3/8 GeForce GTX 1050 (Ti) im Test : Einmal perfekt und einmal mit zu wenig Speicher

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Testergebnisse

Wie ComputerBase Grafikkarten testet und wie die verwendete Hardware und die Treiber aussehen, kann in diesem separaten Artikel nachgelesen werden. Im Mai 2016 hat ComputerBase das Testverfahren deutlich abgeändert, um moderne Grafikkarten besser bewerten zu können. Ein Blick in den Artikel wird entsprechend viele Unklarheiten beseitigt. Falls dennoch Fragen offen bleiben, können diese im Forum gestellt werden. Ebenso können dort Vorschläge und Wünsche geäußert werden, die in Zukunft (möglicherweise) berücksichtigt werden.

Drei Modelle in den Benchmarks

Neben der MSI GeForce GTX 1050 2G OC und der Palit GTX 1050 Ti StormX findet sich in den nachfolgenden Tabellen auch die „Nvidia GeForce GTX 1050“ wieder. Dabei handelt es sich um das mit Referenztaktraten betriebene Modell von MSI.

Die Taktraten unter Last

Die MSI GeForce GTX 1050 2G OC taktet maximal mit 1.810 MHz. In Spielen bekommt man nach kurzer Zeit jedoch höchstens 1.747 MHz zu Gesicht. Die Palit GeForce GTX 1050 Ti StormX agiert dagegen mit bis zu 1.734 MHz, wovon in Spielen bis zu 1.696 MHz übrig bleiben. Beide Grafikkarten rennen nie in das Temperatur aber dafür ins Power Target und verringern daraufhin die Frequenzen. Bei der GeForce GTX 1050 Ti ist dies durchweg der Fall, während MSI ein wenig mehr Freiraum einräumt. Aktuell lässt sich das Power Target auf beiden Grafikkarten nicht erhöhen – vermutlich um die 75 Watt des PCIe-Bus nicht zu überschreiten.

Die tatsächlichen Taktraten im Fractal Design Define R5
Spiel (1.920 × 1.080) Palit GTX 1050 Ti StormX MSI GeForce GTX 1050 2G OC
Anno 2205 1.544-1.557 MHz [PT] 1.671-1.696 MHz [PT]
Ashes of the Singularity 1.582-1.607 MHz [PT] 1.747 MHz
Assassin's Creed Syndicate 1.607-1.645 MHz [PT] 1.747 MHz
Call of Duty: Black Ops III 1.598-1.658 MHz [PT] 1.747 MHz
DiRT Rally 1.645-1.658 MHz [PT] 1.734-1.747 MHz [PT]
Doom 1.607-1.645 MHz [PT] 1.683-1.734 MHz [PT]
F1 2015 1.658-1.683 MHz [PT] 1.721-1.747 MHz [PT]
Fallout 4 1.569-1.624 MHz [PT] 1.683-1.721 MHz [PT]
Far Cry Primal 1.595-1.633 MHz [PT] 1.721-1.734 MHz [PT]
GTA V 1.658-1.696 MHz [PT] 1.747 MHz
Hitman 1.595-1.633 MHz [PT] 1.683-1.721 MHz [PT]
Just Cause 3 1.645-1.671 MHz [PT] 1.747 MHz
Metal Gear Solid V 1.658-1.671 MHz [PT] 1.747 MHz
Might & Magic: Heroes VII 1.569-1.620 MHz [PT] 1.709-1.734 MHz [PT]
Rainbow Six: Siege 1.620-1.633 MHz [PT] 1.747 MHz
Rise of the Tomb Raider 1.607-1.658 MHz [PT] 1.734-1.747 MHz [PT]
Star Wars: Battlefront 1.595-1.607 MHz [PT] 1.709-1.721 MHz [PT]
The Division 1.607-1.620 MHz [PT] 1.709-1.747 MHz [PT]
The Talos Principle 1.595-1.620 MHz [PT] 1.709-1.747 MHz [PT]
The Vanishing of E. C. Redux 1.595-1.620 MHz [PT] 1.683-1.721 MHz [PT]
The Witcher 3 1.569-1.582 MHz [PT] 1.696-1.721 MHz [PT]
Total War: Warhammer 1.671-1.683 MHz [PT] 1.747 MHz
XCOM 2 1.658-1.671 MHz [PT] 1.747 MHz
[P] = Power-Target limitiert, [T] = Temperature-Target limitiert

In neun Spielen taktet die MSI GeForce GTX 105 2G OC durchaus mit dem maximal möglichen Takt von 1.747 MHz. Am geringsten taktet die Grafikkarte in Anno 2205. Dort geht die Frequenz auf bis zu 1.671 MHz herunter.

Anders sieht es dagegen bei der Palit GeForce GTX 1050 Ti StormX aus, die in keinem Spiel die vom BIOS ermöglichten 1.696 MHz dauerhaft halten kann. Diese bekommt man nur in GTA V immer wieder kurz zu Gesicht. In den meisten Spielen liegt die Frequenz ein wenig über 1.600 MHz, in einigen Titeln jedoch auch etwas darunter. 1.544 MHz ist der geringste zu beobachtende Takt.

