Seamless Panoramas: Google macht Street View schöner

Nicolas La Rocco 29 Kommentare
Seamless Panoramas: Google macht Street View schöner
Bild: Google

Bereits zehn Jahre ist es her, dass Google mit Street View Panoramen von Städten und mittlerweile einem Großteil der Erde anbietet. Jetzt durchlaufen die Milliarden von Bildern einen neuen Algorithmus, damit Übergange zwischen den einzelnen Fotos nicht mehr auffallen. In Zukunft werden alle neuen Aufnahmen dadurch verbessert.

Street View nennen sich Googles Panoramafotos, die mit Hilfe einer „Rosette“ genannten 360-Grad-Kamera erstellten werden. Den Kamera-Turm montiert Google schon lange nicht mehr nur auf Autos, die durch Städte fahren, sondern schnallt sie auch Wanderern als Rucksack um, um abgelegene Regionen zu Fuß zu erkunden.

Zahlreiche Orte der Welt lassen sich so virtuell besuchen, nicht immer gelingen Google die Fotos aber perfekt. Schuld daran sind bisher unschöne Übergänge zwischen den einzelnes Fotos, die entstehen, wenn die Bilder der einzelnen Kameras nicht perfekt zusammengefügt werden können. Ein neuer Algorithmus soll Abhilfe schaffen und alle bisher geschossenen Aufnahmen qualitativ verbessern. Google erklärt, der neue Algorithmus sei vor kurzem der Stitching-Pipeline von Street View hinzugefügt worden.

Google sucht nach Übereinstimmungen in den einzelnen Bildern, um Fixpunkte zu schaffen, an denen sich für Stitching orientiert werden kann. Findet der Algorithmus nicht genügend Punkte in einer Aufnahme, wird diese nicht für die weitere Berechnung verwendet. Im Nachgang verformt Google die gesamten Bilder noch geringfügig, damit das vollständige Bild korrekte Übergänge und zudem keine verzogenen Strukturen zeigt. Aufgrund der nur geringfügigen Überlappungen der einzelnen Objektive sei dies ein aufwendiger Prozess. Downsampling soll während den Berechnungen dabei helfen, den Rechenaufwand vergleichsweise gering zu halten.

Das bessere Endergebnis demonstriert Google anhand einiger Beispielaufnahmen, zum Beispiel der Tower Bridge in London, der Christusstatue von Rio de Janeiro, dem Sydney Opera House oder eines parkenden Autos in der Innenstadt von Seattle.