Nvidia: Quadro GV100 mit Volta, 5.120 ALUs und 32 GB HBM2

Wolfgang Andermahr 52 Kommentare
Nvidia: Quadro GV100 mit Volta, 5.120 ALUs und 32 GB HBM2
Bild: Nvidia

Nvidia-CEO Jensen Huang hat auf der Hausmesse GTC die erste professionelle Quadro-Grafikkarte auf Basis der Volta-GPU GV100 angekündigt: Die Quadro GV100. Die Grafikkarte orientiert sich an der Titan V, bietet aber ein Highlight, das selbst die Tesla V100 als HPC-Flaggschiff nicht bietet. Denn es wurde der Speicher verdoppelt.

Die Quadro GV100 bietet damit nicht 16 Gigabyte, sondern 32 Gigabyte an HBM2-Speicher. Entsprechend handelt es sich um vier HBM2-Stacks auf der Grafikkarte, die jeweils eine Kapazität von acht Gigabyte aufweisen. Der HBM2-Speicher taktet mit 850 MHz, sodass die Speicherbandbreite 870 Gigabyte pro Sekunde beträgt. Die Titan V bietet „nur“ 653 GB/s, die Tesla V100 dagegen 900 GB/s.

Die Rechenleistung entspricht der der Tesla V100 und der Titan V

5.120 Shadereinheiten der GV100-GPU sind aktiviert und damit gleich viel wie auf den zwei anderen Volta-Ablegern. Ein Streaming Multiprocessor ist immer noch abgeschaltet, physisch sind 5.376 ALUs vorhanden. Die Quadro GV100 bietet eine FP32-Performance von 14,8 TFLOPS, 7,4 TFLOPS für FP64 und 118,5 TFLOPS über die für AI-Inference spezialisierten 640 Tensor-Cores. Die theoretische Rechenleistung ist damit gleich hoch wie bei den zwei anderen Volta-Ablegern. Nvidia gibt keine Frequenzen an, jedoch beträgt der Basis-Takt der Titan V 1.200 MHz und der durchschnittliche Boost 1.455 MHz. Entsprechend sollte die GPU-Taktrate auf der Quadro GV100 gleich hoch sein.

NVLink 2 verbindet zwei Quadro-GV100-Grafikkarten

Die Quadro GV100 verfügt wie die Tesla V100 über NVLink 2. Dabei handelt es sich um eine Verbindungsmöglichkeit im professionellen Segment, die eine Bandbreite von 200 Gigabyte in der Sekunde aufweist. So lassen sich zwei Grafikkarten zusammenschalten. Die TDP ist mit 250 Watt angegeben. Diese müssen von dem bekannten Founders-Edition-Kühler abgeführt werden, der für die Quadro GV100 zumindest äußerlich minimal geändert worden ist.

Monitore können an vier DisplayPort-1.4-Ausgängen angeschlossen werden. Zudem ist ein Stereo Connector für 3D Stereo vorhanden – dieser hat nichts mit der 3D-Darstellung in Filmen oder Spielen gemein. Angaben zum Preis und dem Verfügbarkeitsdatum hat Nvidia für die Quadro GV100 nicht bekannt gegeben.