Kaby-Lake-Mainboard: Biostar Racing Z270GT9 mit U.2, 10GbE-LAN und M.2-Kühler

Frank Meyer 33 Kommentare
Kaby-Lake-Mainboard: Biostar Racing Z270GT9 mit U.2, 10GbE-LAN und M.2-Kühler
Bild: Biostar

Biostar macht den Anfang im Reigen der Mainboard-Hersteller und präsentiert mit dem neuen Flaggschiff-Modell Racing Z270GT9 einen Unterbau für Intels neue Prozessor-Generation. Das Besondere macht in der zweiten Generation der Racing-Serie nicht allein die Optik. Zweimal U.2 und Zusatzchip für 10GbE-LAN gehören zur Ausstattung.

Sechsmal PCIe-3.0-x16 mit Optane-Vorbereitung

Die Neuauflage der Racing-Serie-Mainboards ist über den Z270-Chipsatz und den Sockel LGA1151 kompatibel zu Intels Kaby-Lake-Prozessoren. Als neue Speerspitze im Mainboard-Aufgebot des Herstellers ist das Z270GT9 mit reichlich Zusatzfunktionen ausgestattet. So kann das ATX-Mainboard ganze sechs PCIe-x16-Slots und damit zwei mehr als das ehemalige Aushängeschild Racing Z170GT7 vorweisen. Mit 16 elektrischen Leitungen (Lanes) ist aber lediglich einer der Slots vollwertig angebunden. Ein zweiter ist elektrisch über acht PCIe-Leitungen angesteuert. Zwei weitere verfügen nur noch über vier Lanes.

Die zwei verbleibenden PCIe-Aufnahmen besitzen ebenfalls vier Lanes und werden auf der Produktseite als „Optane Ready“ beworben und sollen somit entsprechende PCIe-SSDs auf Basis der neuen Speichertechnik 3D XPoint aufnehmen. Es gilt aber noch zu klären, welche Voraussetzungen für Optane-SSDs im Detail bestehen und ob sich nicht auch andere PCIe-Slots eignen.

Für Arbeitsspeicher sind vier DDR4-Bänke vorhanden, bei Übertaktung sollen bis zu 3.600 MHz effektiver Speichertakt unterstützt werden.

Biostar Racing Z270GT9

Echte Oberklasse mit zweimal U.2 und 10GbE-LAN

Als weitere Besonderheit setzt Biostar beim Racing Z270GT9 auf gleich zwei der für PCIe-SSDs im 2,5-Zoll-Gehäuse bestimmten U.2-Schnittstellen. Genau wie der ebenfalls vorhandene M.2-Slot, welcher SSD-Module bis zu einer Länge von 80 Millimetern aufnehmen kann, sind damit Übertragungsraten von bis zu 32 Gbit/s brutto möglich. Darüber hinaus soll ein zusätzlicher Kühler bei M.2-SSDs für niedrigere Temperaturen sorgen, was im Idealfall eine temperaturbedingte Drosselung der Leistung verhindert. Sechs klassische SATA-Buchsen gehören ebenfalls noch zur Ausstattung. Verzichtet wird hingegen auf die beim Racing Z170GT7 noch viel gepriesenen SATA-Express-Anschlüsse. Für die Konnektivität sind gleich zwei Ethernet-Ports auf der Platine verlötet, von denen einer nach dem schnellen 10GbE-Standard spezifiziert ist. Beide Buchsen sind über einen Chip von Intel, einmal I219V (GbE) und X550-AT (10GbE) realisiert.

USB 3.1 über Typ-C- und Typ-A-Buchse geboten

Für die Nutzung externer Peripherie sind am I/O-Panel vier USB-3.0-Anschlüsse verbaut. Zwei weitere USB-Buchsen, einmal als Typ-C- und einmal als Typ-A-Port ausgeführt, unterstützen den schnelleren 3.1-Standard nach Gen2-Spezifikation (10 Gbit/s). Für die Ausgabe der Bildsignale stehen mit zweimal HDMI und einmal DisplayPort auch reichlich Möglichkeiten zur Auswahl. Auf eine veraltete VGA-Schnittstelle hat Biostar bei der Neuauflage hingegen verzichtet. Eine überarbeitete Audiolösung (Realtek ALC1220) gehört ebenfalls zu den Neuheiten bei der Ausstattung.

Die Optik mit LED-Beleuchtung unverändert

Biostar Racing Z270GT9
Biostar Racing Z270GT9 (Bild: Biostar)

Ein weiterhin markantes Merkmal der Racing-Serie bleibt auch beim Z270GT9 die Optik der Mainboards. Neben einer Abdeckung für das I/O-Panel und dem Zielflaggen-Muster auf der Platine, gehört zum Gesamtpaket auch die von den Racing-Mainboards der ersten Generation bekannte LED-Beleuchtung „Vivid LED“. Diese umfasst neben auf den Mainboards verlöteten LEDs einen zusätzlichen Header für den Anschluss weiterer Leuchtdioden. Zudem lässt sich über die mitgelieferte Vivid-LED-DJ-Software die Beleuchtung steuern und in verschiedene Profile speichern.

Vier weitere Racing-Modelle in der Warteschlange

Mit dem Z270GT8, Z270GT6, Z270GT4, B250GT5 und B250GT3 plant Biostar die zweite Generation der Racing-Serie umfassend aufzustellen. Dem Namensschema folgend sind die ersten drei der genannten Mainboards mit dem neuen Oberklasse-Chipsatz Z270 bestückt, während die letzten beiden mit dem B250-Chipsatz den Einstiegsbereich abdecken. Bis auf die Produktbezeichnungen hat Biostar noch keine Details genannt.

Zum Marktstart mit Intel-SSD im Paket

Das Racing Z270GT9 und das Racing Z270GT8 werden von Biostar zur Markteinführung in den USA mit einer limitierten Offerte ins Rennen geschickt. Bestandteil des Angebotes ist neben dem Mainboard eine 256 GByte SSD von Intel. Zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 399 US-Dollar wird das Racing Z270GT9 zusammen mit einer Intel 600p in Nordamerika angeboten. Für das darunter angesiedelte Schwestermodell Racing Z270GT8 liegt der Paketpreis bei 329 US-Dollar. Wann und zu welchen Preisen die neuen Racing-Mainboards auch den deutschen Einzelhandel erreichen sollen, nennt Biostar zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Das für Skylake konzipierte Schwestermodell aus der ersten Generation der Racing-Serie, das Biostar Z170GT7, ist derzeit ab einem Preis von 148 Euro erhältlich.