2/2 Call of Duty Benchmarks : Black Ops III hat viele Macken und ist ein VRAM-Killer

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Testergebnisse

Alle Tests wurden auf dem Grafikkarten-Testsystem durchgeführt. Der verlinkte Artikel enthält die anliegenden Taktraten der Grafikkarten. Als Betriebssystem wird Windows 10 genutzt. Als Treiber kommen der Catalyst 15.11 sowie der GeForce 358.87 zum Zuge, die beide Optimierungen für das Spiel enthalten.

Die Testsequenz zeigt ein klassisches Spielgeschehen: Es gibt zahlreiche Explosionen, sodass es sich um eine der fordernsten Stellen im Spiel handelt – nur die Zwischensequenzen sind noch anspruchsvoller. Bezüglich der Einstellungen ist die Texturstufe „Hoch“ gewählt, um den Speicherbedarf nicht ins Unermessliche steigen zu lassen. Auch die Shadow-Map-Quality-Option ist auf High reduziert, da ansonsten die Fiji-Karten keine brauchbaren Ergebnisse erzeugen.

Da der halbe Tag für die Fehlersuche und Lösung der technischen Probleme geopfert werden musste, musste die Anzahl der Grafikkarten-Benchmarks reduziert werden. Wir bitten dies zu entschuldigen. Bezüglich der benötigten CPU lässt sich sagen, dass Black Ops III auch mit schwächeren Prozessoren zurechtkommt, solange mindestens vier Threads vorhanden sind.

Grafikkarten-Benchmarks

Beim aktuellen Stand der Treiber und des Spiels liefern AMD-Grafikkarten in Call of Duty: Black Ops 3 etwas bessere Ergebnisse als die Nvidia-Pendants. So arbeitet die Radeon R9 Fury X in 1.920 × 1.080 drei Prozent schneller als die GeForce GTX 980 Ti, obwohl letztere in Full HD normalerweise die Nase vorn hat. Die Radeon R9 390 wiederum platziert sich 14 Prozent vor der GeForce GTX 970 und die Radeon Radeon R9 380 acht Prozent vor der GeForce GTX 960. Im Duell der letztjährigen Generation platziert sich die Radeon R9 280X satte 53 Prozent vor der GeForce GTX 770 – 2.048 MB reichen für das Spiel selbst bei der zweithöchsten Texturstufe nicht aus.

In 2.560 × 1.440 nimmt die Radeon R9 Fury X dann regelrecht Fahrt auf und arbeitet gute 16 Prozent zügiger als das Nvidia-Flaggschiff. Die Radeon R9 390 arbeitet 25 Prozent zügiger als die GeForce GTX 970, da letztere Schwierigkeiten mit dem VRAM bekommt. Und die Radeon R9 380 ist 16 Prozent flotter als die GeForce GTX 960.

In 3.840 × 2.160 geht der Radeon R9 Fury X der Speicher zu Neige, sodass die AMD-Karte plötzlich zwei Prozent langsamer als die GeForce GTX 980 Ti arbeitet. Das ist auch der Grund, warum die Differenz zur mit acht Gigabyte bestückten Radeon R9 390 nur 25 Prozent beträgt. Flüssig ist das Spiel bei den Einstellungen jedoch auf keiner aktuellen Grafikkarte.

Technisches Fazit

Technisch enttäuscht Call of Duty: Black Ops 3 in seiner derzeitigen Form. Ein Spiel darf hohe Systemanforderungen haben, wenn es im Gegenzug gut aussieht. Der First-Person-Shooter sieht jedoch höchstens mittelmäßig aus und läuft dennoch schlecht. Darüber hinaus ist das Spiel von Bugs geprägt und frustriert bei höchsten Einstellungen mit unfassbarem VRAM-Hunger, den die Qualität der Texturen im Gegenzug wiederum nicht zu rechtfertigen weiß. Dass Grafikkarten mit vier Gigabyte VRAM in Full HD bereits in Bedrängnis gelangen, ist absolut unverständlich. Dass das Spiel mitunter gar nicht erst startet oder mehrere Anläufe benötigt, trübt den technischen Eindruck zusätzlich.

Wenn das Spiel dann einmal läuft wie gewünscht, liefern AMD-Grafikkarten zum aktuellen Zeitpunkt eine etwas bessere Geschwindigkeit als die Konkurrenzmodelle von Nvidia. Mindestens genauso wichtig wie die Rohleistung ist jedoch der Speicherausbau. Zu viel Speicher kann der Spieler für CoD: Black Ops III in der Tat nicht haben. Was jedoch nichts daran ändert, dass Call of Duty: Black Ops III technisch noch verbessert werden muss.

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