Linux: KDE Connect jetzt auch für die Gnome-Shell

Ferdinand Thommes 11 Kommentare
Linux: KDE Connect jetzt auch für die Gnome-Shell
Bild: Lee Coursey | CC BY 2.0

KDE Connect zum Verbinden von Desktop, Android-Smartphones und Tablets sowie BlackBerry-Geräten lässt sich über die Erweiterung MConnect nun nativ und ohne Umwege in der Gnome Shell einsetzen. Bisher war dazu das Paket indicator-kdeconnect nötig, um KDE Connect etwa mit den Desktops GNOME, Xfce, Unity und Pantheon einzusetzen.

KDE Connect wurde, wie der Name bereits andeutet, für die KDE-Plattform entwickelt. Über die App-Indikatoren von Unity war die Anwendung auch für Unity und andere Desktop-Umgebungen verfügbar. Allerdings war mit dem KDE Connect Indicator nur ein Teil der Funktionalität der Anwendung verfügbar. Das will MConnect, eine neue Erweiterung der Gnome-Shell jetzt ändern. Dabei wird ein Projekt gleichen Namens benutzt, welches das KDE-Connect-Protokoll in Vala/C implementiert.

Frühe Phase

Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Projekt noch nicht bei den Gnome-Erweiterungen verzeichnet und muss von GitHub aus heruntergeladen werden. Eine Installationsanleitung ist auf der Projektseite zu finden. Allerdings reicht die Installation der Shell-Erweiterung nicht aus, es muss auf dem Desktop auch KDE Connect oder MConnect installiert werden. Auf dem Android-Gerät reicht die Installation der KDE-Connect-App.

Nützliche KDE-App

KDE Connect erleichtert die Einbindung von Android- und BlackBerry-Geräten auf dem Desktop. Nachdem das Gerät mit dem Desktop gepaart ist, stehen viele Funktionen bereit, um Daten auszutauschen oder den Akkustand im Auge zu behalten. Eingehende Anrufe regeln die Lautstärke laufender Media-Player herunter und blenden sie nach Ende des Gesprächs wieder aus. SMS-Nachrichten lassen sich am Desktop beantworten. Die Einbindung in den KDE-Dateimanager Dolphin erleichtert den Datenaustausch in beide Richtungen.

Derzeit beherrscht MConnect noch nicht alle Funktionen des Vorbilds. Als Dateimanager lässt sich derzeit nur Nautilus einbinden. Dort klinkt sich die Erweiterung in das Kontextmenü ein. Ein Ping auf das Gerät funktioniert auch noch nicht. In den Einstellungen lässt sich vorgeben, ob KDE Connect oder MConnect die Verbindung der Geräte herstellen soll. Zudem kann der Anwender entscheiden, ob der Dienst automatisch gestartet wird. In den nächsten Tagen sollte die Erweiterung auch über die Gnome-Extensions-Webseite verfügbar sein.