Die von Nvidia vorgesehenen 64 MHz Taktunterschied zwischen Basisversion und Ti-Modell werden von den beiden Testkandidaten damit überschritten.

Benchmarks in 1.920 × 1.080

Die GeForce GTX 1050 Ti stößt bei der Leistung genau in die Lücke zwischen Radeon RX 460 und Radeon RX 470. In 1.920 × 1.080 ist diese Variante rund 32 Prozent schneller als eine Radeon RX 460 mit vier Gigabyte und 25 Prozent langsamer als die Radeon RX 470. Die Performance liegt schlussendlich acht Prozent über der einer GeForce GTX 960 und damit auf dem Niveau einer von Haus aus übertakteten GeForce GTX 960. Der Abstand zum schnelleren Modell mit Pascal, der GeForce GTX 1060, liegt bei 63 Prozent.

Die GeForce GTX 1050 arbeitet im Durchschnitt 16 Prozent langsamer als der größere Bruder, ist damit aber immer noch elf Prozent schneller unterwegs als die Radeon RX 460 mit dem doppelten Speicher. Der Abstand zur Radeon RX 460 mit 2.048 MB beträgt 32 Prozent. Gegenüber dem Vorgänger GeForce GTX 950 mit 2 GB beträgt der Leistungszuwachs 15 Prozent.

25 Einträge
Performancerating – 1.920 × 1.080
Angaben in Prozent
    • Gigabyte GTX 1080 Gaming (8GB)
      280,0
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      262,4
    • Gigabyte GTX 1070 Gaming (8GB)
      235,0
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      233,9
    • Nvidia GeForce GTX 1070 (8GB)
      221,0
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      204,3
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      190,5
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      181,1
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      180,1
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      177,2
    • MSI GeForce GTX 1060 Gaming (6GB)
      174,1
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      172,4
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      165,9
    • Sapphire RX 480 Nitro+ OC (8GB)
      165,2
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      164,3
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      164,2
    • Nvidia GeForce GTX 1060 (6GB)
      162,8
    • MSI Radeon R9 390 Gaming (8GB)
      155,1
    • AMD Radeon RX 480 (8GB)
      154,5
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming (4GB)
      154,3
    • Asus GeForce GTX 1060 OC (3GB)
      153,5
    • AMD Radeon R9 390 (8GB)
      152,6
    • Nvidia GeForce GTX 970 (4GB)
      144,2
    • AMD Radeon R9 290 (4GB)
      140,1
    • Asus Radeon RX 470 Strix (4GB)
      134,1
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti (3GB)
      131,6
    • Sapphire R9 380X Nitro (4GB)
      115,8
    • AMD Radeon R9 380X (4GB)
      109,4
    • AMD Radeon R9 280X (3GB)
      105,5
    • Asus Radeon R9 380 Strix (4GB)
      103,4
    • AMD Radeon R9 380 (4GB)
      101,7
    • Asus GeForce GTX 960 Strix (4GB)
      101,6
    • Nvidia GeForce GTX 1050 Ti (4GB)
      100,0
    • Nvidia GeForce GTX 770 (2GB)
      92,9
    • Nvidia GeForce GTX 960 (4GB)
      92,8
    • MSI GeForce GTX 1050 2G OC
      86,3
    • Nvidia GeForce GTX 1050 (2GB)
      84,4
    • Asus GeForce GTX 950 Strix (2GB)
      83,6
    • Asus Radeon R7 370 Strix (4GB)
      77,9
    • Sapphire RX 460 Nitro (4GB)
      75,9
    • Nvidia GeForce GTX 950 (2GB)
      74,0
    • AMD Radeon R7 370 (4GB)
      73,7
    • AMD Radeon RX 460 (2GB)
      63,8

2 GB Speicher sind oft zu wenig

Ein Blick in die einzelnen Spiele verrät, dass der Abstand zwischen der GeForce GTX 1050 und der GeForce GTX 1050 Ti in einigen Spielen erstaunlich hoch ist. In Ashes of the Singularity beträgt die Differenz zum Beispiel 39 Prozent, in Mirror's Edge Catalyst sind es gar 64 Prozent – und es gibt weitere Ausnahmen von der Norm.

Der Grund ist im Speicherausbau zu finden. Der GeForce GTX 1050 reichen in vielen Spielen der 2.048 MB große VRAM nicht mehr aus. Zwar macht sich Speichermangel zunächst mit schlechten Frametimes (Abstände der einzelnen Bilder) und nicht mit niedrigeren FPS bemerkbar, ist das hingegen der Fall, gibt es deutlich spürbare Hänger.

Nvidias gutes Speichermanagement hilft der GTX 1050 nicht immer

Der GeForce GTX 1050 hilft dann auch nicht mehr, dass Nvidia ein besseres Speichermanagement als AMD hat – die Konkurrenz mit 2 GB wird zwar oft noch deutlicher geschlagen als die mit 4 GB, aber die Leistung ist dann absolut ebenfalls schlecht.

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