MintBox Mini 2 (Pro): Winziger Desktop-PC wechselt von AMD auf Intel

Jan-Frederik Timm 24 Kommentare
MintBox Mini 2 (Pro): Winziger Desktop-PC wechselt von AMD auf Intel
Bild: Linux Mint

Die MintBox Mini ist ein passiv gekühlter, winziger Desktop-PC mit ab Werk installierter Linux-Distribution Mint. Zusammen mit dem Hersteller CompuLab stellen die Linux-Entwickler jetzt die 2. Generation vor. Sie setzt auf Intel Apollo Lake statt auf einen Prozessor von AMD. Dafür gibt es einen größeren Radiator.

Von AMD Mullins zu Intel Apollo Lake

Das Gehäuse mit den jetzt etwas größeren Kühlfinnen an der Oberseite ist vom Vorgänger bekannt. Intern setzte der Kleinstrechner allerdings in der Version MintBox Mini auf den in AMD Mullins-Familie eingegliederten A4 Micro-6400T, das Modell MintBox Pro auf den AMD A10 Micro-6700T, der höhere Taktraten erreichte. Beide boten vier Module bei 4,8 Watt TDP.

Ab sofort nutzen beide Varianten der MintBox Mini 2 hingegen denselben Prozessor: Den Intel Celeron J3455 mit vier Kernen bei 10 Watt TDP. Der Wechsel soll im Geekbench 4 eine um 70 Prozent höhere CPU-Leistung zufolge haben. Ganz auf dem aktuellen Stand ist das System damit allerdings nicht, denn mittlerweile ist der ebenfalls in 14 nm gefertigte Nachfolger Gemini Lake verfügbar.

Die Unterschiede zwischen Basis- und Pro-Modell liegen in der Speicherausstattung: Die MintBox Mini 2 bietet 4 GB RAM und eine 64 GB große SSD, die MintBox Mini 2 Pro jeweils doppelt so viel Kapazität.

Dual-Gigabit-Ethernet und robust

Neu sind darüber hinaus eine zweite Rj45-Buchse für Gigabit-Ethernet und Bluetooth 4.2 statt 4.0. Sowohl MintBox Mini 2 als auch MintBox Mini 2 Pro bieten darüber hinaus jetzt WLAN nach 802.11ac (Intel 8260). Die Antennen für beide Funkstandards liegen jetzt an der rechten statt vormals an der linken Gehäuseseite. Das System soll bei Temperaturen von -40 bis 85 °C operieren können und ist gegen Staub und hohe Luftfeuchtigkeit geschützt. Die Garantie beträgt fünf Jahre.

Zu den weiteren Anschlüssen zählen zweimal USB 3.0 (Typ A), zweimal USB 2.0 (Typ A), HDMI 1.4, DisplayPort 1.2, ein microSD-Kartenleser, 3,5 mm Klinke sowie eine serielle Schnittstelle (RS232). Zwei LEDs an der Front (Grün/Orange) können vom Anwender frei programmiert werden (GPIO).

Ab Juni ab 299 US-Dollar vor Steuern

Bis die MintBox Mini 2 (Pro) in den Handel kommt, werden allerdings noch ein paar Monate vergehen. Die Veröffentlichung ist zeitgleich zur Freigabe von Linux Mint 19 geplant, das für den Juni erwartet wird. Es wird auf den kleinen PCs dann vorinstalliert sein. Die Preise vor Steuern liegen in den USA bei 299 US-Dollar für die MintBox Mini 2 und 349 US-Dollar für die MintBox Mini 2 Pro. Die Vorgänger waren für 295 US-Dollar respektive 395 US-Dollar verfügbar.