Unitymedia : Nachfrage nach schnellen Anschlüssen steigert Umsatz

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Unitymedia: Nachfrage nach schnellen Anschlüssen steigert Umsatz
Bild: Unitymedia

Unitymedia ist mit den Ergebnissen des zweiten Quartals 2016 zufrieden. Sowohl beim Umsatz als auch bei der Anzahl der Kunden konnte der Kabelnetzbetreiber zulegen. Als profitabel erwies sich dabei die Nachfrage nach schnellen Internetzugängen.

Den Umsatz konnte das deutsche Tochterunternehmen von Liberty Global um sieben Prozent auf 570 Millionen Euro steigern, bei den Kunden verzeichnete es einen Zuwachs um 109.000 neue Abonnenten – 7.000 mehr als im Vorjahresquartal. Mit dem 30. Juni als Stichtag beläuft sich die Anzahl der Kunden damit auf mehr als 7,1 Millionen. Die Einnahmen pro Kunde beliefen sich im zweiten Quartal auf 24,25 Euro monatlich. Das ist eine Steigerung um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

80 Prozent der Neukunden buchen Anschlüsse mit 120 Mbit/s und mehr

Verantwortlich für das Wachstum ist laut Unitymedia die Nachfrage nach Anschlüssen mit hohen Geschwindigkeiten. Wie weitere Kabelnetzbetreiber bietet das Unternehmen mittlerweile Tarife mit 400 Mbit/s. Bei drei Vierteln aller erreichbaren Haushalte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg sollen diese bereits verfügbar sein.

80 Prozent der Neukunden buchten im zweiten Quartal einen Anschluss mit 120 Mbit/s und mehr. Im ersten Quartal lag die Quote noch bei 50 Prozent. „Die Erfahrung zeigt: Sobald hohe Bandbreiten zur Verfügung stehen, werden sie von den Kunden auch intensiv genutzt“, so Unitymedia-CEO Lutz Schüler.

Bemerkbar macht sich diese Entwicklung allerdings auch beim Datenverkehr. Mit monatlich rund 80 Gigabyte pro Anschluss verbrauchten Unitymedia-Kunden im zweiten Quartal 2016 durchschnittlich mehr als zweimal so viel Datenvolumen wie der deutsche Durchschnittshaushalt.

WiFi-Spots und der Pokémon-Go-Hype

Zufrieden ist Unitymedia auch mit dem privaten WiFi-Spot-Projekt, das der Kabelnetzbetreiber – trotz Kritik der Verbraucherschützer – im Juli offiziell gestartet hat. Mittlerweile wurden mehr als 1 Million Einwahlpunkte in Betrieb genommen, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Ergänzt werden die privaten WiFi-Spots durch die 1.000 öffentlichen Zugangspunkte, die das Unternehmen 2015 in mehr als 100 Städten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg eingerichtet hat.

Bei diesen lässt sich derweil auch der Pokémon-Go-Hype der letzten Wochen ablesen. Seit dem Deutschland-Start sei die Anzahl der täglichen Nutzer bei den öffentlichen Zugangspunkten um fast 2.000 gestiegen. Dabei stieg das verbrauchte Datenvolumen der Nutzer in diesem Zeitraum um 50 Megabyte pro Tag an.