Virtual Reality: VR-Headsets auf Steam nun so verbreitet wie Linux

Max Doll 109 Kommentare
Virtual Reality: VR-Headsets auf Steam nun so verbreitet wie Linux

Gemäß der letzten Hardware-Umfrage von Valve sind Virtual-Reality-Headsets nun genauso häufig anzutreffen wie Spieler mit Linux. Ihre Nische hat sich damit deutlich vergrößert. Am häufigsten wird die Oculus Rift eingesetzt, das HTC Vive folgt dicht dahinter. Keine Rolle spielt die Pro-Variante (Test) des Headsets.

Sowohl Linux als auch VR-Hardware finden bei rund 0,8 Prozent aller Nutzer Verwendung. Beobachtet wird bei Valves Umfragen aber nicht die gesamte Nutzerbasis von Steam, sondern nur derjenige Teil, der der Umfrage zustimmt.

Alle Headsets profitieren

Während die Anzahl der Linux-Spieler sich aber nur minimal ändert, konnte die Virtuelle Realität vor allem in den Monaten März und April starkes Wachstum verbuchen. Im Jahresverlauf verdoppelte sich die Anzahl der eingesetzten Headsets, wie eine Übersicht von UploadVR zeigt. Dabei konnten alle Systeme, inklusive Windows Mixed Reality (Test), Zuwächse verbuchen.

Den größten Erfolg fuhr Oculus Rift mit einem Wachstum von 85 Prozent ein. Erklären lässt sich die Spitzenposition über den günstigeren Einstiegspreis: Das Rift kostet nur rund 400 Euro, für HTCs Vive müssen fast 200 Euro mehr investiert werden.

Hochgerechnet auf die Anzahl aktiver Nutzer, gegenwärtig rund 90 Millionen pro Monat, nutzen etwa 720.000 Spieler VR-Headsets. Eine solche Verbreitung reicht nicht für den Ausbruch aus dem Nischensegment. Sie zeigt aber deutlich, dass VR-Technik entgegen gelegentlich anders lautender Äußerungen keineswegs dem Tode geweiht ist. Vielmehr haben sich die Systeme, das zeigt auch das Wachstum, eine stabile Basis geschaffen.

Einer der größten VR-Hits des Jahres, das Actionspiel Beat Saber, konnte immerhin 100.000 Kopien im ersten Monat nach Erscheinen absetzen – genug, um Entwicklern ein Überleben zu sichern. Nur die explosionsartige Verbreitung als „Next Big Thing“ der Industrie ist ein Traum geblieben – dazu sind zu viele Hürden und Kompromisse aufzulösen, von Auflösung, räumlichen Voraussetzungen über das Sichtfeld und den Preis.

Sony bleibt auf dem Thron

Ungeachtet dieser Wachstumserfolge kommt Virtual Reality auf dem Steam-PC aber nicht an den gegenwärtigen König heran. Schließt man von der Nutzung auf Verkaufszahlen gehört der Thron selbst unter Berücksichtigung einer gehörigen Fehlertoleranz noch immer PlayStation VR; das nur 200 Euro teure Headset für die PlayStation 4 konnte mehr als drei Millionen Mal verkauft werden.