x86-Prozessoren: AMD baut Marktanteile weiter aus

Fabian Vecellio del Monego 113 Kommentare
x86-Prozessoren: AMD baut Marktanteile weiter aus

Bereits zum dritten Mal in Folge konnte AMD im vergangenen dritten Quartal 2018 Anteile im Markt für x86-Prozessoren erobern, wie eine Marktanalyse von Mercury Research darlegt. Da Intel in diesem Bereich den nahezu einzigen Mitbewerber darstellt, gehen die Gewinne AMDs direkt auf Kosten des größeren Konkurrenten.

Zehn Prozent Marktanteil geknackt

Demnach nimmt AMD die Hürde eines zehnprozentigen Marktanteils im gesamten Markt für x86-Prozessoren. Mit einem Durchschnitt von 10,6 Prozent über die Bereiche Server, Desktop und Notebook hinweg beträgt das Wachstum 1,5 Prozentpunkte relativ zum vorherigen Quartal und 3,1 Prozentpunkte im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Besonders stark ist der Hersteller dabei im Segment der klassischen Desktop-PCs vertreten, in dem der Marktanteil von zuletzt 12,2 auf 13,0 Prozent ausgebaut wurde. Im dritten Quartal 2017 lag der Wert noch bei 10,9 Prozent.

Ebenfalls gewachsen ist der Anteil an Notebook-Prozessoren, die AMD laut der Studie im vergangen Quartal in 10,9 Prozent der Fälle stellte. Das Wachstum zum vorherigen Jahresviertel liegt damit bei 2,1 Prozentpunkten, gegenüber dem Vorjahr konnte AMD den Anteil sogar um 4,1 Prozentpunkte steigern. Verantwortlich sei laut AMD und den Analysten die wachsende Nutzung von Ryzen-Prozessoren.

Nicht beachtet wurde bei der Datenerhebung der Anteil bei zum Internet der Dinge (IoT) zugehörigen Geräten. Genauer spezifizieren AMD oder Mercury dies nicht, sehr wahrscheinlich sind unter anderem Embedded-Systeme gemeint.

Konkrete Angaben zum Servermarkt fehlen

Zwar sei auch der Anteil in der Server-Sparte gewachsen, konkrete Zahlen für das Segment seitens Mercury Research liegen ComputerBase allerdings nicht vor. AMD selbst formulierte in der Vergangenheit häufig das Bestreben, mit den eigenen Epyc-Prozessoren bis zum Jahresende „mittlere einstellige“ Anteile zu erreichen. Vor rund drei Jahren konnte Konkurrent Intel noch über 99 Prozent der Servermarktanteile für sich beanspruchen.