Intel: Mehr Transparenz bei CPU-Lieferproblemen versprochen

Volker Rißka 55 Kommentare
Intel: Mehr Transparenz bei CPU-Lieferproblemen versprochen
Bild: Intel

Die Lieferprobleme bei 14-nm-Prozessoren durch Intel seit dem späten Frühjahr 2018 mit großen Auswirkungen ab Sommer und Herbst ziehen weitere Folgen nach sich. Anhaltende Kritik am Prozessorhersteller, vor allem auch durch große Partner, lässt Intel nun umdenken.

Erst durch die Partner kam die Situation der Lieferprobleme überhaupt ans Licht, die Kommunikationsprobleme mit Intel waren dabei sehr schnell in den Meldungen zu erkennen. Wie Todd Garrigues, einer der Verantwortlichen in Intels Partner Sales Group, in einem Interview mit CRN erklärte, war das Feedback direkt und zum Teil auch harsch. Denn nicht nur wurde die mangelnde und vor allem auch wenig zeitnahe Kommunikation angeprangert, sondern die fehlende Transparenz. Einige der Probleme waren hausgemacht, erklärte Garrigues. Zu gewissen großen Distributoren bestand bisher nicht einmal ein direkter 1-zu-1-Kontakt, stimmte Jason Kimrey, Intels Channel-Verantwortlicher für den US-Markt mit ein.

We got some feedback — some critical feedback if I'm honest — from some partners through our advisory boards, and we're working hard to make sure we do better at that. The request, bluntly, was just to work harder at being transparent as close to real time as possible. And we took that to heart — a lot of internal discussions on how we enable that.

One of the big priorities I've placed on this year is really working very close with our distribution partners who do serve that broad channel base more directly. I would tell you that we are having much more direct, open transparent dialogue with them to help them plan and help our mutual customers plan to roadmaps and plan around the supply.

Intel

Die Lieferprobleme bei Intel im Bereich der Prozessoren ziehen auch in das Jahr 2019 weite Kreise nach sich. Einige Hersteller mussten neue Produkte verschieben oder können keine ausreichende Menge bestehender Lösungen liefern, dennoch steigen die Kosten in den Unternehmen. Intels Umsätze sind davon unbeeindruckt und werden vermutlich ein nächstes Rekordquartal zeigen, doch sowohl die großen asiatischen Abnehmer/OEMs als auch kleinere ODMs und Systemintegratoren rechnen mit einem Einbruch, da gewisse Prozessormodelle weiterhin schwer bis gar nicht zu bekommen sind. Die Folge daraus ist unter anderem, dass PCs auf höherwertige Modelle umgerüstet werden (müssen), erklärt CRN. Exakt den Umstand kann aber auch ComputerBase bestätigen, hierzulande wird dies von PC-Fertigern ebenfalls gemacht.

Erste Partner sind zum Teil bereits zufrieden, wie Intel beispielsweise die Auswirkungen der Strafzölle im Handelsstreit mit China darlegt und kommuniziert hat. Andere bleiben jedoch skeptisch, was Intels Versprechungen für die Zukunft angeht. „Den Worten sollen Taten folgen – doch von Taten sei bisher wenig zu sehen“, zitiert das Magazin einen Fertiger von PC-Systemen. „Ich glaube es erst, wenn ich es sehe.