turing-GPUs auf GeForce-RTX-Grafikkarten ermöglichen darüber hinaus das KI-basierte Upsampling DLSS, das in Generation DLSS 2.0 (Test) inzwischen zu überzeugen weiß. In unterstützten Spielen kann die Leistung stand Heute so ohne Qualitätsverlust deutlich angehoben werden. Je nach Titel und teils auch Szene geht mit DLSS 2.0 etwas Qualität verloren oder aber das Spiel sieht gar ein wenig besser aus.
  • Sowohl AMD- als auch Nvidia-Grafikkarten bieten die Möglichkeit, Spiele mittels Filter nachzuschärfen, was in einigen Titeln eine sichtbar bessere Grafik ermöglicht. Sowohl AMDs RIS (Radeon Image Sharpening) als auch Nvidias Image Sharpening sind im Treibermenü aktivierbar, letzteres alternativ auch als Freestyle-Filter in GeForce Experience. RIS funktioniert derzeit aber nur unter DirectX 9 (Navi), DirectX 12 und Vulkan, während Nvidia DirectX 9, DirectX 11 und DirectX 12 unterstützt. Qualitativ sind beide Schärfefilter vergleichbar.
  • AMD bietet FreeSync (Test), während Nvidia auf G-Sync (Test) setzt. Beide Techniken synchronisieren die Grafikkarte mit dem Bildschirm und können so den Input-Lag reduzieren und Tearing verhindern. Nvidia unterstützt seit Januar 2019 neben dem eigenen Standard G-Sync auch den offenen Standard Adaptive Sync. AMD kann ausschließlich mit Adaptive Sync und damit FreeSync umgehen. Beide Technologien gibt es auch in Verbindung mit HDR-Monitoren. Diese nennen sich dann FreeSync 2 HDR beziehungsweise G-Sync HDR.
  • AMD bietet mit ReLive ein Tool, mit dessen Hilfe Videos aufgezeichnet oder auf YouTube beziehungsweise Twitch gestreamt werden können.
  • Auch Nvidia bietet mit GeForce Experience ein Tool für Spiele-Optimierungen sowie zum Aufzeichnen und Streamen von Videos nach YouTube oder Twitch (Nvidia Highlights). Mit Ansel können in ausgewählten Spielen aufwendige Screenshots erstellt werden.
  • Im Treiber können AMD-Grafikkarten per „WattMan“ übertaktet werden. Zudem lassen sich Temperaturen sowie Lüftereinstellungen sowohl auslesen als auch modifizieren. Bei Nvidia werden alternative Tools wie MSI Afterburner benötigt.
  • Sowohl AMD als auch Nvidia bieten Spieleherstellern Unterstützung bei der Entwicklung an. Ab und zu gibt es auch eine engere Zusammenarbeit, teils auch mit speziellen und an die eigenen GPUs angepassten Grafikeffekten. Bei Nvidia hört das Programm auf den Namen GameWorks, bei AMD auf Gaming Evolved. Bekannte Grafikeffekte sind zum Beispiel HBAO+ sowie HairWorks (Nvidia) beziehungsweise TressFX (AMD).

Wie lange Garantie geben die Hersteller?

Es ist durchaus selten, aber von Zeit zu Zeit kann die heimische Grafikkarte auch einmal den Geist aufgeben. Wenn die Hardware einen Defekt aufweist, ist man auf die Garantie des Herstellers angewiesen. Und diese fällt sehr unterschiedlich aus. Teils gar zwischen einzelnen Modellen.

Details zur Herstellergarantie inklusive Übertakten

Einen genauen Überblick über die Situation zu erhalten ist nicht ganz einfach. Selbst die Hersteller tun sich teils schwer, die genauen Garantiebedingungen für jedes Land mitzuteilen. ComputerBase hat den aktuellen Stand der Garantie von jedem wichtigen Hersteller in einem separaten Artikel zusammen gefasst.

Wie lange geben Grafikkarten-Hersteller Garantie?
Wie lange geben Grafikkarten-Hersteller Garantie?

Hier finden sich auch Informationen zu Lüftertausch, Overclocking, Overvolting und dem Flashen des VBIOS – denn nicht immer verliert man dabei auch die Garantie: Bei Asus, EVGA, Gigabyte, MSI, PowerColor und Zotac darf beispielsweise der Lüfter (unter bestimmten Voraussetzungen) gewechselt werden, ohne dass die Garantie erlischt.

Weitere Empfehlungen für den Gaming-PC

Nur mit einer Grafikkarte erreicht man bei einem modernen PC nichts. Prozessor, Mainboard, Speicher und noch weitere Komponenten sind ebenso nötig wie wichtig. Hilfe bei der Zusammenstellung ganzer PCs bietet das Forum: Hier arbeiten Leser an ständig aktualisierten Beiträgen, die klären, wie der optimale PC inklusive passendem Prozessor und dem Drumherum für ein bestimmtes Budget aussieht.

Allen voran geht dabei die Zusammenstellungen für den idealen Gaming-PC mit bereits über 6.000.000 Zugriffen. Sie nennt sechs grundlegende Konfigurationen von 450 bis 1.400 Euro. Viele der hier zuvor erwähnten CPUs sind dort direkt wiederzufinden.

Weitere Ranglisten auf ComputerBase

Wer ComputerBase-Empfehlungen für weitere Komponenten wie dem Prozessor haben möchte, kann einen zusätzlichen Blick in weitere Ranglisten der Redaktion werfen.

Parallel zu den Empfehlungen der Redaktion lohnt sich stets ein Blick in den Bereich im ComputerBase-Forum. Dort geben gut informierte Mitglieder der Community Hilfestellung, wenn es um Fragen rund um den Kauf einer neuen Grafikkarte geht.

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