2/3 Forza Horizon 3 Benchmark : Die PC-Version macht einfach keinen Spaß

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Das Testverfahren: FPS zählen nicht

Die klassischen Frames per Second sind zwar auch in normalen Spielen kein perfekter Wegweiser für die Performance, aber durchaus ein guter und repräsentativer Ansatz. Für Forza Horizon 3 gilt dies aufgrund des Verhaltens von UWP und den Anforderungen des Spiels aber nicht. Entsprechend wird bei den folgenden Tests auf die FPS komplett verzichtet.

Denn Tests mit abgeschaltetem VSync sind derzeit nutzlos, sodass VSync durchweg aktiviert ist. Stattdessen spielen die Frametimes (gemessen mit PresentMon) eine wichtige Rolle, denn sie zeigen die Problematik des Spiels auf Anhieb auf. Allerdings sind Frametime-Diagramme aufgrund der sehr hohen Anzahl an Messwerten unübersichtlich.

Die klassischen FPS spielen in Forza Horizon 3 keine Rolle

Aus diesem Grund gibt es Balkendiagramme, die angeben, bei wie vielen Frames der Testsequenz die wichtigen 60 FPS nicht gehalten werden können. Damit handelt es sich um eine grafisch andere Auswertung der Frametime-Messungen. Je höher der Wert ist, desto schlechter läuft das Spiel.

Da hohe Frameraten in Forza Horizon 3 wichtig sind und die höchste Detailstufe sehr viel Grafikkartenleistung benötigt, wird sie bei den Tests durchweg ignoriert. Denn selbst eine GeForce GTX 1080 schafft es nicht, das Spiel bei vollen Details unter Full HD wirklich flüssig wieder zu geben.

Auflösung Grafik-Details
1.920 × 1.080 Hoch-Preset, 2 × MSAA
2.560 × 1.440 Mittel-Preset, 2 × MSAA
3.840 × 2.160 Mittel-Preset, 2 × MSAA

Für die Tests kommt das Grafikkarten-Testsystem zum Einsatz, wobei der Core i7-6700K nur noch mit den Standard-Taktraten betrieben wird. Als Treiber sind der Crimson 16.9.2 beziehungsweise der GeForce 372.90 installiert, die beide für Forza Horizon 3 optimiert worden sind. Bei der Testszene handelt es sich um eine Fahrt durch den Dschungel bei Nacht, die zu den anspruchsvolleren Sequenzen gehört. Bei Tageslicht läuft das Spiel etwas besser.

Benchmarks von Full HD bis Ultra HD

Die Frametimes verdeutlichen das Problem auf Anhieb. Können die Grafikkarten die 60 FPS nicht stemmen, fällt die Framerate auf 30 FPS zurück. Und das ist quasi bei allen 3D-Beschleunigern der Fall. Einzig die GeForce GTX 1080 ermöglicht in Forza Horizon 3 auf zweihöchster Detailstufe sowohl in 1.920 × 1.080 als auch in 2.560 × 1.440 ein durchweg flüssiges Spielen bei 60 FPS. Die AMD Radeon R9 Fury X ist dagegen chancenlos. Interessanterweise arbeitet die Grafikkarte auch deutlich schlechter als die Radeon RX 480.

Das Modell mit Polaris-GPU ist die mit Abstand schnellste Grafikkarte von AMD für das Rennspiel. Der Speicher ist kein limitierender Faktor, weswegen vielleicht die bessere Polaris-Architektur den Ausschlag gibt. Doch nicht nur die theoretisch schnellste Variante hat Probleme, das gilt auch für die Radeon R9 390, die einen völligen Absturz hinlegt und sich auch der Radeon R9 380 geschlagen geben muss. Die vierte Generation GCN arbeitet also deutlich schneller als die dritte in Forza und diese wiederum deutlich schneller als die zweite.

Die Radeon RX 480 kann es damit mit der GeForce GTX 1060 aufnehmen. Bei der vorherigen Generation kann AMD ein Duell auch gewinnen: Die Radeon R9 380 schneidet in dem Spiel besser ab als die GeForce GTX 960.

Warum manche AMD-Karten solche Probleme haben, ist aktuell unklar. Die Testszene findet bei Nacht statt, was den älteren Radeon-Modellen überhaupt nicht zu schmecken scheint. Bei Tag steigt die Framerate spürbar, doch auch dann sind die neueren Karten immer noch ein wenig flotter unterwegs.

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