Intel Kaby Lake im Test: Core i7-7700K und i5‑7600K mit aggressivem Turbo 2/8

Volker Rißka 344 Kommentare

Benchmarks

Wie ComputerBase Prozessoren testet und welche Software dafür zum Einsatz kommt, kann in einem separaten Artikel nachgelesen werden.

Auf einen expliziten Test der integrierten Grafikeinheit wird nachfolgend verzichtet, da es dort keine Änderungen zu den bisherigen Ergebnissen gibt. Je nach Spiel und Anforderung ist selbst die integrierte Intel-Grafik für Full HD mit hohen Details nutzbar. Spätestens aber bei der Verringerung der Details und dem Verzicht auf qualitätssteigernde Mittel kann Anfang 2017 auch mit der Intel-Grafiklösung abseits der AAA-Titel problemlos gespielt werden.

Inklusive Vergleich Z270 gegen Z170

Der alte Core i7-6700K kam nicht nur wie gehabt auf einem Mainboards mit Z170-Chipsatz zum Einsatz, sondern auch auf dem Asus Prime Z270-A, das dem Core i7-7700K als Basis diente. Umgekehrt wurde aber auch der neue Core i7-7700K auf das alte Asus Z170-Deluxe gesetzt, um die Kompatibilität zu prüfen. Diese Sondertests sind in den Diagrammen separat dargestellt.

Gesamtergebnis

Der Core i7-7700K auf Basis von Kaby Lake ist der schnellste Vier-Kern-Prozessor, den es aktuell gibt. Sein Vorsprung auf gleichem Z270-Unterbau beträgt sieben bis acht Prozent gegenüber dem bisherigen Skylake-Flaggschiff Core i7-6700K, dadurch kann er sogar den kleinsten aktuellen Sechs-Kern-Prozessor aus eigenem Hause, den Core i7-6800K, im Schnitt über alle Tests knapp schlagen.

Der Core i5-7600K legt gegenüber dem Core i5-6600K sogar zweistellig zu, prozentual ist dort die Taktsteigerung auch größer als beim Core i7, zudem legt der Basistakt um 300 statt 200 MHz zu. Ein hoher Takt wird von vielen Anwendungen immer noch honoriert, weshalb sich das Modell mit seinen vier Kernen/Threads mit geringer taktenden Acht-Thread-Prozessoren aus den Vorgängergenerationen messen kann.

Anwendungen (Windows)

Der hohe Takt ermöglicht es dem Core i7-7700K sogar im Durchschnitt über alle Anwendungen, die kleinen Broadwell-E-CPUs mit mehr Kernen zu schlagen. Der Vorsprung gegenüber dem Vorgänger liegt ohne potentiellen Flaschenhals Grafikkarte um einen Prozentpunkt höher. Das gilt auch für den Core i5-7600K, der in den Anwendungen um zwölf anstelle zehn Prozent in Führung geht.

Anwendungen (Linux)

Unter Linux rutschen Skylake und Kaby Lake dichter zusammen, insbesondere dann, wenn der Core i7-7700K auf dem alten Z170-Mainboard zum Einsatz kommt. Das Verhalten ist reproduzierbar, ein Grund konnte bis zur Veröffentlichung des Tests aber nicht gefunden werden.

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