Radeon RX Vega 56 Pulse im Test: Sapphires abgespeckte Vega mit dem Nano-PCB 4/4

Wolfgang Andermahr 127 Kommentare

Fazit

Manchmal können auch ganz Kleine groß sein. Bei der Sapphire Radeon RX Vega 56 Pulse ist das so ein Fall. Ja, andere Partnerkarten wie die PowerColor Radeon RX Vega 56 Red Devil oder die Radeon RX Vega 56 Nitro+ aus dem eigenen Hause sind schneller, kühlen besser und bieten eine umfassende RGB-LED-Beleuchtung. In zwei der drei Punkte liegt die Pulse aber kaum zurück.

Die geringere Geschwindigkeit ist zwar messbar, aber nicht spürbar. Die Lautstärke ist zwar in Anbetracht der Leistungsaufnahme kein Aushängeschild, absolut liegt sie mit den besten aber gleichauf. Im Praxisalltag ist es damit egal, ob die Pulse, eine Nitro+ oder eine Red Devil im Rechner steckt. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, mit einem auf niedrige Kosten hin optimierten Modell zu spielen. Und damit wäre die Radeon RX Vega 56 Pulse mehr als nur ein Geheimtipp unter den Vega-Modellen. Fast schon ein schüchterner Star, der nach dem Auftritt die Bühne nach einer fehlerfreien Vorstellung ohne Aufsehen wieder verlässt, um sich auf den nächsten sehr guten Auftritt vorzubereiten.

Die Betonung liegt am Ende des Tages aber auch hier auf „wäre“. Alle Partnermodelle der Radeon RX Vega 56 sind zwar mittlerweile lieferbar. Aber auch wenn die Preisentwicklung in die richtige Richtung verläuft, zu teuer sind sie immer noch – und zwar alle. Eine bessere GeForce GTX 1070 Ti ist und bleibt günstiger, nur wenn exklusive Features wie zum Beispiel FreeSync genutzt werden sollen, ist Vega die Alternative der Wahl.

Im Vergleich mit den anderen RX-Vega-56-Varianten sieht es für die Pulse je nach Kontrahent gut bis sehr gut aus. Mit 739 Euro ist sie 110 Euro günstiger als die Radeon RX Vega 56 Nitro+ desselben Herstellers. Das einzige „Problem“ der Pulse ist, dass es das Gaming-Modell von Gigabyte für genau denselben Preis gibt. Ein Test zu diesem Modell steht allerdings noch aus.

Eine weitere Alternative ist die Asus Radeon RX Vega 56 Strix, die mit 750 Euro nicht viel teurer ist und zum Beispiel eine schicke RGB-Beleuchtung bietet. Wer diese haben möchte, ist mit der Asus-Karte besser bedient. In allem anderen ist die kleine oder vielmehr große Sapphire Radeon RX Vega 56 Pulse aber mindestens ebenbürtig und teils auch besser.

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