MicroLED-Fernseher: Samsung vergrößert The Wall auf 292 Zoll

Nicolas La Rocco 77 Kommentare
MicroLED-Fernseher: Samsung vergrößert The Wall auf 292 Zoll
Bild: Samsung

Auf der Fachmesse Integrated Systems Europe (ISE) greift Samsung die Themen MicroLED und 8K für den Bereich Digital Signage auf, nachdem diese zur CES noch primär an Consumer gerichtet waren. Speziell für Luxusresidenzen hat Samsung zur Messe aber auch eine Variante des The-Wall-Fernsehers mit 292 Zoll im Gepäck.

Auf den ersten öffentlichen Prototyp mit 146 Zoll zur CES 2017 und die bis zu 219 Zoll zur CES vor gut einem Monat lässt Samsung zur ISE in Amsterdam eine Variante des „The Wall“ mit gigantischen 292 Zoll folgen – das sind knapp 7,42 m Bildschirmdiagonale. Laut Samsung soll der Fernseher seinen Platz in Luxusresidenzen finden, aber auch der Einsatz in Geschäften oder öffentlichen Orten wie Flughäfen oder Einkaufszentren wird empfohlen. The Wall soll mit 8K-Auflösung innerhalb der ersten Jahreshälfte in Konfigurationen zwischen 73 Zoll und 292 Zoll verfügbar sein – Preise nennt Samsung nicht.

Module ermöglichen freie Gestaltung

Für einen The-Wall-Fernseher werden mehrere MicroLED-Module nahtlos aneinander gesteckt, sodass im Idealfall keine Übergänge zu erkennen sind. Durch den modularen Aufbau lassen sich unterschiedlichste Formate realisieren, etwa 16:9, 21:9 oder aber exotische Konfigurationen, die zum Beispiel wie ein „L“ geformt sind. Was sich mit den Modulen alles anstellen lässt, hatte Samsung eindrucksvoll Anfang Januar in Las Vegas demonstriert, darunter funktionierende und sich gleichzeitig bewegende Module.

Während The Wall eher ein Produkt für individuelle Luxusinstallationen und den Geschäftsbereich ist, arbeitet Samsung intern weiter an einer echten Consumer-Ausführung der MicroLED-Technologie. Noch im Laufe dieses Jahres soll ein erster MicroLED-Fernseher mit 75 Zoll und 4K-Auflösung in den regulären Handel kommen.

8K QLED und LED HDR für digitale Beschilderung

Bei der Verfügbarkeit von Samsungs QLED-Fernsehern mit 8K-Auflösung lief es genau andersherum ab. Auf den Marktstart kurz nach der IFA im letzten Jahr und einer aufgefrischten zweiten Generation mit besseren Blickwinkeln zur CES folgt nun die Verfügbarkeit von Geräten, die für die digitale Beschilderung geeignet sind. Auf der ISE zeigte Samsung ein Modell mit 82 Zoll und den bereits bekannten bis zu 4.000 cd/m².

Für die klassische LED-Beschilderung bietet Samsung mit Multi-Link LED HDR nun eine Technologie an, die Quellmaterial ohne HDR-Metadaten zu einem besseren Kontrast bei bis zu doppelter Helligkeit verhelfen soll. Umgekehrtes Tone Mapping, ein proprietärer Algorithmus und eine Szenenanalyse sind für die SDR-HDR-Umsetzung verantwortlich.

Zudem hat Samsung wahlweise doppelseitige LC-Displays der OMN-Serie in 46 Zoll und 55 Zoll gezeigt, die für Schaufenster ausgelegt sind und dort analoge Schilder und Tafeln ersetzen sollen. Die Displays haben zwischen 54,5 mm und 69,5 mm Bautiefe, sind mit 3.000 cd/m² und 4.000 cd/m² besonders hell und erreichen einen Kontrast von bis zu 5.000:1.