Qualcomm: 5G-Antennen ergänzen das 5G-Modem Snapdragon X50

Nicolas La Rocco 19 Kommentare
Qualcomm: 5G-Antennen ergänzen das 5G-Modem Snapdragon X50
Bild: Qualcomm

Qualcomm erweitert heute sein Aufgebot an 5G-Equipment um neue Antennen- und RF-Module für Smartphones, die das bereits vorgestellte 5G-Modem Snapdragon X50 ergänzen. Damit können Hersteller ihre Geräte nun für die 5G-Nutzung per mmWave und im Frequenzbereich unter 6 GHz ausrüsten. Erste 5G-Smartphones kommen 2019.

Das Snapdragon X50 bildet bei Qualcomm die Grundlage für die ersten 5G-Smartphones, die zu Beginn des kommenden Jahres schrittweise von ersten Herstellern vorgestellt werden dürften. Das 5G-Modem wird als Bestandteil der Fusion Platform des Snapdragon 855 gemeinsam mit dem LTE-Modem Snapdragon X24 zum Einsatz kommen, dessen Vorstellung für Anfang Dezember angesetzt ist. Mit entsprechend ausgerüsteten Smartphones wird zum MWC Ende Februar 2019 gerechnet.

QTM052, Snapdragon X50 und 1-Cent-Münze im Größenvergleich
QTM052, Snapdragon X50 und 1-Cent-Münze im Größenvergleich (Bild: Qualcomm)

Damit Qualcomms Plan wie anvisiert von den Smartphone-Herstellern in die Tat umgesetzt werden kann, werden entsprechende Antennen- und RF-Module benötigt, die Qualcomm bisher nicht angekündigt respektive angeboten hatte. Dies ändert sich heute mit der Vorstellung der unter der Bezeichnung QTM052 zusammengefassten Familie an Antennen-Modulen für das Millimeterwellenspektrum (mmWave) sowie die RF-Modul-Familie QPM56xx für die 5G-Nutzung im Frequenzbereich unter 6 GHz.

Module für mmWave und Sub 6 GHz

Über das mmWave-Antennen-Modul lassen sich bis zu 800 MHz im Frequenzbereich von 26,5 bis 29,5 GHz (n257) sowie im gesamten Bereich zwischen 27,5 und 28,35 GHz (n261) und 37 bis 40 GHz bündeln. mmWave wird vor allem zunächst in den USA eine wichtige Rolle spielen, um in vergleichsweise kleinen Funkzellen Geschwindigkeiten von mehreren Gigabit pro Sekunde zu realisieren. Für eine flächendeckende Signalversorgung wird ein entsprechend engmaschiges Netz benötigt. Technologien wie Beam-Forming, Beam-Steering und Beam-Tracking sollen die Reichweite und Zuverlässigkeit von mmWave-Verbindungen deutlich erhöhen. Aufgrund des kompakten Designs sollen sich bis zu vier der Antennen-Module in ein 5G-Smartphone integrieren lassen.

QTM052 und QPM56xx erweitern Qualcomms 5G-Portfolio
QTM052 und QPM56xx erweitern Qualcomms 5G-Portfolio (Bild: Qualcomm)

In Deutschland wird 5G am Beispiel der Deutschen Telekom hingegen zunächst im 3,7-GHz-Spektrum angeboten werden, also im sogenannten Sub-6-GHz-Bereich. Hierfür hat Qualcomm mit der QPM56xx eine neue Familie an RF-Modulen vorgestellt, die für den Einsatz in den Frequenzbereichen zwischen 3,3 und 4,2 GHz (n77), 3,3 und 3,8 GHz (n78) sowie 4,4 und 5,0 GHz (n79) konzipiert worden sind. Das Sampling beider neuer Produktfamilien ist bereits angelaufen, wie Qualcomm heute bekannt gegeben hat.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Qualcomm unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der Veröffentlichungszeitpunkt.