Cryorig: M.2-Kühler mit Heatpipes und RGB-LEDs für den C7

Thomas Böhm 39 Kommentare
Cryorig: M.2-Kühler mit Heatpipes und RGB-LEDs für den C7
Bild: Cryorig

Cryorig greift der Computex 2018 vor und macht schon jetzt bekannt, was auf der Messe präsentiert werden wird. Als Neuerung gibt es einen Passivkühler für M.2-SSDs, der als erster seiner Art auf Heatpipes zurückgreifen kann. Der kompakte Top-Blow-Prozessorkühler Cryorig C7 wird außerdem um eine RGB-LED-Beleuchtung ergänzt.

Heatpipe-Kühlung für Mini-SSDs

Schnelle M.2-SSDs mit PCIe-Anbindung sorgen für rasante Datenübertragungsraten mit teilweise mehr als 3 GB/s. Die Kehrseite der Medaille sind hohe Temperaturen, die unter lange andauernder Last zu thermisch bedingter Leistungsdrosselung führen können. Dieses Szenario tritt im Alltag eines durchschnittlichen Anwenders kaum auf – dennoch haben Hersteller von PC-Kühlungsartikeln einen Markt gewittert und diverse Kühllösungen entwickelt.

Dabei reicht die Auswahl von flachen Passivkühlern aus Aluminium bis hin zu Wasserkühlern. In vielen Fällen ist ein Nachrüstkühler für eine M.2-SSD ohnehin überflüssig, da Mainboard-Hersteller kleine Kühlkörper für die SSDs bei den Hauptplatinen mitliefern.

Um eine weitere Neuheit bieten zu können, baut Cryorig daher einen M.2-SSD-Kühler, der sogar mit Heatpipes aufwarten kann. Der Cryorig Frostbit hat derer gleich zwei: Die erste Heatpipe soll die Wärme von lokalen Hotspots auf der SSD über den Kühler verteilen. Das zweite Wärmerohr leitet die Abwärme wiederum vom Kühler an einen hochstehenden Radiator, der beweglich ist, um Kompatibilitätsproblemen mit Erweiterungskarten so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen. Der Frostbit kommt inklusive Radiator auf eine Höhe von 57 mm.

Für 12 Watt starke PCIe-Speicher

Dabei soll der Cryorig Frostbit bis zu 12 Watt abführen können. Herkömmliche SATA-SSDs begnügen sich sogar im Extremfall mit weniger als 6 Watt, sodass dieser Wert selbst für eine schnelle PCIe-SSD sehr hoch gegriffen ist – zumal der Test von M.2-SSD-Kühlern gezeigt hat, dass bereits ein kleines Blech ausreicht, um hohe Temperaturen bei mehrere Minuten langen Dauerlasten so weit abzufangen, dass über 100 GB am Stück geschrieben werden können, bevor es zu einem ersten Leistungsabfall kommt.

Licht-Upgrade für den Mini-ITX-Kühler C7

Als weitere Neuerung auf der Computex hat Cryorig den Top-Blow-Kühler C7 um RGB-LEDs ergänzt. Nach der Vorstellung der Vollkupfer-Version C7 Cu ist dies die nächste Produktvariante für den Mini-Prozessorkühler. Der Cryorig C7 ist inklusive Lüfter lediglich 47 mm hoch, sodass er sich vor allem für Kleinstgehäuse anbietet. Während die Version aus Vollkupfer die Kühlleistung verbessern soll, dient das Modell mit bunten LEDs zur Verbesserung der Optik. Der C7 RGB ist baugleich zum normalen Cryorig C7, verfügt aber über einen Ventilator mit RGB-LED-Beleuchtung, die über den üblichen 4-Pin-Anschluss verfügt, um mit Mainboard-LED-Steckern kompatibel zu sein.

Zu den Preisen und der geplanten Verfügbarkeit der neuen Produkte liegen aktuell noch keine Informationen vor.