Google Chrome: Krypto-Mining-Erweiterungen werden entfernt

Frank Hüber 30 Kommentare
Google Chrome: Krypto-Mining-Erweiterungen werden entfernt
Bild: geralt | CC0 1.0

Google will bis Juni 2018 sämtliche Browser-Erweiterungen, die Krypto-Mining betreiben, aus ihrem Web Store entfernen. Die meisten Erweiterungen gaukeln zwar eine nützliche Funktion vor, verwenden aber im Hintergrund sämtliche Ressourcen für das Schürfen von Kryptowährungen, ohne den Nutzer darüber zu informieren.

90 Prozent aller Mining-Erweiterungen betroffen

Google erläutert die Pläne in einem Blog-Beitrag auf Chromium. Derartige Mining-Skripte führen zu einer hohen CPU-Auslastung und somit auch zu Einbußen der Systemleistung; und lassen darüber hinaus den Energieverbrauch steigen. Bisher wird eine solche Erweiterung nach Googles Content Policy nur zugelassen, sofern das Schürfen die einzige Funktion darstellt, und der Nutzer ausreichend darüber informiert wird, welchen Zweck dieses Schürfen von Kryptowährung erfüllt. Etwa 90 Prozent aller Krypto-Mining-Erweiterungen, die in Chromes Web Store hochgeladen wurden, erfüllten diese Anforderungen jedoch nicht.

Generelles Verbot

Seit gestern werden grundsätzlich keine Erweiterungen mehr angenommen, die Krypto-Mining betreiben. Bis Ende Juni 2018 sollen auch alle anderen Erweiterungen aus dem Web Store entfernt werden. Ausgenommen sind jene, die Blockchain-Funktionen beinhalten, jedoch nicht zum Schürfen benutzt werden.

Durch die Änderung der Policy soll gewährleistet werden, dass sich die Nutzer des Browsers keinen versteckten Risiken mehr aussetzen müssen.

Verstecktes Mining ein umfassendes Problem

Das versteckte Mining im Hintergrund ohne das Wissen des Nutzers ist in den letzten Monaten mit dem Anstieg der Kurse von Kryptowährungen immer stärker in den Fokus gerückt. So waren jüngst viele Websites aufgrund eines infiltrierten Plug-ins betroffen, Opera geht inzwischen gegen verstecktes Mining im Desktop-Browser und auch im Mobile-Browser vor, Malware-Miner stoppen andere Krypto-Miner und selbst das Plug-in Anti Miner geriet in den Verdacht, selbst Mining zu betreiben, weshalb es aus Web Stores verbannt wurde.