Speicher auf Grafikkarten: 3, 4, 6 & 8 GB VRAM im direkten Vergleich

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Wolfgang Andermahr
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Fazit: Zu viel Speicher gibt es nicht

Die Anforderungen an den VRAM steigen rasant: Zur Vorstellung der Radeon R9 380 und der GeForce GTX 960 war das geringer bestückte Modell mit 2.048 MB Speicher für maximale Details in Full HD in der Regel noch ausreichend. Heute lautet das Fazit dieses Tests, dass bei der neuen Mittelklasse mit GeForce GTX 1060 und Radeon RX 480 jeweils zum Modell mit dem größeren Speicher gegriffen werden muss. Bei der GeForce GTX 1060 ist diese Empfehlung sogar mit zwei Ausrufezeichen zu versehen.

Denn alle Testreihen zeigen, dass die Grafikkarte mit 3 GB häufig schon bei der zweithöchsten Detailstufe der Texturen Probleme bekommt. Und das in Full HD. Trotz Nachteilen im Speichermanagement kann sich die Radeon RX 480 mit 4 GB in diesem Umfeld noch häufiger retten, eine Detailstufe höher stößt aber auch deren Speicher an seine Grenzen.

6 GB VRAM sollten es in der Mittelklasse sein

Schlussfolgerung: Ab der Mittelklasse sollten 3D-Beschleuniger schon heute mindestens 6.144 MB Speicher haben. Und Deus Ex: Mankind Divided zeigt, dass auch die noch zu knapp bemessen sein können, hier kommt nur die Radeon RX 480 mit 8 GB ohne Punktabzug davon. Die Diskussion darüber, ob das gerechtfertigt ist, ist allerdings nicht Inhalt dieses Berichts.

Auch bei günstigeren Grafikkarten sollte nicht am Speicher gespart werden. Modelle mit 2.048 MB, wie es sie zum Beispiel von der neuen Radeon RX 460 gibt, sollten unbedingt gemieden und stattdessen der doppelte Speicher gekauft werden. Natürlich geben sich typische Spiele für solch eine Karte oft auch mit zwei Gigabyte zufrieden. Doch bleiben solche Modelle gewöhnlich mehrere Jahre in einem Rechner und hält das aktuelle Tempo an, währt die Freude an der Grafikkarte mit 2 GB VRAM nicht lange.

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