8/11 AMD Radeon R9 Nano im Test : Die schnellste kleine Grafikkarte für Mini-ITX

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Leistungsaufnahme

Bei der Radeon R9 Nano soll es sich laut AMD um die energieeffizienteste High-End-Grafikkarte handeln. Der Testrechner kommt mit dem 3D-Beschleuniger nur auf 298 Watt und liegt satte 97 Watt unter der Radeon R9 Fury X und 91 Watt unter der kaum schnelleren Radeon R9 Fury. Selbst die deutlich langsamere und ebenfalls kleinere Sapphire Radeon R9 380 ITX weist mit 283 Watt eine kaum niedrigere Leistungsaufnahme auf.

20 Einträge
Leistungsaufnahme - Gesamtsystem
Angaben in Watt (W)
  • Last in Ryse: Son of Rome:
    • Nvidia GeForce GTX 950
      170
    • Nvidia GeForce GTX 750 Ti
      171
    • AMD Radeon R7 360
      191
    • Nvidia GeForce GTX 960
      198
    • AMD Radeon R7 260X
      214
    • GeForce GTX 960 OC-Karte
      215
    • AMD Radeon R7 370
      225
    • Nvidia GeForce GTX 760
      242
    • Nvidia GeForce GTX 970
      244
    • AMD Radeon R9 270X
      246
    • Asus GeForce GTX 970 Mini
      253
    • GeForce GTX 970 OC-Karte
      268
    • AMD Radeon R9 285
      282
    • Nvidia GeForce GTX 980
      283
    • Sapphire Radeon R9 380 ITX
      283
    • AMD Radeon R9 380
      293
    • Nvidia GeForce GTX 770
      295
    • AMD Radeon HD 6970
      298
    • AMD Radeon R9 Nano
      298
    • GeForce GTX 980 OC-Karte
      318
    • Nvidia GeForce GTX 780
      325
    • AMD Radeon R9 290X
      326
    • Nvidia GeForce GTX 580
      337
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      337
    • AMD Radeon R9 280X
      340
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti
      353
    • Nvidia GeForce GTX Titan X
      354
    • AMD Radeon R9 290
      360
    • Nvidia GeForce GTX Titan X (Max)
      374
    • AMD Radeon R9 Fury
      389
    • AMD Radeon R9 Nano (Max)
      391
    • AMD Radeon R9 390
      395
    • AMD Radeon R9 Fury X
      395
    • GeForce GTX 980 Ti OC-Karte
      400
    • Radeon R9 290 OC-Karte
      402
    • Radeon R9 290X OC-Karte
      411
    • AMD Radeon R9 390X
      420

AMDs Aussage entwickelt sich mit einem Blick zur Asus GeForce GTX 970 Mini knapp zur Realität: Denn die GTX 970 benötigt im Testrechner 253 Watt, also noch einmal 45 Watt weniger als die Radeon R9 Nano. Allerdings ist die GTX 970 in der gewählten Auflösung im Durchschnitt 24 Prozent langsamer und in dem genutzten Spiel sogar 37 Prozent. Die Radeon R9 Nano fährt somit bezogen auf die Energieeffizienz tatsächlich ein besseres Ergebnis als die GeForce GTX 970 ein – beeindruckend!

Vorbei mit der guten Energieeffizienz ist es beim maximierten Power Target. Denn dann benötigt die Radeon R9 Nano 93 Watt mehr und kommt im Testsystem auf 391 Watt. Dies ist vier Watt weniger als die Radeon R9 Fury X und zwei Watt mehr als die Radeon R9 Fury. Die Energieeffizienz kommt damit ausschließlich durch das aggressivere Power Target zu Stande, bei der Hardware gibt es keine Unterschiede.

Im Desktop-Betrieb liegt die Leistungsaufnahme des Testsystems bei 79 Watt, womit sich die Radeon R9 Nano knapp vor die Radeon R9 Fury und die Radeon R9 Fury X setzt. Der ZeroCore-Power-Modus funktioniert dabei immer noch nicht auf einer Grafikkarte mit der Fiji-GPU.

Im Blu-ray- als auch im Multi-Monitor-Betrieb haben die zwei anderen Fiji-Grafikkarten massive Verbesserungen gegenüber den älteren GPUs gezeigt, was sich auch mit der Radeon R9 Nano nicht ändert. Bei der Wiedergabe einer Blu-ray benötigt der Testrechner mit der neuesten AMD-Grafikkarte 95 Watt und schneidet damit zwar minimal besser als die zwei anderen Probanden, aber noch rund zehn Watt schlechter als vergleichbare Nvidia-Grafikkarten ab. Im Multi-Monitor-Betrieb kann die 15-Zentimeter-Grafikkarte dann auftrumpfen und taktet selbst bei drei Monitoren nicht mehr hoch – die benötigte Leistungsaufnahme ändert sich also nicht (beziehungsweise kaum). Dies liegt an den neuen HBM-Modulen, die deutlich weniger Energie benötigen als der alte GDDR5-Standard.

Übertaktbarkeit

An dieser Stelle finden sich normalerweise die Übertaktungsergebnisse wieder. Die Radeon R9 Nano lässt sich derzeit jedoch nicht übertakten. Zwar kann ein höherer Takt eingestellt werden, der auch korrekt übernommen wird, allerdings ist selbst das maximierte Power Target zu niedrig, um einen höheren Takt als 1.000 MHz zu ermöglichen. Nach wenigen Sekunden taktet die Radeon R9 Nano 1.000 MHz oder weniger herunter. Davon abgesehen scheint das ComputerBase-Textexemplar der Radeon R9 Nano lediglich einen maximalen Takt von 1.075 MHz (+ 75 MHz) zuzulassen. Ein eingestellter Takt von 1.100 MHz führt zu einem sofortigen Absturz.

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