4/4 Battlefield 1 Benchmark : Beeindruckend, aber nur mit DirectX 11

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Frametimes

Unabhängig vom Prozessor, unabhängig von der Grafikkarte und unabhängig vom Spielmodus lässt sich sagen, dass sich Battlefield 1 unter DirectX 11 sehr gut spielen lässt. Das Spielgefühl ist ab rund 50 FPS bereits gut und bei 60 FPS und mehr fühlt sich der First-Person-Shooter sehr rund an. Fühlbare Schwierigkeiten mit den Frametimes gibt es unter DirectX 11 nicht. AMD- und Nvidia-Grafikkarte sind in dieser Disziplin völlig identisch.

Unter DirectX 12 tauchen dann aber Probleme auf. Schlussendlich gibt es nur eine Kombination, mit der DirectX 12 nicht weniger rund spielbar ist: Der Einzelspielermodus mit Grafikkarten von AMD. Hier ist das Spielgefühl gar noch ein wenig besser als unter DirectX 11, wie es die aufgezeichneten Frametimes verdeutlichen. Das Spiel muss sich allerdings auch in diesem Fall rund 30 Sekunden „einruckeln“, bevor es wirklich flüssig läuft.

Alle anderen Konstellationen kommen hingegen nicht an das Erlebnis unter DirectX 11 heran. Grafikkarten von Nvidia laufen im Einzelspielermodus zum Großteil zwar gut, doch immer wieder gibt Hänger, die stören. Im Mehrspieler-Modus ist der Unterschied geringer, weil DirectX 11 aber eh schneller ist, gibt es auch hier keinen Grund zum Wechsel auf DirectX 12.

Unspielbar ist DirectX 12 im Mehrspielermodus mit Grafikkarten von AMD. Hier ruckelt das Spiel ohne Pause, die Frametimes verdeutlichen das. Vom Vorteil bei den FPS haben Spieler an dieser Stelle deshalb nichts.

DirectX 12 bleibt damit nur für Spieler der Kampagne mit Grafikkarten von AMD auf schwachen Prozessoren eine gute Alternative zu DirectX 11.

Manchmal mehr Performance mit dem Crimson 16.10.2

AMD hat ComputerBase vorab den Crimson 16.10.2 zur Verfügung gestellt, der die Performance in Battlefield 1 minimal anheben und noch im Laufe dieser Woche erscheinen soll. ComputerBase hat den Treiber im Einzel- und im Mehrspielermodus mit der Radeon RX 480 getestet. Unterschiede zeigen sich dabei nur im Einzelspielermodus.

Offensichtlich hat AMD die CPU-Auslastung in Battlefield 1 mit dem Crimson 16.10.2 dort etwas verbessern können. Auf dem FX-8370 zeigt sich eine um acht Prozent bessere Leistung in 1.920 × 1.080 unter DirectX 11. Davon bleibt noch ein Prozent unter DirectX 12 übrig. Mit dem deutlich schnelleren Core i7-6700K gibt es dagegen quasi keine Unterschiede mehr zwischen den Treibern.

Technisch sehr gut – mit DirectX 11

Mit Battlefield 1 zeigt DICE erneut, dass das schwedische Entwicklerteam und die hauseigenen Frostbite-Engine technisch an vorderster Front kämpfen und Konkurrenz kaum fürchten brauchen. Battlefield 1 gehört zu den optisch spektakulärsten Spielen. Die Grafikpracht allein bekommen dabei auch noch andere Studios hin, aber DICE schafft es auch, dass das Spiel trotzdem sehr gut läuft: Battlefield 1 benötigt auch bei maximalen Details keine High-End-Grafikkarte. Und in DirectX 11 schenken sich AMD und Nvidia dabei letztendlich nichts. Ohne Kritik ist aber auch dieses Fazit nicht.

DirectX 12 braucht Nacharbeit

Die erstmals von DICE alternativ angebotene API DirectX 12 enttäuscht mit einer Ausnahme: Nur der Einzelspielermodus mit Grafikkarten von AMD läuft schneller und gleichzeitig runder, auch beziehungsweise insbesondere auf langsameren Prozessoren. Wer so ein System hat, sollte der API den Vorrang geben.

Battlefield 1
Battlefield 1

Der wichtige Multiplayermodus läuft hingegen sowohl bei AMD und Nvidia weniger rund. Bei Nvidia gibt es Hänger, bei AMD ruckelt es dauerhaft. Von den oft höheren FPS können Spieler deshalb nicht profitieren. Auch DICE kann DirectX 12 nicht an Tag 1.

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