3/8 GeForce GTX 1060 im Test : Drei Mal GP106 im Duell mit der Radeon RX 480

, 650 Kommentare

Testergebnisse

Wie ComputerBase Grafikkarten testet sowie die verwendete Hardware und Treiber kann in einem separaten Artikel nachgelesen werden. Ab Mai 2016 hat ComputerBase das Testverfahren deutlich geändert, um moderne Grafikkarten besser bewerten zu können. Ein Blick in den Artikel wird entsprechend viele Unklarheiten beseitigt. Als durchweg vertretende Partnerkarte nimmt in diesem Artikel die MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G teil. Die Grafikkarte wird mit dem Retail-BIOS getestet, mit dem diese auch verkauft wird. Die Partnerkarte von Palit wird in einem extra Abschnitt separat betrachtet.

Taktraten der Founders Edition und MSI Gaming

Nvidia hat die GeForce GTX 1060 mit dem Pascal-üblichen GPU-Boost 3.0 ausgestattet. Es gibt ein Temperaturlimit von maximal 83 Grad Celsius und ein Power-Target, das auf Wunsch auf 116 Prozent erhöht werden kann.

Das Boost-Verhalten selbst hat Nvidia bei der GeForce GTX 1060 Founders Edition im Vergleich zur GeForce GTX 1070 FE und GeForce GTX 1080 FE jedoch grundsätzlich verändert. Während die zwei schnelleren Pascal-Grafikkarten die Frequenzen andauernd verändern, arbeitet die GeForce GTX 1060 Founders Edition sehr konstant. Selbst wenn die Frequenz zwischen zwei Werten schwankt, geschieht das nur in verhältnismäßig langen Abständen.

Die tatsächlichen Taktraten im Fractal Design Define R5
Spiel (2.560 × 1.440) Nvidia Founders Edition MSI Gaming X 6G
Anno 2205 1.810-1.823 MHz [PT] 1.936 MHz
Ashes of the Singularity 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Assassin's Creed Syndicate 1.835 MHz [PT] 1.936 MHz
Call of Duty: Black Ops III 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
DiRT Rally 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Doom 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
F1 2015 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Fallout 4 1.835-1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Far Cry Primal 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
GTA V 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Hitman 1.835 MHz [PT] 1.936 MHz
Just Cause 3 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Metal Gear Solid V 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Might & Magic: Heroes VII 1.835 MHz [PT] 1.936 MHz
Rainbow Six: Siege 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Rise of the Tomb Raider 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
Star Wars: Battlefront 1.835 MHz [PT] 1.936 MHz
The Division 1.835-1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
The Talos Principle 1.823-1.835 MHz [PT] 1.936 MHz
The Vanishing of E. C. Redux 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
The Witcher 3 1.823-1.835 MHz [PT] 1.936 MHz
Total War: Warhammer 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
XCOM 2 1.848 MHz [PT] 1.936 MHz
[P] = Power-Target limitiert, [T] = Temperature-Target limitiert

Die GeForce GTX 1060 Founders Edition taktet durchweg deutlich höher als der von Nvidia angegebene durchschnittliche Boost-Takt. Der maximale Takt der Karte liegt bei 1.911 MHz, in Spielen zeigen sich nach kurzer Zeit jedoch höchstens 1.848 MHz. In einigen Spielen schafft es die Grafikkarten diese 1.848 MHz zu halten. Der niedrigste Takt der GeForce GTX 1060 Founders Edition liegt in den getesteten Spielen bei 1.810 bis 1.823 MHz.

MSI geht bei der GeForce GTX 1060 Gaming X 6G einen anderen Weg. Der Hersteller setzt das Power Target hoch an, sodass die Grafikkarte nicht durch diesen Parameter ausgebremst wird. Der maximale Takt liegt bei 1.974 MHz, nach wenigen Minuten arbeitet die Grafikkarte noch mit höchstens 1.936 MHz. Diesen Takt behält die MSI GeForce GTX 1060 Gaming 6G dann auch in jedem Spiel und taktet zu keiner Zeit herunter. Damit taktet die MSI-Karte im Schnitt knapp 100 MHz schneller als die Founders Edition.

Benchmarks in 1.920 × 1.080 und 2.560 × 1.440

Die GeForce GTX 1060 soll die Radeon RX 480 schlagen – und das tut sie auch, wenn auch nicht so dominant, wie Nvidia zunächst vermuten hat lassen. So ist die GeForce GTX 1060 Founders Edition in 1.920 × 1.080 im Durchschnitt sechs Prozent schneller als die AMD Radeon RX 480. Das anvisierte zweite Ziel, die GeForce GTX 980 zu erreichen, wird mit Ach und Krach geschafft. Die GeForce GTX 1060 liegt in Full HD somit auch knapp auf dem Niveau der AMD Radeon R9 390X.

