Xperia XZ3 im Hands-On: Sonys OLED-Smartphone kommt mit Android 9 Pie

Nicolas La Rocco 88 Kommentare
Xperia XZ3 im Hands-On: Sonys OLED-Smartphone kommt mit Android 9 Pie

tl;dr: Mit dem Xperia XZ3 steht bei Sony sechs Monate nach Ankündigung des letzten Flaggschiffs bereits die nächste Generation High-End-Smartphone an. Das Xperia XZ3 ist das erste Sony-Smartphone mit OLED-Display und neuer Side-Sense-Bedienung. Es setzt zudem das mit dem XZ2 eingeführte Ambient Design in dünnerer Bauweise fort.

OLED-Display aus Bravia-Kooperation

Für das erste OLED-Display in einem Sony-Smartphone haben sich die Entwickler der Mobile-Sparte mit den Ingenieuren der Bravia-TV-Sparte zusammengetan. Sony wollte nicht einfach nur ein weiteres Smartphone mit OLED-Display abliefern, sondern klar die Qualität gegenüber früheren Produkten steigern. Dabei herausgekommen ist ein 6 Zoll großes Display, das ein P-OLED-Panel als Basis nutzt. Damit steht LG als Zulieferer des Displays fest, denn nur deren OLED-Displays auf Basis von Plastiksubstrat werden auf diese Weise beworben. Samsungs Displays heißen hingegen Super Active Matrix OLED (SAMOLED), werden aber ebenso wie bei LG auf Basis von Plastiksubstrat hergestellt.

Auch die Auflösung von 2.880 × 1.440 Bildpunkten spricht für LG. Das Display kommt mit den gleichen technischen Eckdaten, identischer Größe sowie den abgerundeten Ecken auch beim LG V30 (Test) und Google Pixel 2 XL (Test) zum Einsatz. Ohnehin sieht Sonys Xperia XZ3 von vorne betrachtet ein wenig wie Googles aktuelles Pixel-Smartphone aus, zumal auch die Stereo-Lautsprecher ähnlich auf der Vorderseite angeordnet sind. Eine Notch oder Kerbe im Display sucht man bei Sony übrigens vergebens, die gibt es stattdessen unten auf der Rückseite, doch dazu mehr auf Seite 2 des Artikels.

Bildeindruck vergleichbar mit Sony-OLED-TV

Sony will trotz desselben Lieferanten aber die beste Umsetzung haben, wie der Hersteller ComputerBase anhand eines Vergleichs mit den genannten OLED-Smartphones sowie dem Galaxy S9 und Huawei P20 Pro zeigte. Ein auf den Smartphones abgespielter 4K-Videoclip mit HDR sah auf dem Xperia XZ3 tatsächlich am schönsten aus, da hier die Farben kräftiger und das Bild allgemein klarer wirkte. Sony nennt für das OLED-Display eine maximale Helligkeit von 550 cd/m², Samsung schafft knapp 640 cd/m² beim Galaxy Note 9 (Test).

Ein eigener Vergleich mit einem Referenzmonitor war vor Ort allerdings nicht möglich. Ohnehin ist es quasi unmöglich zu ermitteln, welche Art der Darstellung vom Filmemacher nach dem Postprocessing gewünscht war. Der Bildeindruck ähnelte stark einem daneben aufgestellten Sony-OLED-TV aus der A1-Serie. Das kommt nicht von ungefähr: LG ist hier ebenfalls der Panel-Lieferant.

Side-Sense-Bedienung

Neu für das zu den Rändern hin leicht abgerundete Display ist die von Sony „Side-Sense“ genannte Bedienung über den linken und rechten Displayrand. Doppeltes Antippen öffnet ein kleines Menü, das den schnellen Zugriff auf Apps und Einstellungen ermöglicht. Sony will damit insbesondere die Einhandbedienung verbessern, weshalb das Menü unten links respektive rechts erscheint. Der Mini-App-Drawer lernt auf Wunsch mit und macht seine App-Vorschläge abhängig von Datum, Zeit, Terminen und Standort.

Das Menü für Side-Sense öffnet sich unten links oder rechts
Das Menü für Side-Sense öffnet sich unten links oder rechts

Android 9 Pie ab Werk

Mit weiteren Software-Veränderungen am Betriebssystem hält sich Sony zurück, das Highlight ist stattdessen die Auslieferung gleich mit Android 9 Pie. Die neue Gestensteuerung konnte auf den von ComputerBase ausprobierten Geräten nicht aktiviert werden. Diese ist jedoch optional, sodass Sony gegen keine Google-Regeln verstößt, wenn wie auf dem Xperia XZ3 die drei Software-Buttons verwendet werden.

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