Spielemarkt: Gute Verkaufszahlen für Spiele mit Vorabzugang

Christopher Lewerenz 44 Kommentare
Spielemarkt: Gute Verkaufszahlen für Spiele mit Vorabzugang

Die Spiele Hitman 2 (Test), Battlefield V (Test) und Assassin's Creed Odyssey (Test) waren alle drei beim Kauf einer Special Edition einige Tage früher spielbar. Wie sich nun zeigt, wirkt sich dies positiv auf die Verkäufe der teureren Editionen aus. Denn Spieler sind gewillt, mehr zu zahlen, um früher spielen zu können.

In einem Interview mit Games Industry beschreibt Martyn Gibbs, CEO der in England und Spanien vertretenen Einzelhandelskette GAME, dass ein klarer Anstieg der Verkaufszahlen dieser teureren Ausführungen zu merken sei, seitdem diese einen Vorabzugang versprechen. Gibbs hoffe aber nicht, dass sich dies in der breiten Masse der Spieleentwickler durchsetze, da dies sonst Ungewissheit über das Veröffentlichungsdatum der Produkte im Einzelhandel generieren könne.

Trend zeichnet sich ab

In Gesprächen mit kleineren Publishern stellt sich aber heraus, dass auch dort das Geschäftsmodell gut ankommt. Zwar könne sich die Branche noch nicht vorstellen, das Modell in nächster Zeit einzuführen, bei späteren Veröffentlichungen bestehe aber die Möglichkeit, Special Editions früher bereitzustellen als die Standard-Editionen und somit einen Vorabzugang zu erhalten.

Dass der Trend im nächsten Jahr wieder in die genau andere Richtung geht, ist deshalb unwahrscheinlich. Im Gegenteil: Mehr ist zu erwarten, dass Publisher dieses Geschäftsmodell ausbauen und beispielsweise andere exklusive Angebote hinzufügen.