Die Differenz der GeForce GTX 1060 zur GeForce GTX 1070 liegt bei 36 Prozent. Der Abstand zum namentlichen Vorgänger, der GeForce GTX 960, beträgt hohe 75 Prozent. Die MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G kann als von Haus aus übertaktetes Modell moderat zulegen. Die Grafikkarte ist im Durchschnitt sieben Prozent zügiger unterwegs als die Founders Edition. An die im Test vertretene übertaktete Partnerkarte der GeForce GTX 980, die Asus GeForce GTX 980 Strix, kommt die MSI-Grafikkarte nicht ganz heran. Diese ist noch einmal drei Prozent schneller.

17 Einträge Bearbeiten
Performancerating – 1.920 × 1.080
Angaben in Prozent
    • Gigabyte GTX 1080 Gaming (8GB)
      100,0
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      93,7
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      83,5
    • Nvidia GeForce GTX 1070 (8GB)
      78,9
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      73,0
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      68,0
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      64,7
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      64,3
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      63,3
    • MSI GeForce GTX 1060 Gaming (6GB)
      62,2
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      61,6
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      59,2
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      58,7
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      58,7
    • Nvidia GeForce GTX 1060 (6GB)
      58,1
    • MSI Radeon R9 390 Gaming (8GB)
      55,4
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming (4GB)
      55,1
    • AMD Radeon RX 480 (8GB)
      55,1
    • AMD Radeon R9 390 (8GB)
      54,5
    • Nvidia GeForce GTX 970 (4GB)
      51,5
    • AMD Radeon R9 290 (4GB)
      50,0
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti (3GB)
      47,0
    • Sapphire R9 380X Nitro (4GB)
      41,3
    • AMD Radeon R9 380X (4GB)
      39,1
    • AMD Radeon R9 280X (3GB)
      37,7
    • Asus Radeon R9 380 Strix (4GB)
      36,9
    • AMD Radeon R9 380 (4GB)
      36,3
    • Asus GeForce GTX 960 Strix (4GB)
      36,3
    • Nvidia GeForce GTX 770 (2GB)
      33,2
    • Nvidia GeForce GTX 960 (4GB)
      33,1
    • Asus GeForce GTX 950 Strix (2GB)
      29,9
    • Asus Radeon R9 370 Strix (4GB)
      27,8
    • Nvidia GeForce GTX 950 (2GB)
      26,4
    • AMD Radeon R9 370 (4GB)
      26,3

In der höheren Auflösung 2.560 × 1.440 ändert sich an den Abständen kaum etwas. Die GeForce GTX 1060 Founders Edition ist erneut sechs Prozent schneller als die Radeon RX 480. Mit der GeForce GTX 980 schafft Nvidia in dieser Auflösung einen völligen Gleichstand. Anders verhält sich hingegen die Differenz zur MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 6G, die in der höheren Auflösung nur noch drei Prozent schneller ist. Während sie erneut die Radeon R9 390X schlägt, liegt die Founders Edition der GTX 1060 in der höheren Auflösung zwei Prozent hinter der R9 390X.

6 Einträge Bearbeiten
Performancerating – 2.560 × 1.440
Angaben in Prozent
    • Gigabyte GTX 1080 Gaming (8GB)
      100,0
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      91,6
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      84,1
    • Nvidia GeForce GTX 1070 (8GB)
      75,8
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      71,1
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      68,1
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      64,9
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      62,2
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      61,3
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      60,9
    • MSI GeForce GTX 1060 Gaming (6GB)
      58,4
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      57,9
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      57,5
    • Nvidia GeForce GTX 1060 (6GB)
      56,6
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      56,3
    • MSI Radeon R9 390 Gaming (8GB)
      55,4
    • AMD Radeon R9 390 (8GB)
      53,4
    • AMD Radeon RX 480 (8GB)
      53,3
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming (4GB)
      52,2
    • Nvidia GeForce GTX 970 (4GB)
      48,6

Im Vergleich zur GeForce GTX 980 schneidet die GeForce GTX 1060 in den einzelnen Spielen unterschiedlich ab. Dies ist davon abhängig, ob das Spiel mit der höheren Speicherbandbreite der GeForce GTX 980 umgehen kann und wie gut die bessere Bandbreitenkompression auf Pascal funktioniert.

Dementsprechend gibt es Spiele, in denen die GeForce GTX 980 ein gutes Stück schneller als die GeForce GTX 1060 ist. In Anno 2205 sind es zum Beispiel fünf und in Doom acht Prozent. Ebenso gibt es allerdings auch Spiele, in denen die GeForce GTX 1060 schneller als die GeForce GTX 980 ist. In Ashes of the Singularity ist die neue Pascal-Karte gleich um neun Prozent zügiger, in Assassin's Creed Unity sind es beispielsweise noch vier Prozent.

„Massenphänomene“: World of Warcraft und World of Tanks

In World of Warcraft schneidet die GeForce GTX 1060 gut ab und arbeitet ein wenig schneller als die GeForce GTX 980. In World of Tanks hat die GeForce GTX 1060 hingegen das Nachsehen in Full HD. Dort ist die alte Maxwell-Karte neun Prozent flotter. In beiden Spielen ist die GeForce GTX 1060 ein gutes Stück schneller als die AMD Radeon RX 480.

Auf der nächsten Seite: Benchmarks auf dem Intel Core i5-2500K