3/5 EK Predator 240 im Test : Modulare All-in-One mit Laing DDC und Radiator aus Kupfer

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Testergebnisse

ComputerBase testet Kompaktwasserkühlungen nach einem standardisierten Protokoll. Kühlleistungen werden dabei als Temperaturdifferenzen zwischen CPU- und Raumtemperatur in Kelvin angegeben. Zum Übertragen der Kühlleistung auf das eigene Zuhause muss lediglich zur Raumtemperatur in Grad Celsius in den eigenen vier Wänden zu den im Test ermittelte Temperaturdifferenz addiert werden. Das Resultat gibt die maximale Kerntemperatur der CPU des Testsystems an: So kann die Kühlleistung für individuell verschiedene Bedingungen übersetzt werden.

Messungen mit Serienlüftern

Für die Messungen der Predator gibt es zwei Besonderheiten zu beachten. Zum einen wird die Pumpe zusammen mit den Lüftern geregelt: Bei sinkender Lüfterdrehzahl arbeitet auch die Pumpe mit geringerer Drehzahl, wodurch sie leiser wird, aber auch die Kühlleistung leicht abnimmt. Zum anderen ist die Predator bei der im Testsystem genutzten Einbauposition im Gehäusedeckel ausschließlich für Lüfter in saugender Montagerichtung konzipiert. Im Gegensatz zu allen anderen getesteten AiO-Kühlungen durchläuft die Predator den Testparcours also mit saugenden anstelle von drückenden Radiatorlüftern.

Kühlleistung mit Serienlüftern

Die Kompaktwasserkühlung von EKWB profitiert von hohen Lüfterdrehzahlen. Mit den maximal erreichbaren 2.150 U/min erkämpft sie sich einen Platz im oberen Mittelfeld der Konkurrenz. Dafür schneidet sie bei fixierten 800 U/min schlechter ab und landet im hinteren Teil des Testfelds.

Das Ergebnis muss aber relativiert werden, da die Predator bei 800 U/min nicht nur mit reduzierter Lüfterdrehzahl, sondern auch mit reduzierter Pumpendrehzahl arbeitet – die übrigen Wasserkühlungen besitzen keine gemeinsame Regelung, weshalb sie mit voller Pumpenleistung in diesem Test antreten.

Schalldruckmessungen mit Serienlüftern

Für Schalldruckmessungen der Kompaktwasserkühlungen sind als Lärmquellen im Testsystem nur die Pumpe sowie die Radiatorlüfter vorhanden. Die Vergleichswerte der Luftkühler werden mit einem zusätzlichen Gehäuselüfter erfasst.

Mit maximaler Lüfterdrehzahl betrieben, sortiert sich die Predator im Mittelfeld der Kompaktwasserkühlungen ein. Sie stellt für den Schalldruck damit einen positiven Ausreißer dar, denn rein an der Lüfterdrehzahl gemessen müsste sie lauter als der nachfolgende Enermax Liqmax II sein.

Bei gleicher Lüfterdrehzahl für alle Kühlungen rückt das Testfeld eng zusammen und macht auch bei der Predator keine Ausnahme. Sie landet gemessen an der AiO-Konkurrenz im vorderen Bereich.

Messungen mit Referenzlüftern

Neben der Serienausstattung werden die Kühlungen auch unter gleichen Bedingungen getestet. Dazu werden die Kompaktwasserkühlungen mit Arctic MX-2 als Wärmeleitpaste und zwei NF-F12 PWM-Lüftern von Noctua neu montiert. Für die Predator gilt wie auch bei den Serienlüftern: Die Ventilatoren werden saugend und nicht drückend befestigt.

Um die Bedingungen für alle Testkandidaten möglichst zu vereinheitlichen, wird für die Messungen mit Referenzlüftern die Pumpe der Predator unabhängig von der Lüfterdrehzahl mit maximaler Leistung betrieben.

Kühlleistung mit Referenzlüftern

Die Predator zeigt eine sehr gute Kühlleistung bei 1.200 U/min der Referenzlüfter, rutscht aber bei 800 U/min ins Mittelfeld ab und ist bei 500 U/min nicht mehr dazu in der Lage, die übertaktete CPU zu bändigen. Damit kehrt die zweite AiO mit Kupferradiator im Testfeld den Zusammenhang zwischen Kühlleistung und Drehzahl um: Während die Alphacool Eisbaer vor allem im niedrigen Drehzahlbereich vor der Konkurrenz liegt und eher schwach mit höherer Lüfterdrehzahl skaliert, bekommen der EK Predator die hohen Drehzahlen deutlich besser.

Der Grund dafür ist vermutlich die Lamellendichte des Radiators: Mit 22 FPI ist diese bei der Predator um fast 50 Prozent höher als bei der Alphacool Eisbaer. So steigt der Luftwiderstand – aber auch die Fläche, über die Wärme abgegeben werden kann.

Doch auch ein Effekt durch die veränderte Lüfteranordnung auf der Predator kann nicht ausgeschlossen werden. Obwohl die Referenzlüfter von Noctua für die drückende Anordnung konzipiert sind, müssen sie für die Montage der Predator im Gehäusedeckel saugend fixiert werden – ein daraus resultierender negativer Einfluss auf die Kühlleistung ist definitiv möglich.

Schalldruckmessungen mit Referenzlüftern

Mit Referenzlüftern bestückt ist der Schalldruck in den drei gemessenen Drehzahleinstellungen bei allen Kompaktwasserkühlungen sehr ähnlich. Die Predator gehört zu den lauteren Kühlungen: Die ungedrosselte Pumpe direkt am Gehäusedeckel sorgt in Kombination mit den Referenzlüftern direkt an der Oberkante des Gehäuses für einen geringfügig höheren Schalldruck.

Da die Pumpe der Kühlung im normalen Betriebszustand aber zusammen mit den Lüftern geregelt wird, ist die Predator im Praxiseinsatz nicht auffälliger als die Konkurrenz. Zudem gilt: Noctua NF-F12 sind in saugender Anordnung bauartbedingt grundsätzlich lauter als in drückender Anordnung – für die Predator sind sie nicht die ideale Wahl.

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