3/11 AMD Radeon R9 Nano im Test : Die schnellste kleine Grafikkarte für Mini-ITX

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Testergebnisse

Wie ComputerBase die AMD Radeon R9 Nano im Standardparcours getestet hat, lässt sich in diesem separaten Artikel nachlesen. Um das Alleinstellungsmerkmal der Grafikkarte, ihre kompakten Abmaße, herauszustellen, wurde der Test allerdings um Szenarien in zwei verschiedenen Mini-ITX-Gehäusen erweitert.

Die Turbo-Taktraten der R9 Nano

AMD hat die Radeon R9 Nano mit demselben Turbomechanismus wie bei Radeon R9 Fury X und Radeon R9 Fury ausgestattet, dabei aber deutlich am Parameter Leistungsaufnahme gedreht. Die Radeon R9 Nano arbeitet nur dann mit den maximal erlaubten 1.000 MHz, solange die GPU nicht wärmer als 85 Grad Celsius und eine bestimmte, gegenüber Fury und Fury X deutlich reduzierte Leistungsaufnahme nicht überschritten wird.

Details gibt AMD zwar nicht Preis, die „typische Verlustleistung“ der Grafikkarte liegt mit 175 zu 275 Watt allerdings deutlich unter der der größeren Modelle. Wer die Einschränkung nicht akzeptieren will, kann das Power Target auf Kosten der Leistungsaufnahme anheben. Das Temperature Target lässt sich dagegen nur verringern.

Das reduzierte Power Tagert wird die Fiji-GPU auf der Radeon R9 Nano von den maximal 1.000 MHz teils massiv herunter getaktet. Die vollen 1.000 MHz liegen zu keinem Zeitpunkt in keinem Spiel an. Stattdessen wird der Takt von der ersten Sekunde an gedrosselt. Im Durchschnitt und auf Basis der von ComputerBase verwendeten Tools liegen 875 MHz an. In manchen Spielen liegt die Frequenz wie in Call of Duty: Advanced Warfare darunter, in anderen wie in GTA V mit darüber. In geringeren Auflösungen als 3.840 × 2.160 kann die Grafikkarte in vielen Fällen ein wenig höher takten.

Die tatsächlichen Taktraten im Cooler Master 690 III
Spiel (3.840 × 2.160) Maximaler Takt Takt nach 20 Minuten Takt nach 20 Minuten
(maximales Power Target)
Assassin's Creed Unity 1.000 MHz 867-915 MHz 1.000 MHz
Assetto Corsa 1.000 MHz 868-904 MHz 1.000 MHz
Bioshock: Infinite 1.000 MHz 832-855 MHz 1.000 MHz
Call of Duty: Advanced Warfare 1.000 MHz 819-845 MHz 958-971 MHz
Civilization: Beyond Earth 1.000 MHz 823-895 MHz 958-1.000 MHz
Dragon Age: Inquisition 1.000 MHz 903-891 MHz 1.000 MHz
Evolve 1.000 MHz 844-863 MHz 975-993 MHz
Far Cry 4 1.000 MHz 851-873 MHz 978-987 MHz
GTA V 1.000 MHz 913-941 MHz 1.000 MHz
Metro: Last Light Redux 1.000 MHz 866-901 MHz 1.000 MHz
Mittelerde: Mordors Schatten 1.000 MHz 869-923 MHz 1.000 MHz
Risen 3 1.000 MHz 886-903 MHz 1.000 MHz
Ryse: Son of Rome 1.000 MHz 852-875 MHz 974-990 MHz
The Talos Principle 1.000 MHz 858-874 MHz 989-995 MHz
The Witcher 3 1.000 MHz 846-874 MHz 985-997 MHz
Tomb Raider 1.000 MHz 836-905 MHz 978-1.000 MHz
Total War: Attila 1.000 MHz 903-908 MHz 1.000 MHz
Watch Dogs 1.000 MHz 863-903 MHz 1.000 MHz
Durchschnittlicher Takt ~875 MHz ~990 MHz
[P] = Power Limit limitiert, [T] = Temperature Target limitiert

Auch wer das Power Target maximiert, erhält nicht durchweg die vollen 1.000 MHz. In den 18 Testspielen ist dies nur in zehn Titeln der Fall, in den acht restlichen liegt der Takt darunter. Im Durchschnitt arbeitet die Grafikkarte in dem Szenario mit 990 MHz und damit fast am Maximum.

