GeForce GTX 1050 Ti KalmX im Test: Palits passiv gekühlte Grafikkarte ist die schnellste

Wolfgang Andermahr 62 Kommentare
GeForce GTX 1050 Ti KalmX im Test: Palits passiv gekühlte Grafikkarte ist die schnellste

Einen guten Monat durfte sich die XFX Radeon RX 460 Passive Heatsink Edition „beste passiv gekühlte Grafikkarte“ nennen. Doch wie der Test zeigt, erweist sich die neue Palit GeForce GTX 1050 Ti KalmX als nochmals ein gutes Stück besser.

Die einzige GeForce ihrer Art

Passiv gekühlte Grafikkarten auf Basis von AMD Polaris oder Nvidia Pascal? Viele Monate lang gab es sie nicht. Wer ein Modell dieser Art kaufen wollte, musste zu einer veralteten GPU-Technologie greifen. Erst im Dezember 2016 schickte XFX mit der Radeon RX 460 Passive Heatsink Edition eine passiv gekühlte Grafikkarte auf Basis der aktuellen GPU-Generation Polaris auf den Markt. Und im Test der XFX Radeon RX 460 Passive Heatsink Edition stellt sich die Neuauflage sofort als neuer Platzhirsch heraus. Bis heute.

Denn Palit schickt mit der GeForce GTX 1050 Ti KalmX eine weitere passiv gekühlte Grafikkarte auf Basis einer aktuellen GPU, in diesem Fall Nvidia Pascal, ins Rennen. Bei der Spieleleistung sollte die GeForce GTX 1050 Ti der Radeon RX 460 klar überlegen sein. Ob dies auch für die Kühllösung gilt, klärt der Test.

Die Palit GeForce GTX 1050 Ti KalmX im Test

Die Palit GeForce GTX 1050 Ti KalmX verzichtet als passiv gekühlte Grafikkarte auf einen Lüfter und setzt zum Ausgleich auf einen mächtigen Dual-Slot-Kühlkörper, der den der Variante von XFX noch deutlich übertrifft. Durch den Kühler wird die Grafikkarte mit 18,5 Zentimeter zwar nicht unbedingt länger als ein Modell mit Luftkühler wie die Palit GeForce GTX 1050 Ti StormX, aber mit 14 Zentimeter doch deutlich breiter. Das ist vor dem Kauf in jedem Fall zu beachten, da es zu Problemen beim Einbau in ein Gehäuse kommen kann.

Radiator mit großem Lamellenabstand

Der Kühlkörper trägt 42 Lamellen aus Aluminium, die von zwei Heatpipes durchzogen sind, die in einer Bodenplatte aus Kupfer münden. Die Lamellen sind höher als die 33 Lamellen auf der passiv gekühlten Radeon RX 460 von XFX, die Oberfläche des Kühlers also deutlich größer. Eine Kupferbasis bietet zudem nicht einmal die auf Performance ausgelegte Asus GeForce GTX 1050 Ti Strix. Weil eine geringere Leistungsaufnahme eine geringere Temperaturentwicklung bedeutet, verzichtet Palit auf einen Stromstecker.

Die Taktraten sind aufgrund des passiven Kühlers konservativ gewählt

Entsprechend konservativ sind auch die Taktraten gewählt. Der Basis-Takt der GP107-GPU auf der Palit GeForce GTX 1050 Ti KalmX beträgt 1.291 MHz, maximal taktet die Karte im Test mit 1.759 MHz. Das ist das Niveau einer Referenzkarte. Der 4.096 MB große Speicher, der von Micron stammt, arbeitet ebenfalls mit den gewöhnlichen 3.504 MHz.

Auf dem Slotblech hält sich Palit an die Standardkost für eine GeForce GTX 1050 Ti: Die KalmX kommt mit einem Dual-Link-DVI-, einem HDMI-2.0b- sowie einem DisplayPort-1.4-Ausgang daher.

Die passive Palit GeForce GTX 1050 Ti KalmX im Vergleich zu zwei Partnerkarten
Merkmal Palit GeForce GTX 1050 Ti
KalmX
Palit GeForce GTX 1050 Ti
StormX
Asus GeForce GTX 1050 Ti
Strix OC
Karte PCB-Design Palit Palit Asus
Länge 18,5 cm 17,0 cm 24,0 cm
Stromversorgung 1 × 6-Pin
Kühler Design Palit, 2 Slot Palit, 2 Slot Asus, 2 Slot
Kühlkörper 2 Heatpipes
Alu-Radiator, Kupfer-Kern
Alu-Kern, Alu-Radiator 2 Heatpipes, Alu-Kern, Alu-Radiator
Lüfter 1 × 75 mm (axial) 2 × 95 mm (axial)
Lüfter abgeschaltet (2D) nicht möglich Nein Ja
Takt GPU-Basis 1.291 MHz 1.291 MHz 1.380 MHz
GPU-Maximum 1.759 MHz 1.734 MHz 1.835 MHz
GPU im Idle-State 139 MHz 139 MHz 240 MHz
Speicher 3.500 MHz 3.500 MHz 3.500 MHz
Speichergröße 4.096 MB GDDR5 4.096 MB GDDR5 4.096 MB GDDR5
Anschlüsse 1 × Dual-Link-DVI
1 × HDMI 2.0b
1 × DisplayPort 1.4
1 × Dual-Link-DVI
1 × HDMI 2.0b
1 × DisplayPort 1.4
2 × Dual-Link-DVI
1 × HDMI 2.0b
1 × DisplayPort 1.4

Zwei Jahre Garantie im Handel

Palit bietet auf alle Grafikkarten und damit auch die GeForce GTX 1050 Ti KalmX eine Garantie von zwei Jahren ab dem Kaufdatum. Die Garantie wird über den Händler abgewickelt. Der Hersteller ist direkt nicht zu erreichen.

Genauere Details zur Garantie von allen Grafikkartenherstellern finden sich auf einer separaten Übersicht auf ComputerBase.

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