MSI Trident X: Mit Coffee Lake und Turing wächst der SFF-PC auf 10 Liter

Frank Meyer 33 Kommentare
MSI Trident X: Mit Coffee Lake und Turing wächst der SFF-PC auf 10 Liter
Bild: MSI

Der kompakte Spieler-PC mit Desktop-Komponenten aus der 2016 eingeführten Trident-Serie wird von MSI erneut aktualisiert. Mit dem Upgrade bei der Hardware hin zu Prozessoren aus Intels Coffee-Lake-Refresh-Generation und aktuellen Nvidia-GPUs der Turing-Familie einher geht auch ein optischer Wandel samt Wachstum der Abmessungen.

Mehr Volumen für potentere Hardware

War die erste Generation der Trident-PCs auf Basis von Skylake und Pascal mit einem Innenvolumen von 4,7 Litern auf besonders kompakte Abmessungen für einen Spieler-PC getrimmt, fällt die mittlerweile breit im Handel verfügbare Neuauflage mit dem Zusatz X nun nahezu doppelt so voluminös aus. Bei Abmessungen von 396,39 × 129,74 × 382,73 mm (H × B × T) nennt MSI auf der offiziellen Produktseite des Trident X ein Innenvolumen von zehn Litern. Damit unterbietet MSI mit der Trident-Serie die von Corsair ebenfalls zur CES 2019 enthüllten und nahezu identisch konfigurierten Neuauflage der kompakten Turm-PC Familie One um zwei Liter.

MSI Trident X

Beträchtliche Preissteigerung bei der Basisversion

Auch bei den Preisen der wählbaren Konfigurationen hat MSI im Laufe von zwei Jahren einen beträchtlichen Wandel bei der Trident-Familie vollzogen. Kostete der erste Trident mit SFF-Genen in der Basisversion mit Core i5-6400, 8 GB RAM und GTX 1060 Ende 2016 noch rund 1.000 Euro und als dezentes Upgrade mit Prozessoren aus der Kaby-Lake-Generation (Trident 3) ab 1.099 Euro, so wird der mittlerweile erhältliche Trident X in der günstigsten Ausführung mit Core i7-9700K, 16 GB RAM und GeForce RTX 2070 bei sofortiger Lieferbarkeit für mindestens 2.599 Euro angeboten.

USB 3.1 Gen2 hält 2019 Einzug

Silent Storm 3 Kühlung im MSI Trident X
Silent Storm 3 Kühlung im MSI Trident X (Bild: MSI)

An der Gehäusefront wird auch in der Neuauflage des Trident-PC mehrfach nur USB 3.0 (5 Gbit/s) geboten. Ein verpolungssicherer Typ-C-Anschluss sowie zwei Typ-A-Anschlüsse sind von MSI zwar als USB 3.1 (Gen1) gekennzeichnet, können im Funktionsumfang bekanntlich aber lediglich mit dem USB-3.0-Standard gleichziehen. Neu ist im Trident X USB 3.1 Gen2 das am rückwärtigen I/O-Panel über je einen Typ-C- und Typ-A-Port bereit steht. Kopfhörer und Mikrophon können auch weiterhin auf der Vorder- und Rückseite des Trident X angeschlossen werden. Das hintere I/O-Panel ist zudem mit einem klassischen Gigabit-LAN-Anschluss (Intel I219-V), zwei USB 3.1 (Gen1) und zwei älteren USB 2.0 Typ-A-Anschlüssen, dem Netzteilanschluss sowie HDMI (1.4) und DisplayPort (1.2) ausgestattet. Drahtlose Kommunikation wird unverändert über Bluetooth 4.2 und WLAN ac ermöglicht. Im Lieferumfang mit inbegriffen ist beim Trident-Upgrade neuerdings ein zusätzliches Seitenteil aus gehärtetem Glas, das sich wahlweise gegen das werksseitig vormontierte Seitenteil aus Metall tauschen lässt, wodurch die vom Lüfter generierten Lichteffekte für die Außenwelt besser sichtbar werden.

Die neuen Varianten des MSI Trident X im Handel
MSI Trident X (9SE-020) MSI Trident X (9SE-011) MSI Trident X (9SD-014)
CPU Core i9-9900K
(8K/16T, Coffee Lake Refresh)
Core i7-9700K
(8K/8T, Coffee Lake Refresh)
Chipsatz Z370
RAM 32 GB DDR4-2666 16 GB DDR4-2666
GPU GeForce RTX 2080 GeForce RTX 2070
SSD 512 GB (NVMe) 256 GB (NVMe)
HDD 2 TB
Kühlung CPU & GPU Luftkühlung (Silent Storm 3)
Netzteil 650 Watt (SFX) 450 Watt (SFX)
OS Windows 10 Home
Preis Handel 3.280 Euro 3.090 Euro 2.599 Euro

Trident X mit GeForce RTX 2080Ti lässt noch auf sich warten

MSI hat das kompakte PC-System Trident X in einer bei der Grafikleistung noch stärkeren Variante mit der GeForce RTX 2080 Ti zwar bereits in Aussicht gestellt, diesen Ableger hat der Handel zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht vorrätig. Ein offizieller Termin für den Marktstart hat MSI noch nicht verraten. Inwieweit sich andere Ausstattungsmerkmale im Vergleich zu den bislang erhältlichen Konfigurationen des Trident X unterscheiden, hat der Hersteller ebenfalls noch nicht publik gemacht.