Microsoft: Scammer missbrauchen guten Ruf der TechNet Gallery

Aljoscha Reineking 8 Kommentare
Microsoft: Scammer missbrauchen guten Ruf der TechNet Gallery
Bild: pixabay.com | CC0 1.0

Kriminelle haben einen neuen Weg gefunden, wie die TechNet Gallery für eigenen Scam-Beiträge ausgenutzt werden kann. Dabei verteilen die so genannten Scammer über die Webseite von Microsoft angebliche Telefonnummern für Kryptowährungs-Support und vertrauen auf den guten Ruf der Plattform.

Die TechNet Gallery von Microsoft wird derzeit mit Scam-Beiträgen von Betrügern gefüllt. Die gute Reputation der Website spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

TechNet Gallery als Plattform für IT-Experten von Microsoft

Die TechNet Gallery ist eigentlich als Plattform für IT-Experten von Microsoft konzipiert worden um Ressourcen und Anwendungen für Microsoft-Produkte wie Windows 10, Windows Server 2012 R2, Office oder VB Scripte herunterladen zu können. Darüber hinaus soll die Plattform als Diskussionsforum für spezielle Anwendungen genutzt werden können. Der Dienst wird dabei von der Community selbst verwaltet, weshalb auch die Einträge von den Anwendern selbst eingestellt werden.

Scammer nutzen gute Reputation von TechNet Gallery für eigene Zwecke

Mit speziellen Spam-Beiträgen nutzen Scammer das System von Microsoft aktuell aus, um vermeintliche Support-Telefonnummern für Kryptowährungswebseiten in Umlauf zu bringen. Vor allem Anwender, die Hilfe bei einer Kryptowährung in Verbindung mit Microsoft suchen, landen mittels der Suche von Google schnell auf eine der Spam-Beiträge in der TechNet Gallery von Microsoft. Dies ist der guten Reputation der Website als Subdomain von Microsoft.com zuzuschreiben.

Mehr als 3.000 Einträge bei TechNet Gallery von Scammer

Über die TechNet Gallery von Microsoft sollen auf diese Weise schon mehr als 3.000 Einträge von Scammern erstellt worden sein. Oftmals wird eine Support-Telefonnummer als Anlaufstelle für eine Kryptowährungswebseiten angeboten. Entdeckt hat die „Sicherheitslücke“ Software-Entwickler Cody Johnston, der sich selbst als „Adware Hunter“ bezeichnet.