Analyse : Google Home braucht nur wenig Speicher

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Analyse: Google Home braucht nur wenig Speicher
Bild: Google I/O 2016

Google Home ist ein sprachgesteuerter Lautsprecher, über den der neue Google Assistant auch für Anwender ohne Smartphone Pixel und Pixel XL immer erreichbar ist. Die Analyse von iFixit zeigt: Er setzt auf vom kompakten Chromecast 2015 bekannte Hardware. Speicherplatz wird allerdings gegen einen 4-Ohm-Treiber getauscht.

Ein SoC mit zwei Kernen und 256 MB RAM

Wie der Chromecast 2015 nutzt auch Google Home ein 2-Kern-SoC auf ARM-Cortex-A7-Basis von Marvell, den Armada 88DE3006 1500 Mini Plus. Mit 1,3 GHz Takt ermöglicht er die Wiedergabe von Inhalten in 1080p bei 60 FPS; eine Funktion, die für die Verarbeitung von Sprachbefehlen bei Google Home gar nicht genutzt wird.

Weil Google Home auch keine Apps installieren oder Videos puffern muss, fallen RAM und Flash-Speicher gegenüber dem Chromecast für Full HD jeweils deutlich kleiner aus: 256 MB DDR3 und 512 MB NAND stehen 4 GB DDR3L und 2 GB NAND gegenüber. Dafür bietet Home einen Digitalverstärker zur Ausgabe von Tönen über den integrierten Zwei-Zoll-Lautsprecher mit 4 Ohm Impedanz.

Das schwarze Innenleben von Google Home
Das schwarze Innenleben von Google Home (Bild: iFixit)

Vergleichsweise leicht zugänglich

Im Vergleich zu Amazon Echo ist Google Home leicht zugänglich. Ein Grund ist die vom Endanwender in ein Modell mit anderer Farbe austauschbare Basis, ein anderer der Verzicht auf den großflächigen Einsatz von Klebstoff. Er kommt bei Home nur zwischen Deckel und dem PCB mit den LEDs und den beiden Mikrofonen zum Einsatz. Google Home bietet davon nur zwei, Amazon Echo sieben.

Nur Home und Pixel haben den Assistant

Google Home nutzt den neuen Google Assistant. Er kann als eine Ausbaustufe von Google Now verstanden werden, wenngleich Google den Assistant so nie erklärt hat. Google Now ist der mit Android 4.1 Jelly Bean eingeführte proaktive Assistent, der Hinweise und Tipps gibt, noch bevor der Nutzer eine entsprechende Google-Suchanfrage gestellt hat. Der Google Assistant ist zum aktuellen Stand der Entwicklung Google Now mit einer Prise Persönlichkeit. Google bewirbt den Assistant zwar als sehr fähige künstliche Intelligenz, im Test auf dem Google Pixel XL konnte das aber noch nicht nachvollzogen werden. Google hat bisher keine Pläne bekannt gegeben, den Assistant auch anderen Herstellern zur Verfügung zu stellen.

Google Home ist seit dem 4. November für 129 US-Dollar vor Steuern in den USA verfügbar. Einen Termin für den Marktstart in Deutschland gibt es bisher nicht. Amazon Echo gibt es seit gut einer Woche mit zwei Jahren Verzögerung hingegen auch hierzulande zu kaufen.