Patchen des NEC 1100A in ND-1300A : Eine Anleitung zum Hardcore-Update

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Patchen des NEC 1100A in ND-1300A: Eine Anleitung zum Hardcore-Update

Seit der Vorstellung des NEC ND-1300A wurde in diversen Foren immer wieder über das identische Innenleben des ND-1100A und des ND-1300A gemunkelt. Nun endlich ist ein inoffizielles Firmwareupdate aufgetaucht, das aus dem kleinen ND-1100A den großen ND-1300A macht und ihn somit um die Fähigkeit, DVD-R(W) brennen zu können, bereichert. Betrachtet man den ehemals günstigen Anschaffungspreis des ND-1100A, so kann man getrost behaupten, einen der billigsten Dual-Brenner überhaupt gekauft zu haben. Der Patch scheint jedoch nur für Besitzer eines solchen Brenners sinnvoll, da man neuerdings für einen wirklich zu vernachlässigenden Unkostenbeitrage den original ND-1300A erhält. Wir raten daher nicht dazu, jetzt einen ND-1100A zu kaufen, um diesen zum ND-1300A zu patchen.

Die Vorbereitung

Vorab sei gesagt, dass man sämtliche Garantieansprüche beim Aufspielen der Firmware verliert. Darüber hinaus übernimmt ComputerBase keinerlei Garantie dafür, dass der Update-Vorgang reibungslos vonstatten geht.

Das Update gestaltet sich dennoch relativ unkompliziert. Als erstes erstellt man sich eine bootfähige Diskette. Auf diese entpackt man dann das Flashtool und die neue Firmware. Bei der Firmware hat man momentan die Auswahlmöglichkeit zwischen zwei verschiedenen Versionen. Zum einen findet man die Version 1.0A 1, welche auf der offiziellen Version 1.0A basiert. Zum anderen gibt es noch die Version 1.08B 1, die wiederum auf der Version 1.08 von Herrie basiert und damit auch das Booktype Setting ermöglicht. Alle weiteren Informationen zu der gehackten Firmware sowie die benötigten Firmwaredateien und das Flashtool selber findet man auf der Homepage des Programmierers. Unsere Empfehlung ist es zu der gehackten Version 108B 1 zu greifen.

Das Backup

Hat man nun den Rechner von der erstellten Bootdisk gestartet, so sollte man sich sicherheitshalber ein Backup der bestehenden Firmware anlegen. Dies geht jedoch nur mit einem kleinen Trick. Zuerst muss man den Schreibschutzschalter auf der Diskette umlegen, so dass diese nun nicht mehr beschrieben werden kann. Jetzt startet man das Flashprogramm über die Kommandozeile mit folgendem Befehl:

nec1100a -sec -mas -out a:\backup.bin

In diesem Fall hängt der Brenner als Master am sekundären IDE-Kanal. Die beiden Parameter müssen natürlich der aktuellen Konfiguration angepasst werden, also „mas“ für Master, „sla“ für Slave beziehungsweise „pri“ für den primären IDE-Kanal und „sec“ für den zweiten IDE-Kanal.

Wegen dem bestehenden Schreibschutz kommt nun eine Fehlermeldung. Jetzt kann man eine neue, formatierte Diskette einlegen und darauf das Backup speichern. Leider ist auf einer Diskette nicht genügend Platz um die Bootdateien, das Flashprogramm und zwei Firmwarefiles zu beherbergen. Nach dem erfolgreichen Backup sollte man den Schreibschutz der Startdiskette auf jeden Fall wieder entfernen.

Das Update

Doch nun zum eigentlichen Update auf den ND-1300A. Das Update sollte gefahrlos über die Bühne gehen, da der Programm-Code im Brenner, der neue Firmware-Versionen entgegennimmt und in den Flash-Speicher schreibt, in einem geschützten Bereich steht. Damit kann der NEC-Brenner auch im Falle eines fehlgeschlagenen Upgrades jederzeit wieder eine alte Firmware schreiben. Dies wird abermals über die Kommandozeile gestartet.

Folgende Befehle sind, je nach dem für welche neue Firmware Version man sich entschieden hat, von Nöten:

nec1100a -sec -mas -flash a:\n11_10a1.bin (für die „original“ Firmware)
oder
nec1100a -sec -mas -flash a:\ n108v2e1.bin (für Herrie´s Firmware)

Nachdem die Firmware in den Brenner geschrieben wurde, wird der PC neu gestartet. Fortan sollte Windows den Brenner als _NECDVD_RW ND-1300A erkennen.

ND-1300A
ND-1300A

Fazit

Der ND-1100A wird auf jeden Fall besser durch das Upgrade. Der Speicher für die interne Rohlingsdatenbank ist so groß, dass nicht nur Platz für DVD-R Rohlinge, sondern weiterhin jede Menge Platz für neue Rohlinge beider Sorten zur Verfügung steht.

Leider hat der Brenner nach wie vor manche Probleme mit seinem neuen „DVD-R(W) Feature“. In Sachen Medienkompatibilität steht es manchmal einfach nicht zum Besten. Daher bitte nicht erschrecken, wenn der „neue“ Brenner nicht jeden Minus-Rohling sofort erkennt. Hier ist einfach ein wenig ausprobieren angesagt. Rohlinge, die nur mit einfachem Speed beschrieben werden können, soll man mit dem Laufwerk übrigens nicht verwenden! Im Zweifelsfall sind weiterhin DVD+R Rohlinge die sicherere Wahl.

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