Far Cry 5 im Test: Benchmarks und Eindrücke aus der schönen Sandbox 3/6

Wolfgang Andermahr et al. 181 Kommentare

Geringe Anforderungen an den Grafikspeicher

Far Cry 5 bietet sehr gute bis ordentliche Texturen – richtige Aussetzer sind während des Testens nicht aufgefallen. Vor allem in hohen Auflösungen sind die Oberflächen teils knackscharf. Die Speicheranforderungen an die Grafikkarte halten sich dafür in Grenzen. Sowohl für 1.920 × 1.080 als auch 2.560 × 1.440 reichen 4.096 MB aus. Für 3.840 × 2.160 sollten es dann 6.144 MB sein, denn auf Vier-Gigabyte-Modellen kommt es ab und zu zu Rucklern.

Grafikkarten-Empfehlungen für Far Cry 5

Far Cry 5 benötigt als First-Person-Shooter eine gewisse Framerate. Unter 45 FPS sollte diese im Schnitt nicht fallen, ansonsten wird vor allem die Maussteuerung träge. Mit etwa 60 FPS wird das Spielgefühl noch einmal deutlich besser. Noch höhere Frameraten bringen dann Vorteile durch eine direkte Steuerung und fühlen sich bei Monitoren mit einer höheren Bildwiederholfrequenz als 60 Hz auch noch besser an.

Empfehlungen anhand FPS & Frametimes für die genutzten Einstellungen
gut spielbar annehmbar spielbar
1.920 × 1.080
AMD ab Radeon RX 580 ab Radeon RX 570
ab Radeon R9 390
Nvidia ab GeForce GTX 1060
ab GeForce GTX 970
ab GeForce GTX 1060
ab GeForce GTX 970
2.560 × 1.440
AMD ab Radeon RX Vega 56 ab Radeon RX Vega 56
Radeon RX 580
Radeon R9 Fury X
Nvidia ab GeForce GTX 1070 ab GeForce GTX 1070
3.840 × 2.160
AMD Nicht möglich Radeon RX Vega 64
Nvidia GeForce GTX 1080 Ti GeForce GTX 1080 Ti

Prozessor-Benchmarks von 2 bis 10 Kerne

Auf einer GeForce GTX 1080 Ti FE mit maximiertem Power- und Temperature-Target hängt die DirectX-11-Engine von Far Cry 5 in 1.920 × 1.080 zu einem großen Teil ausschließlich im CPU-Limit. Hier zeigt sich allerdings, dass Ubisoft auf eine gute Mehrkern-Optimierung geachtet hat. Denn der Core i7-8700K mit sechs Kernen bietet eine 80 Prozent bessere Framerate und gar 118 Prozent bessere Frametimes als der Pentium G4560 mit nur zwei Kernen.

Neben dem Core i7-8700K sollten eigentlich noch mehrere AMD-Ryzen-Prozessoren in Far Cry 5 getestet werden. Leider machte jedoch der Kopierschutz des Spiels dem Plan einen Strich durch die Rechnung, da sich das Spiel nach den erfolgten Wechseln nicht mehr hat aktivieren lassen – Denuvo schritt ein.

Sämtliche anderen Testteilnehmer sind deutlich langsamer als Intels Topmodell für Spieler. Bereits der Core i5-8400 ist elf (FPS) beziehungsweise zwölf Prozent (Frametimes) langsamer. Der Core i3-8100 mit vier Kernen liegt um weitere 17 Prozent bis 31 Prozent zurück. Ob das Spiel auch von mehr als sechs Kernen profitieren kann, ist unklar. Denn der Core i9-7900X verfügt zwar über zehn Kerne, anscheinend kommt Skylake-X mit dem neuen Mesh-Interconnect aber nicht gut in Far Cry 5 zu recht. Sowohl Core i7-8700K als auch Core i5-8400 sind deutlich schneller, einzig der Core i3-8100 wird um acht beziehungsweise 20 Prozent geschlagen.

In 3.840 × 2.160 mit dem Hoch-Preset zeigen sich dann deutlich kleinere Unterschiede auf der GeForce GTX 1080 Ti. Bei der Framerate gibt es quasi keine Unterschiede mehr, bei den Frametimes gibt es immerhin noch eine Differenz von insgesamt 15 Prozent. Ab dem Core i5-8400 kann die Grafikkarte maximal ausgelastet werden. Der Core i9-7900X kommt im GPU-Limit interessanterweise noch weniger zurecht als im CPU-Limit und arbeitet kaum noch schneller als der Pentium G4560.

Prozessoren mit zwei Kernen sind für Far Cry 5 nicht empfehlenswert

Die Benchmarks zeigen, dass ein Zweikern-Prozessor wie der Pentium G4560 nicht empfehlenswert für Far Cry 5 ist. Ab einer Vier-Kern-CPU wie dem Core i3-8100 gibt es aber keine Unterschiede mehr in der Spielbarkeit, schon aber in FPS und Framerate. Wer eine High-End-Grafikkarte für die beste Performance maximal auslasten möchte, benötigt schon einen Sechs-Kern-Prozessor.

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