Intel Core i3-7350K im Test: Übertaktet auf 5,1 GHz im Duell mit echten Vier-Kern-CPUs 8/8

Volker Rißka 195 Kommentare

Fazit und Empfehlung

Der Core i3-7350K kann in seiner Klasse mit der Leistung überzeugen. Die ist für einen Zwei-Kern-Prozessor unerreicht, die Leistungsaufnahme teilweise trotzdem deutlich geringer als zuvor – die Effizienz ist dementsprechend gestiegen. Sie wird beim Overclocking von 4,2 auf 5,1 GHz zwar etwas verhagelt, bleibt aber auf vertretbarem Niveau.

Übertaktet sehr schnell

Die Leistung liegt bei diesem hohen Takt im Durchschnitt über alle Anwendungen auf dem Niveau von echten Vier-Kern-CPUs ohne Hyper-Threading, der Preis mit mindestens 185 Euro aber ebenfalls.

Intel Core i3-7350K im Test
Intel Core i3-7350K im Test

Damit kann an dieser Stelle quasi das Fazit aus dem Test des übertaktbaren Pentium G3258 von vor drei Jahren wiederholt werden: Werden im Wesentlichen Single-Core-Anwendungen in Betracht gezogen, kann der Core i3 eine Option sein. Mit 5 GHz und mehr schlägt der Prozessor in diesem Fall alle Nicht-K-Prozessoren; egal wie teuer sie sind. Doch sind mehr echte Kerne gefragt, beispielsweise bei jeder modernen Video- und Audio-Software, fällt der Core i3 für fast 200 Euro schnell und hart auf die Nase. Für den aufgerufenen Preis ist auch dieser Zwei-Kern-Prozessor mit vier Threads und frei bestimmbarem Multiplikator Anfang 2017 deshalb keine Kaufempfehlung mehr.

Der neue Core i3 hängt zwischen den Stühlen

Intel hat sich das Leben in diesem Jahr dabei selber schwer gemacht, und der größte Leidtragende ist der Core i3. Die neuen Pentium rollen mit nahezu identischem Feature-Set ab 60 Euro das Feld von unten auf, während von oben die Core i5 drücken – dort kosten die kleinsten Modelle aktuell sogar weniger als der Core i3-7350K. Einen Zwei-Kern-Prozessor zu empfehlen wäre vor diesem Hintergrund alles andere als richtig: Vier Kerne sind mehr und mehr ein Muss, sei es für Anwendungen im Alltag, aber insbesondere auch Spiele der heutigen Zeit und nahen Zukunft.

Wer Geld sparen will und/oder wem zwei echte Kerne mit Hyper-Threading wirklich reichen, der nimmt in jedem Fall den neuen Pentium (G4560)! Wer hingegen auf mehr Leistung zielt, greift mit Blick in die Zukunft direkt zum Core i5. Der Versuchung, einen Core i3 nur wegen des offenen Multiplikators zu kaufen, sollten Kunden widerstehen.

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