freenet TV: USB-TV-Stick empfängt verschlüsseltes DVB-T2 HD

Jan-Frederik Timm 124 Kommentare
freenet TV: USB-TV-Stick empfängt verschlüsseltes DVB-T2 HD
Bild: Freenet TV

Freenet hat einen ersten USB-Stick zum Empfang von DVB-T2 HD vorgestellt, der neben den öffentlich rechtlichen Kanälen auch die per Irdeto verschlüsselten privaten Kanäle empfängt. Bereits ab dem 23. März und damit noch rechtzeitig zur Abschaltung von DVB-T am 29. März wird der USB-Stick im Handel erhältlich sein.

Der erste USB-TV-Stick für privates DVB-T2 HD

Der USB-Stick setzt USB 2.0 auf einem PC mit Windows 7 oder macOS 10.9 voraus. Die Software von Windows liegt bereits in einer finalen Version bei, die Software für macOS ist noch eine Beta. Kurz nach dem Start soll aber auch hier die Testphase verlassen werden. Derzeit noch nicht möglich sind Aufnahmen, per Software-Update soll das aber später auf der Festplatte des angeschlossenen Gerätes möglich sein.

Der USB-Stick ist nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden, zum Empfang der kostenpflichtigen Kanäle ist allerdings ein eigener Voucher erforderlich. Eine Einschränkung gibt es auch bei der kostenlosen Nutzungsphase der privaten DVB-T2-Kanäle: Auf Set-Top-Boxen beträgt sie drei Monate, bei den USB-Sticks nur einen. Zu den technischen Daten des USB-Sticks wie dem verwendeten SoC und seinem Stromverbrauch hat Freenet noch keine Informationen bekannt gegeben.

Ab Morgen für 59,99 Euro im Handel

Bisher im Handel erhältliche USB-Sticks zum Empfang von DVB-T2 können maximal die unverschlüsselt ausgestrahlten HD-Kanäle der öffentlich rechtlichen Sender darstellen, die Darstellung der verschlüsselten privaten Kanäle ist eine Premiere für den Stick von freenet TV. Die günstigsten Angebote der älteren Sticks am Markt liegen aktuell zwischen 40 und 50 Euro, der freenet TV USB TV-Stick wird 59,99 Euro kosten, Conrad hat ihn bereits in das Sortiment aufgenommen. Ab Mitte 2017 soll für den Stick auch Freenet TV Connect zur Verfügung stehen.

Freenet TV Connect bietet mehr Inhalte über IPTV

Freenet TV Connect löst die Multithek ab. Der Dienst integriert IP-Inhalte wie die Mediatheken der Sender oder separate Anbieter wie Spiegel TV in einer einheitlichen Oberfläche. Zum Start werden alle Zusatzinhalt kostenlos zur Verfügung stehen. Dass sich mittelfristig Bezahlmodelle etablieren, ist allerdings nicht ausgeschlossen. Voraussetzung für die Nutzung von Freenet TV Connect ist ein kompatibles Endgerät wie eine Set-Top-Box oder ein USB-Stick, der über einen Internetzugang verfügt. 3 Mbit/s nennt Freenet TV als sinnvolle Mindestbandbreite, auch bei 2 Mbit/s sollen die Streams aber ohne Aussetzer auf niedrigerer Qualität ausgeliefert werden können.