Wochenrückblick: AMDs Notebook-Comeback und Lücken in CPUs und PS4

Frank Hüber 5 Kommentare
Wochenrückblick: AMDs Notebook-Comeback und Lücken in CPUs und PS4

In der letzten Woche stand die CPU-Kühlung im Fokus: Einerseits für AMDs Raven Ridge in Form des Ryzen 5 2500U im Acer Swift 3, andererseits in Form des Boxed-Kühlers AMD Wraith Spire. Zudem beschäftigen die CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre weiterhin das Geschehen. Bei der PS4 führt eine Lücke hingegen zum Jailbreak.

Auf Platz Eins der Rangliste der meistgelesenen Tests der vergangenen Woche liegt der Test des AMD Ryzen 5 2500U im Acer Swift 3. Die Kombination aus Zen-CPU-Kernen und Vega-GPU aka „Raven Ridge“ soll Intel nach Jahren der Abgeschlagenheit wieder Konkurrenz im Notebook-Sektor machen. Der Test bestätigt eindrucksvoll, dass AMD bei der Grafikleistung deutlich vor Intel liegt, es aber auch sehr auf die Kühlung des Notebooks ankommt, ob sich AMD vor Intel platzieren kann. Sobald diese nicht mehr ausreicht, fällt die Leistung von Raven Ridge deutlich. Weitere Notebooks müssen zeigen, wie sich Raven Ridge in der Praxis etablieren kann.

Auf dem zweiten Platz liegt der Test des Boxed-Kühlers AMD Wraith Spire im Vergleich zum Wraith Max. Als Boxed-Kühler macht der Wraith Spire eine gute Figur und kann die CPU adäquat kühlen. Dennoch ist er keine Konkurrenz für ausgewachsene Tower-Kühler. Denn für die ausreichende Kühlung muss er insbesondere im Sommer oder mit heizender Grafikkarte im Gehäuse den Lüfter aufdrehen. Ein flüsterleiser PC unter Volllast lässt sich so nicht realisieren. Eine für einen Boxed-Kühler erstaunlich hohe Leistung kann hingegen dem Wraith Max bescheinigt werden – er ist nur kaum erhältlich.

Auf dem ersten Platz der News-Charts liegt hingegen die umstrittene und hitzige Diskussion um Rainbow Six: Siege, die von VG247 aus gelöst wurde, da sie den Shooter scharf kritisieren und aufgrund des Spielsystems und der Monetarisierung propagieren, das Spiel „hasst neue Spieler“.

Ebenfalls auf großes Interesse stieß die Meldung, dass der von Intel in zukünftigen CPUs angekündigte Hardware-Fix für Spectre nur optional aktiv sein wird. CEO Brian Krzanich hatte im Gespräch mit Analysten zu den jüngsten Rekord-Quartalszahlen erneut erklärt, dass Intel derzeit primär an einer Softwarelösung für Meltdown und Spectre arbeitet, parallel dazu aber auch Anstrengungen unternommen werden, diese direkt in die Hardware zu integrieren.

Sorgen diese Fehler weltweit nicht nur bei Administratoren für viel Ärger, stehen viele Nutzer den Lücken in Sonys PlayStation-4-Firmware sehr viel aufgeschlossener gegenüber, ermöglichen sie doch in einem nunmehr gelungenen Jailbreak das Ausführen von eigener Software und das Abspielen von Sicherheitskopien von PS4-Spielen – und sogar PS2-Spielen per Emulator, den Sony selbst für die PlayStation-Classic-Spiele, die im Shop heruntergeladen werden können, in der Software implementiert hat.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!