Wochenrückblick: Mining, Mining und der Identity Leak Checker

Jan-Frederik Timm 24 Kommentare
Wochenrückblick: Mining, Mining und der Identity Leak Checker

Mining bleibt das bestimmende Thema unter Hardware-Enthusiasten: Der Bericht „Mining mit Grafikkarten: Ethereum schürfen im Selbstversuch“ ließ in den vergangenen sieben Tagen alle weiteren Tests und Berichte weit hinter sich. Bei den News konnte allerdings das Thema Online-Sicherheit die meisten Zugriffe sammeln.

Was steckt hinter dem Mining-Hype

Für Enthusiasten ist Mining schon länger ein Thema, aber zuletzt hat der Einsatz von GPUs „zum Geld verdienen“ auch weitere Kreise der Bevölkerung erreicht. Ein riesiger Hype – aber was steckt genau dahinter? Das blieb bei der Berichterstattung lange auf der Strecke. Um die Wissenslücke zu füllen, hat sich die Redaktion von ComputerBase über die letzte Woche selbst im Minen von Ethereum versucht, knapp 0,3 Ether (Kurswert circa 85 US-Dollar) wurden geschürft. Doch bis es so weit war, ist ComputerBase immer wieder auf neue Fragestellungen und Hürden gestoßen – so einfach ist das mit dem Mining am Ende nämlich doch nicht.

Nicht minder interessant, aber derzeit eben kein Hype, war der Besuch des schnellsten deutschen Supercomputers an der Universität Stuttgart und der Test der digitalen Fähigkeiten des neuen 5er von BMW.

500 Millionen Online-Identitäten im Darknet verfügbar

Bis zum Freitag sah es auch bei den News nach einem ersten Platz für das polarisierende Thema aus. Doch auf der Zielgerade konnte dann doch noch ein Thema aus dem Bereich Sicherheit im Internet daran vorbei ziehen: Das BKA hatte bekannt gegeben, dass es mittlerweile eine 500 Millionen „Online-Identitäten“ umfassende Datenbank im Darknet gibt. Online-Identitäten umfassen Informationen über E-Mail-Adresse und die dazu passenden Passwörter sowie in manchen Fällen auch weitergehende Information wie Adresse oder Zahlungsinformationen. Ihre Quelle sind meistens gehackte Datenbanken von Unternehmen, ein besonders prominenter Fall sind die Zugangsdaten von Adobe.com aus einem Hack von 2013.

Selbsttest: Ist mein Login online?

Wer wissen will, ob sich die eigenen Daten in dem Leck befinden, kann den Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts nutzen. Das BKA hat alle betroffenen E-Mail-Adressen und Passwörter integriert. Außerdem enthält das Tool noch die Daten von weiteren Hacker-Angriffen, die das BKA in den letzten Jahren aufgedeckt hat. Sofern der Check anschlägt, sollte man nicht nur die Passwörter bei den betroffenen Diensten ändern, sondern bei allen mit denselben Zugangsdaten.

Auf dem 2. Platz fand sich in dieser Woche dann allerdings erneut das Thema Preise bei Grafikkarten wieder, in diesem Fall allerdings nicht bei gebrauchten Modellen auf eBay, sondern Neuware: Gegenüber dem letzten Monat sind die Preise für Grafikkarten durch Mining abermals um 60 bis 100 Euro gestiegen. Parallel dazu werden auch Mainboards mit vielen PCIe- und M.2-Slots teurer und knapp, Netzteile mit über 1.000 Watt sind kaum noch zu bekommen.

Vega und das Gegenmittel gegen Chaos

Für die ebenfalls viel gelesen und heiß diskutierte Meldung zu ersten handfesten Größenangaben der Vega-GPU blieb da nur noch der dritte Platz. An dieser Stelle auch noch einmal die Erinnerung: Um das Chaos durch Spiele-Benchmarks ohne RX Vega nicht auf ComputerBase überschwappen zu lassen, wird die Redaktion über die kommenden Wochen gezielt nur ausgewählt und mit kritischer Einordnung über die Flut der zum Teil haarsträubenden Gerüchte berichten.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!