Total War Saga: Spin-Off-Serie widmet sich historischen Wendepunkten

Max Doll 20 Kommentare
Total War Saga: Spin-Off-Serie widmet sich historischen Wendepunkten
Bild: Sega

Der Ableger „Saga“ wird die Marke Total War um Spiele erweitern, die nicht länger ganze Epochen in den Mittelpunkt stellen. Stattdessen erhalten Wendepunkte der Geschichte mit besonderer Bedeutung einen Platz im Rampenlicht.

Spiele mit der Bezeichnung „Total War Saga“ sollen nach Planung des Entwicklers die Serie zusätzlich erweitern, sie treten neben Ableger, die sich wie zuletzt Total War: Attila (Test) für Total War: Rome, auf einzelne historische Persönlichkeiten konzentrieren und werden das „Epochenspiel“ in eine weitere Richtung ergänzen – historische Wendepunkte würden nicht notwendigerweise von einzelnen Charakteren verantwortet, schreibt Creative Assembly. In den Augen der Entwickler eignen sich etwa Bürgerkriege, große Eroberungen, Rebellionen, religiöse Bewegungen und Aufstände als denkbare Szenarien.

Kurzer Zeitraum, gleiche Länge

Total War Saga beschränkt sich auf einen für die Serie extrem kurzen Zeitraum von wenigen Monaten, maximal sollen „ein paar Jahrzehnte“ betrachtet werden. Dabei wird auch der geographische Raum stärker eingeschränkt. Dieser engere Blick auf vergangene Ereignisse ist nicht gleichbedeutend mit einem kürzeren Spiel oder weniger Fraktionen, versprechen die Entwickler, die den gewonnen Raum ersatzweise für mehr Details nutzen wollen. Der Umfang soll etwa demjenigen von Total War: Attila entsprechen.

Die Größe der Spielwelt unterscheide sich für den ersten Ableger nicht von der in Total War: Attila und auch die Länge der Kampagne soll bekannte Dimensionen erreichen. Als Beispiel für den Ansatz wird die Auskopplung Fall of the Samurai für Total War: Shogun 2 genannt. Dabei hebt das Studio insbesondere die Eignung solcher Momente für die Serie hervor. Es handle sich hierbei um „Pulverfässer“, die eine Menge möglicher Ausgänge haben könnten. Diese zahlreichen Möglichkeiten, den historischen Konjunktiv, sollen Spieler erkunden dürfen.

Falschen Erwartungen an die neuen Spiele wird mit deutlichen Worten vorgebeugt. Total War Saga wird „keine revolutionären neuen Spiele hervorbringen oder brandneue Epochen“ einführen. Angekündigt wird der bekannte Mix aus rundenbasiertem Kampagnenverlauf mit Echtzeitschlachten und „hunderten, wenn nicht tausenden Stunden Gameplay“ – allerdings fokussiert auf einen einzelnen, herausragenden Moment der Geschichte. Das Ziel ist es, vorangegangene Titel zu ergänzen und sich zumindest in Nachbarschaft zu deren Epochen zu bewegen.

Erster Wendepunkt bleibt unbekannt

Welches Spiel zu welchem Ereignis die Spin-Off-Serie debütieren lässt, wollte Creative Assembly noch nicht verraten. Es soll sich aber um einen „geistigen Nachfolger“ für Total War: Rome 2 handeln, der die Epoche wie Total War: Attila voranschreiten lässt. Um das nächste große, bereits ähnlich nebulös angekündigte Total-War-Strategiespiel handelt es sich bei dem Projekt ausdrücklich nicht; der Titel soll vielmehr helfen, die Wartezeit zu überbrücken.