Civilization VI: 2K erklärt die Datenerhebung über den Spieler

Max Doll 50 Kommentare
Civilization VI: 2K erklärt die Datenerhebung über den Spieler
Bild: 2K

Publisher 2K erklärt grob, welche Daten das Rundenstrategiespiel Civilization VI sammelt und wozu sie genutzt werden. Die Offenheit ist eine Reaktion auf Bedenken, die durch die Verwendung der Tracking-Software Red Shell und einer Analyse der Nutzungsbedingungen hervorgerufen wurden, aber potentiell auch auf die DSGVO.

Red Shell wurde in Civilization VI zwischen Februar und Juli 2018 genutzt. Die Software sammelt laut Heise Informationen über Hardware und Browser, um festzustellen, wie effektiv die Werbung für ein Spiel ist. Kritik richtete sich auf die ungefragte Installation der Software, aber auch Privatsphäre-Bedenken, weil Zweifel an der tatsächlichen Anonymität der Datenerhebung bestehen.

Weitere Bedenken weckten zudem Passagen aus der langen und kaum lesbaren EULA und aus der Privatsphäre-Politik von 2K, laut denen das Unternehmen sich die Erlaubnis zum Sammeln zahlreicher Daten gibt.

Welche Daten 2K sammelt

Was tatsächlich an Informationen abfließt, hat das Unternehmen nun offen gelegt und damit auch einen Einblick in Daten gegeben, an denen Spielepublisher interessiert sind. Gesammelt werden zum gegenwärtigen Zeitpunkt von 2K die SteamID und gegebenenfalls ein Steam-Alias, um „den Kundendienst zu verbessern“. Private Daten wie die Mailadresse und Geburtsdaten werden bei der freiwilligen Registrierung für ein 2K-Konto gesammelt, das für die Nutzung von Online-Diensten vorausgesetzt wird. Wie viele persönliche Daten 2K sammelt, hängt „von der Nutzung der Online-Angebote“ ab. Nähere Angaben macht das Unternehmen nicht.

Zusätzlich werden Telemetriedaten erhoben. Neben Systeminformationen sammelt 2K hauptsächlich Daten zum Spielverhalten, etwa wann das Spiel gestartet und beendet wird, Einstellungen, Angaben zur Ingame-Ökonomie, Tech-Boosts sowie Einstellungen. Damit wollen die Entwickler Gameplay und KI verbessern. Daten über die verwendete Hardware dienen hingegen zur Verbesserung der Leistung. Darüber hinaus sammelt 2K Bug Reports, um „proaktiv“, also vor der Meldung durch Nutzer, Fehler beheben zu können.

Daten von Red Shell werden gelöscht

Die durch Red Shell gesammelten Daten hat 2K nach eigenen Angaben durch den Anbieter löschen lassen. Weitere Informationen werden durch den Dienst auch dann nicht mehr erhoben, wenn das Spiel in einer Version zwischen CL332786 und CL362541 genutzt wird.