Das Temperaturlimit von 85 Grad Celsius bremst die Grafikkarte hingegen zu keiner Zeit ein. Bei den Standardeinstellungen agiert die Frequenz zudem ziemlich unabhängig von der erreichten Temperaturentwicklung. Wird das Power-Target maximiert und die GPU-Temperatur steigt an, kommt es aber zu der bekannten Rückkopplung: Die Temperatur steigt, die Leistungsaufnahme durch Leckströme auch, und dadurch schreitet das Power Target früher ein.

Diagramm ITX-Grafikkarten – Taktraten

Ultra-HD-Tests in 3.840 × 2.160 (4K)

Mit den Standardeinstellungen arbeitet die Radeon R9 Nano in der Ultra-HD-Auflösung 3.840 × 2.160 deutlich schneller als die ebenfalls kompakte Asus GeForce GTX 970 DirectCU Mini: Der Leistungsvorsprung beträgt 31 Prozent. Im Vergleich zu den großen Grafikkarten liegt die Geschwindigkeit neun Prozent über der Radeon R9 390X und zwölf Prozent über einer GeForce GTX 980 im Referenzdesign. Die Radeon R9 Fury ist dagegen fünf Prozent schneller, die Radeon R9 Fury X 16 Prozent.

6 Einträge
Rating 3.840 × 2.160 – normale Qualität
Angaben in Prozent
    • GeForce GTX 980 Ti OC-Karte
      99,4
    • Nvidia GeForce GTX Titan X (Max)
      93,6
    • AMD Radeon R9 Fury X
      90,3
    • Nvidia GeForce GTX Titan X
      90,3
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      89,5
    • AMD Radeon R9 Nano (Max)
      85,9
    • AMD Radeon R9 Fury
      82,2
    • AMD Radeon R9 Nano
      78,0
    • GeForce GTX 980 OC-Karte
      75,5
    • AMD Radeon R9 390 X
      71,6
    • Nvidia GeForce GTX 980
      69,6
    • Radeon R9 290X OC-Karte
      66,5
    • AMD Radeon R9 390
      66,2
    • Radeon R9 290 OC-Karte
      62,8
    • GeForce GTX 970 OC-Karte
      61,9
    • Asus GeForce GTX 970 Mini
      59,6
    • Nvidia GeForce GTX 970
      59,2
    • AMD Radeon R9 290X
      57,8
    • AMD Radeon R9 290
      56,8

Wer wenig Wert auf Energieeffizienz und Lautstärke legt, kann durch das maximierte Power Targets eine zusätzliche Geschwindigkeit von zehn Prozent heraus holen, womit sich die ITX-Grafikkarte auch mit den Flaggschiffen anlegen kann. Die Differenz zur GeForce GTX 970 im Mini-Format erhöht sich auf 44 Prozent. Dem Einsatzzweck der Radeon R9 Nano wird dieses Vorgehen aber nicht gerecht.

In den Einzeltests lässt sich erkennen, dass die Geschwindigkeit der Radeon R9 Nano von Spiel zu Spiel variieren kann, je nachdem, wie hoch der 3D-Beschleuniger taktet. So beträgt zum Beispiel die Differenz zwischen den Standardeinstellungen und dem maximal möglichen Power Target satte 17 Prozent in Call of Duty: Advanced Warfare, jedoch nur ein Prozent in GTA V. Das hat zur Folge, dass die Radeon R9 Nano in dem First-Person-Shooter sieben Prozent langsamer als die Radeon R9 Fury arbeitet, in GTA V dagegen um fünf Prozent schneller ist

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