4/5 PowerColor Devil Box im Test : Aus dem Ultrabook mit TB3 wird ein Gaming-PC

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PCIe 3.0 x16 vs. PCIe 3.0 x4

Was für Auswirkungen der Rückschritt auf PCIe 3.0 x4 isoliert auf die Leistung der GeForce GTX 1070 hat, lässt sich sehr gut in einem Desktop-PC simulieren. Auch hier ist er vorhanden, mit sechs Prozent aber signifikant geringer. Neben der beschnittenen Bandbreite sind es damit vor allem die gestiegenen Latenzen bei der Umsetzung über Thunderbolt 3.

Zudem stehen die 16 Lanes im Desktop-PC ganz alleine der Grafikkarte zur Datenübertragung zur Verfügung. Bei der Devil Box müssen diese noch mit Anschlüssen wie USB und Netzwerk geteilt und das für das Display des Notebooks gerenderte Bild in entgegengesetzte Richtung übertragen werden. Die effektive Bandbreite sinkt also weiter. Ein Test mit abgeschaltetem Monitorsignal zeigte bezüglich Geschwindigkeit allerdings keine Besserung.

Core i7-6700HQ vs. Core i5-6200U

Auch Gaming-Notebooks können mit externen Grafikbeschleunigern über Thunderbolt 3 verbunden werden, beispielsweise um die alte interne Grafikkarte extern aufzurüsten. Vielen Interessenten erscheint aber der Einsatz an einem schwachbrüstigen Ultrabook attraktiv.

Neben dem bereits dargestellten, systemimmanenten Leistungsverlust gilt es in diesem Fall aber auch den Einfluss des in der Regel schwächeren Prozessors zu bedenken. Tests der Devil Box mit GeForce GTX 1070 Founders Edition an einem Dell XPS mit Core i5-6200U gewähren einen Eindruck.

Leistung in Abhängigkeit der CPU
Angaben in Punkten
  • Anno 2205:
    • GTX 1070 FE, Devil Box, Predator 15
      53,9
    • GTX 1070 FE, Devil Box, XPS 13
      53,5
  • Tomb Raider, Full HD:
    • GTX 1070 FE, Devil Box, Predator 15
      56,1
    • GTX 1070 FE, Devil Box, XPS 13
      41,5
  • Ashes of the Singularity, Full HD:
    • GTX 1070 FE, Devil Box, Predator 15
      43,5
      Hinweis: Preset „Crazy“
    • GTX 1070 FE, Devil Box, XPS 13
      33,2
      Hinweis: Preset „Crazy“
    • iGPU Core i5-6200U, XPS 13
      9,0
      Hinweis: Preset „Low“

Das von CPUs relativ unbeeindruckte Anno 2205 lässt sich auch in diesem Fall nicht beirren: Mit 54 FPS erzielt die Devil Box sowohl mit Core i7-6700HQ als auch mit Core i5-6200U dasselbe Ergebnis. Anders sieht es in Rise of the Tomb Raider aus: Hier fallen die FPS abermals um weitere knapp 25 Prozent.

Der Leistungsgewinn zur iGPU ist gewaltig

In Ashes of the Singularity beträgt der Leistungsverlust ebenfalls 25 Prozent. Der Vergleich mit der Leistungsfähigkeit der iGPU des Core i5-6200 im XPS 13 macht aber deutlich: Der Zugewinn ist trotzdem gewaltig. Die integrierte GPU erreicht mit 9,0 FPS nur 27 Prozent der Leistung – und das obwohl die iGPU das Preset „Low“ und die GeForce GTX 1070 in der Devil Box das Preset „Crazy“ zu rendern hatte.

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