SanDisk & WD: Schnelle SSDs für unterwegs und 1‑TB‑USB‑C‑Prototyp

Frank Hüber 20 Kommentare
SanDisk & WD: Schnelle SSDs für unterwegs und 1‑TB‑USB‑C‑Prototyp
Bild: SanDisk

Zur CES 2018 zeigen Western Digital und SanDisk neue externe Speicherlösungen wie den kleinsten USB-Stick mit 1 TB Speicherkapazität und externe SSDs mit WLAN oder USB 3.1 Gen 2. Zudem erweitert WD die Funktionen der My Cloud Home um einen Sprachzugriff via Amazon Alexa.

Immer kleinere USB-Sticks mit hoher Kapazität

Bei dem nach eigenen Angaben weltweit kleinsten USB-Stick mit einer Speicherkapazität von 1 TB und USB-C-Anschluss handelt es sich allerdings noch um einen Prototypen als Vorschau auf kommende Produkte.

Der USB-Stick trägt deshalb anders als das weltweit kleinste Modell mit 256 GB, das auf die Bezeichnung „SanDisk Ultra Fit USB 3.1 Flash Drive“ hört, noch keinen Namen. USB wird nach dem Standard USB 3.1 Gen 1 (ehemals USB 3.0) unterstützt und als Anschluss dient USB-A. Die Lesegeschwindigkeit soll bei bis zu 130 MB/s liegen. Die 256-GB-Version des SanDisk Ultra Fit USB 3.1 kostet 150 US-Dollar.

Externe SSD mit 802.11ac und Kartenleser

Wie auch Seagate möchte WD auch den Bedarf mobiler Speicherlösungen ohne den Weg über einen PC zum Kopieren der Daten bedienen, wie ihn beispielsweise Drohnen-Benutzer bevorzugen. Hierfür bringt Western Digital zwei externe SSDs auf den Markt – und setzt anders als Seagate somit nicht auf HDDs. Die WD My Passport Wireless SSD kopiert Daten von einer SD-Karte per Knopfdruck mit bis zu 65 MB/s auf den internen Speicher und soll eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden aufweisen, wobei angeschlossene Smartphones oder Tablets über den internen Akku aufgeladen werden.

Über die My-Cloud-App können auf der SSD gespeicherte Fotos und Videos betrachtet oder vom Smartphone und Tablet auf die SSD übertragen werden. Über USB 2.0 lassen sich auch externe Kartenleser oder USB-Sticks zum Übertragen von Inhalten an die SSD anschließen. Die My Passport Wireless SSD baut hierfür eine eigene WLAN-Verbindung nach 802.11ac-Standard mit bis zu fünf Endgeräten gleichzeitig auf.

Während Smartphones und Tablets nur über WLAN auf die SSD zugreifen können, kann sie für den Transfer von Daten am Computer auch per Kabel verbunden werden. Das 135 × 135 mm große Gehäuse soll Stürze aus bis zu einem Meter Höhe abfangen. An einen PC sollen die Daten mit bis zu 390 MB/s über USB 3.0 übertragen werden. Die WD My Passport Wireless SSD wird in Kapazitäten von 250 GB, 500 GB, 1 TB und 2 TB ab Mitte Februar verfügbar sein. Die Preise liegen bei 230, 300, 500 und 800 US-Dollar.

Schnelle externe SSD von SanDisk

Die neue SanDisk Extreme Portable SSD mit USB-C-Anschluss bietet hingegen dank USB 3.1 Gen 2 Übertragungsraten von bis zu 550 MB/s. Sie ist ebenfalls in Kapazitäten von 250 GB, 500 GB, 1 TB und 2 TB erhältlich. Intern ist die SSD per M.2-SATA angebunden.

Sprachsteuerung für WD My Cloud Home

Die bereits erhältliche Speicherlösung für Zuhause, die WD My Cloud Home, erweitert WD hingegen per Update um Sprach-aktivierte Media-Streaming-Funktionen. So können auf der Festplatte gespeicherte Musikdateien beispielsweise über Amazon Alexa wiedergegeben werden. Zudem unterstützt die My-Cloud-Home-App nun Google Chromecast, um Videos an ein Chromecast zu übertragen.

Die Sicherheitslücke aus dem letzten Jahr, bei der bestimmte Produkte der My-Cloud-Serie von außen über ein fest hinterlegtes Admin-Passwort erreichbar waren, hat WD im November 2017 geschlossen und entsprechende Sicherheitsupdates bereitgestellt. Benutzern wird weiterhin dazu geraten, die Firmware zu aktualisieren, falls noch nicht erfolgt. Die WD My Cloud Home war hiervon nicht betroffen.