Alpenföhn Black Ridge: Flacher Power-Kühler für Kleinst-PCs wie den DAN A4

Max Doll 29 Kommentare
Alpenföhn Black Ridge: Flacher Power-Kühler für Kleinst-PCs wie den DAN A4
Bild: Alpenföhn

Alpenföhn hat in Kooperation mit DAN Cases einen Kühler für kompakte Kleinstrechner entwickelt. Der Black Ridge besitzt sechs Heatpipes und kann Lüfter mit Breiten zwischen 92 und 120 Millimeter aufnehmen. Dadurch verspricht er, leistungsfähiger als existierende Low-Profile-Kühler zu sein.

Kühlung ist in kompakten Gehäusen immer ein Thema, insbesondere wenn leistungsstarke Komponenten verbaut werden. Die Temperaturen schneller Prozessoren oder die Lautstärke der Kühlung sind aufgrund der Höhenbeschränkung von 48 Millimetern auch ein Aspekt, dem Besitzer des DAN A4 SFX (Test), des „kleinsten Gaming-Gehäuses der Welt“, mehr als einen Gedanken widmen. Für DAN Cases hieß die Lösung zunächst, sich an die Entwicklung eines eigenen Kühlers zu setzen, der deutlich besser als bisherige Konstruktionen und der gemeinhin empfohlene Noctua L9 war. Aus wirtschaftlichen Gründen reichte das Einmannunternehmen die Idee aber an einen etablierten Hersteller weiter.

Kleine Unterschiede machen den Kühler günstiger

Aus dem Projekt ist nun der Alpenföhn Black Ridge hervorgegangen. Mit Dimensionen von 140 × 120 × 47 mm (L × B × H) entspricht der Kühler nahezu exakt dem Prototypen von DAN Cases, unterscheidet sich aber in drei wesentlichen Aspekten von dem Entwurf. Bei Alpenföhn wird kein 100 Millimeter, sondern nur ein 92 Millimeter breiter Lüfter eingesetzt, der sich mit Drehzahlen zwischen 800 und 2.800 U/Min betreiben lässt. Darüber hinaus bestehen die Lamellen aus Aluminium und nicht aus Kupfer, während der Preis von projektierten 60 bis 70 auf rund 43 Euro sinkt.

Zusammen mit sechs 6-mm-Heatpipes soll der Black Ridge auf Intels LGA 115x und AMDs AM4-, AM3-, AM2- und FM-Sockeln Prozessoren mit einer TDP von 95 Watt kühlen können. Alpenföhn weist darauf hin, dass die Leistung des Kühlkörpers dennoch unzureichend sein kann, wenn TDP-Limitierungen deaktiviert oder automatische Übertaktungsfeatures aktiviert werden.

Auf allen Plattformen wird der Black Ridge direkt mit dem Mainboard verschraubt. Der asymmetrische Aufbau erlaubt es dabei, durch die versetzt platzierte Lamellenfläche eine große Kühlfläche zu schaffen, ohne die Kompatibilität zur Erweiterungskarten einzuschränken – auf Mini-ITX-Mainboards ist das oft ein Problem von Kühlern mit breiteren Lüftern.

Um eine Höhe von 47 Millimetern zu halten, wird der nur 15 Millimeter tiefe Lüfter des Black Ridge unterhalb der Lamellen befestigt. Er kann alternativ auch durch ein 120-mm-Modell ersetzt werden, was aber die Verwendung von besonders flachem VLP-Arbeitsspeicher (Very-Low-Profile-Arbeitsspeicher) notwendig werden lässt. In der Standard-Konfiguration können hingegen 33 Millimeter hohe Module verwendet werden. Spielt die Höhe des Kühlers keine Rolle, erlaubt der Kühler auch die Montage eines herkömmlichen, 25 Millimeter tiefen Lüfters auf der Oberseite des Lamellenkörpers.

Bald verfügbar

Der Black Ridge soll ab dem 14. November für rund 43 Euro im Handel erhältlich sein und wird von ersten Händlern bereits zu diesem Kurs gelistet.

Alpenföhn Black Ridge
Bauform: Top-Blow
Größe (L × B × H): 140 × 120 × 47 mm (ohne Lüfter)
140 × 120 × 47 mm (mit Lüfter)
Gewicht: 407 g (mit Lüfter)
Heatpipes: Kupfer (beschichtet), 6 × 6 mm (Ø)
Kupferbasis (vernickelt)
Lamellen: Aluminium (beschichtet), ?
Abstand: ?
Kühler-Montage: Einstufige Halterung
Lüfter (Modell 1): 1 × 92 × 92 × 15,0 mm
Gleitlager
800 – 2.800 U/min
80,0 m³/h
14,0 – 37,6 dBA
4-Pin-PWM
Lüfter (Modell 2):
Lüfter-Montage: Befestigung: Drahtbügel
Entkopplung: ?
Kompatibilität: AMD: Sockel FM2(+)/FM1/AM3(+)/AM2(+)/AM4
Intel: LGA 115x
Preis: ab 43 €