AMD Ryzen & Intel Core i: DDR4-3200 bringt in Spielen teils mehr als eine teurere CPU 2/3

Wolfgang Andermahr 365 Kommentare

Benchmarks in 720p, 1.080p und 2.160p

Als Mainboards kamen das Asus Z270-A (BIOS: 0906) für Kaby Lake, das Asus ROG Strix X299-E (BIOS: 0501) für Skylake-X und das Asus ROG Crosshair VI Hero (BIOS: 1401 mit AGESA 1.0.0.6) für AMD Ryzen zum Einsatz. Als Grafikkarte war die Asus GeForce GTX 1080 Ti Strix OC (Test) verbaut. Abgesehen vom Speicher liefen sämtliche Komponenten mit den offiziell vorgesehenen Frequenzen und Einstellungen.

Acht Spiele, drei Auflösungen und jeweils zwei Messwerte pro Prozessor

Als Spiele wurden Battlefield 1 im Multiplayer-Modus, Dawn of War III, F1 2016, Ghost Recon: Wildlands, Prey, Project Cars, Rise of the Tomb Raider sowie Total War: Warhammer genutzt. Alle wurden auf einem mit allen Updates versehenen Windows 10 ausgeführt.

Sämtliche Prozessoren und Speicher wurden in den Auflösungen 1.280 × 720, 1.920 × 1.080 sowie 3.840 × 2.160 bei maximaler Detailstufe unter DirectX 11 getestet. Damit wurden drei verschiedene Lastszenarien (CPU-lastig, ausgeglichen, GPU-lastig) sowie realitätsferne und realitätsnahe Einstellungen getestet. Die Ergebnisse werden als Durchschnitts-FPS sowie als in FPS umgerechnete 99,0th Percentile Frametimes angegeben.

FPS in der Analyse

Ein schnellerer Arbeitsspeicher bringt auf den getesteten Plattformen zusätzliche Performance. Auch in Spielen. Und auch wenn die CPU ein Quad-Channel-Interface bietet. Am meisten profitieren kann allerdings der Ryzen 5 1600X: Mit DDR4-3200 anstatt mit DDR4-2666 legt die AMD-CPU in 1.280 × 720 durchschnittlich um sieben Prozent bei den Durchschnitts-FPS zu. Damit arbeitet der Prozessor in Spielen schneller als ein Ryzen 7 1800X mit DDR4-2666.

Auch der größte Ryzen 7 gewinnt mit DDR4-3200 an Performance und wird um drei Prozent schneller, mit demselben Speicher hat er also weiterhin die Führung inne. Auch gegenüber Intel: Denn anders als beim vom Hersteller vorgegebenen Maximaltakt liegt der Ryzen 7 1800X dann zwei Prozent vor dem Core i7-7800X mit DDR4-3200 anstatt ein Prozent zurück.

Apropos Core i7-7800X: Dieser gewinnt mit dem hohen Speichertakt drei Prozent an Leistung, obwohl er von DDR4-2400 und damit von einem langsameren Modul kommt. Allerdings verfügt der Prozessor aufgrund des Quad-Channel-Interfaces ohnehin über eine höhere Bandbreite, von noch mehr Bandbreite durch noch mehr Takt profitiert er deshalb weniger. Der Core i5-7600K mit schlankerem Dual-Channel-Interface legt beim Wechsel von DDR4-2400 auf -3200 wiederum um sechs Prozent zu und bietet in Spielen dann etwas mehr Leistung als der Ryzen 5 1600X und der Ryzen 7 1800X mit Arbeitsspeicher nach Herstellervorgaben.

In höheren Auflösungen rücken die Kandidaten dann näher zusammen, weil die Grafikkarte zunehmend zum Flaschenhals wird. Dennoch bringt auch in höheren Auflösungen ein schnellerer Speicher zumindest noch ein kleines Plus an Performance, sodass alle vier Prozessoren mit DDR4-3200 schneller sind als die vier CPUs mit dem langsameren Speicher.

Frametimes in der Analyse

Bezüglich der Frametimes bringt ein höherer Speichertakt bei allen Prozessoren zwar nicht denselben, aber einen vergleichbaren Vorteil. Mal bringt DDR4-3200 im Vergleich zu den Durchschnitts-FPS ein Prozent weniger Vorteil und mal ein Prozent mehr. Auch aus dieser Perspektive ist es so, dass günstigere Prozessoren mit schnellerem Speicher gleichauf oder nur minimal hinter den teureren Varianten mit langsamerem Speicher liegen – der Ryzen 5 1600X schiebt sich erneut am Ryzen 7 1800X vorbei. Auffälligkeiten gibt es keine.

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