TV-Streaming-Service: Magine verkauft TV-Geschäft in Deutschland an Zattoo

Jan-Frederik Timm 21 Kommentare
TV-Streaming-Service: Magine verkauft TV-Geschäft in Deutschland an Zattoo
Bild: Magine TV

Magine verkauft das sich an private Endkunden richtende TV-Streaming-Angebot „Magine TV“ in Deutschland an den Konkurrenten Zattoo. Bereits zum 28. Februar 2019 schließt der eigene Dienst seine Pforten, Neuanmeldungen sind ab sofort nicht mehr möglich. Automatisch übernommen werden Bestandskunden nicht.

Zwei Monate gratis beim Wechsel zu Zattoo

Wer aktuell Kunde von Magine TV in Deutschland ist, muss sich gezielt nach einer Alternative umsehen. Der Wechsel zum neuen Inhaber Zattoo soll Bestandskunden allerdings über einen Gutschein in Höhe der Kosten der ersten zwei Monate im Tarif Zattoo Premium schmackhaft gemacht werden. Wer zu Alternativen wie TV Spielfilm oder Waipu wechselt, erhält ein solches Angebot nicht. Kunden, die Magine TV für ein ganzes Jahr abonniert hatten, „werden einen Ausgleich für den ab März 2019 nicht erbrachten Service erhalten“. Über die konkrete Höhe gibt es keine Auskunft.

Zattoo Premium bietet wie Magine Comfort HD über 100 klassische TV-Sender, darunter 70 in HD, sowie zwei parallele Streams. Darüber hinaus sind beim neuen Anbieter aber auch 30 Aufnahmen möglich, das war bisher nicht der Fall. Der Preis beträgt unverändert 10 Euro im Monat. Wie bei Magine TV gibt es auch bei Zattoo eine kostenfreie Variante, die im wesentlichen aber nur öffentlich-rechtliche Sender umfasst, die Kunden auch separat abrufen können.

Magine TV schließt zum 28. Februar 2019
Magine TV schließt zum 28. Februar 2019 (Bild: Magine)

Die Zukunft heißt Magine Pro

In Schweden, wo Magine im Jahr 2012 gegründet wurde, hat sich der Anbieter schon längst vom Endkunden-TV-Geschäft zurückgezogen und vermarktet die zugrundeliegende Technologie als Magine Pro gegenüber Geschäftskunden. „MaginePro bietet die Technologie von Magine als skalierbare und kostengünstige Videointegration für Websites, die eine hochwertige Videolösung wünschen“, so Kamal Bherwani, Chairman von Magine. In anderen Ländern neben Schweden und Deutschland war Magine mit Magine TV nicht aktiv.