Mainboards für Coffee Lake: Biostar mit B360-Zwillingen, EVGA mit H370 in Mini-ITX

Michael Günsch 13 Kommentare
Mainboards für Coffee Lake: Biostar mit B360-Zwillingen, EVGA mit H370 in Mini-ITX
Bild: Biostar

Biostar und EVGA haben ebenfalls Mainboards der neuen Generation für Intel Coffee Lake vorgestellt. Biostar geht mit vier Modellen mit B360- und H310-Chipsatz in ATX und Micro-ATX ins Rennen, EVGA setzt auf den H370 in Mini-ITX.

Zum Einstieg: Das bringen die neuen Chipsätze

Die wesentliche Neuerung bei den Chipsätzen ist die Unterstützung der Prozessorgeneration Intel Coffee Lake sowie natives USB 3.1 Gen 2 (10 Gbps) – letzteres bietet der H310 allerdings nicht. Der H370 bietet bis zu 20 PCIe-Lanes, der B360 maximal 12 und der H310 lediglich sechs der älteren Generation 2.0. Details zur Ausstattung der ursprünglich Cannon Lake PCH getauften Chipsatzgeneration liefert der Test erster Mainboards mit H370- und B360-Chipsatz.

Der H370 hat dem Z370 zwar USB 3.1 Gen 2 voraus, doch bleibt der Z370 trotz älterer Bauart weiterhin das Flaggschiff für Coffee Lake mit den meisten PCIe-Lanes und exklusivem Overclocking-Support.

Biostar mit B360-Zwilling in zwei Formaten

Mit den Modellen Racing B360GTG5S und Racing B360GT3S richtet sich Biostar nach eigenen Worten an „preisbewusste Gamer“. Die Mainboards mit dem neuen B360-Chipsatz stellen eine günstigere Alternative zu den Schwestermodellen mit Z370 dar. Die Ausstattung beider Neulinge fällt sehr ähnlich aus: Vier RAM-Sockel, zwei M.2-Ports (einmal 32 Gb/s, einmal 16 Gb/s), sechs SATA-Slots, zweimal USB 3.1 Gen 2 (Typ A + C), Acht-Kanal-Audio und Gigabit-LAN bieten beide. Während das B360GTG5S im vollen ATX-Format drei PCIe-x16-Slots, drei PCIe-x1-Slots und elf Phasen bei den Spannungsreglern bietet, muss das kleinere B360GT3S im Micro-ATX-Format mit zweimal PCIe x16, einmal PCIe x1 und sieben Phasen auskommen. Je einer der beiden M.2-Steckplätze ist mit einem Kühlkörper für SSDs versehen.

Eine Gemeinsamkeit ist wiederum die RGB-LED-Beleuchtung, die in Zonen unterteilt ist, welche sich unabhängig voneinander regulieren lassen. Biostar nennt die Funktion mit zehn Leuchteffekten VIVID LED DJ. Per 5050-LED-Header lässt sich die Beleuchtung ausbauen.

Preise, Spezifikationen und weitere Neulinge

Preisempfehlungen von rund 110 US-Dollar für das B360GT5S und 95 US-Dollar für das B360GT3S hat Biostar ausgesprochen. Im Preisvergleich ist das B360GT3S für knapp 95 Euro zu finden. Das B360GT5S ist dort noch nicht vertreten, dafür wird bereits ein weiterer Biostar-Neuling gelistet: Das B360MHD Pro ist ein weiteres Micro-ATX-Modell zum kleineren Preis, das nur knapp 65 Euro kostet. Details zur Ausstattung liefert die Produktseite des Herstellers. Das H310MHD PRO ist ein weiteres bisher nicht angekündigtes Modell.

Racing B360GT5S Racing B360GT3S
Sockel LGA 1151 v2
Formfaktor ATX Micro-ATX
Chipsatz Intel B360
VRM-Phasen 11 7
RAM 4 × DDR4 (bis 2.666 MHz)
PCIe-Slots 3 × PCIe x16 (x16/x4/x4)
3 × PCIe x1
2 × PCIe x16 (x16/x4)
1 × PCIe x1
M.2 1 × 32 Gb/s (80/60/42 mm), 1 × 16 Gb/s (80/60/42 mm)
SATA 6 × 6 Gb/s
USB 3.1 Gen 2 2 (Back) / 0 (Header)
USB 3.1 Gen 1 2 (Back) / 2 (Header)
USB 2.0 2 (Back) / 4 (Header)
Audio 7.1
Video DVI-D, HDMI 1.4, D-Sub
LAN Gigabit-Ethernet (Intel i219V)

EVGA setzt vorerst auf einsames ITX-Modell

Von EVGA gibt es zum Start der neuen Intel-Plattformen lediglich ein neues Modell: Das H370 Stinger ist im noch kompakteren Mini-ITX-Format gefertigt. Entsprechend finden nur ein PCIe-x16-Steckplatz für Grafikkarten sowie zwei DIMM-Sockel für Arbeitsspeicher Platz. Der einzelne M.2-Port für SSDs bis 80 mm Länge liegt auf der Rückseite, ein weiterer M.2-Sockel mit E-Key ist dagegen für das 32 mm kurze Modul mit Intels Funkmodem AC9560 vorgesehen, das WLAN 802.11ac und Bluetooth 4.2 sowie zwei Antennen mit sich bringt.

HDMI 2.0 und DisplayPort 1.2 bilden die Videoausgänge. Hinzu kommen am I/O-Panel je zweimal USB 2.0, USB 3.1 Gen 1 und USB 3.1 Gen 2, ein Netzwerkanschluss (Gigabit-LAN) und die typischen Audio-Buchsen. Weitere USB-Anschlüsse lassen sich über Pin-Header realisieren, dazu gehört auch einmal USB 3.1 Gen 2 Typ C. Nähere Details liefert die Produktseite. Eine offizielle Preisempfehlung hat EVGA nicht ausgesprochen, im Handel fehlt noch jede Spur.