Acer: Das Predator Helios 700 ist ein Gaming-Transformer mit OC

Nicolas La Rocco 16 Kommentare
Acer: Das Predator Helios 700 ist ein Gaming-Transformer mit OC
Bild: Acer

Acer erweitert die Notebook-Serie Predator Helios zur Jahrespressekonferenz in New York um das neue 700. Der Clou: Die RGB-Tastatur ist nicht fest mit dem Chassis verbunden, sondern lässt sich nach vorne schieben, um zwei Lüfter freizulegen, die die Kühlung verbessern und optionales Übertakten ermöglichen.

Das Acer Predator Helios 700 folgt auf das vor zwei Jahren vorgestellte Predator Helios 300 und das vor einem Jahr gezeigte Predator Helios 500. Die einst für etwas günstigere Gaming-Notebooks unterhalb der Predator-Triton-Baureihe stehende Serie bekommt damit am oberen Ende ein Flaggschiff spendiert, das mit Preisen ab 2.499 Euro in Triton-Gefilde vorstößt. Entsprechend potent fällt die Ausstattung des Notebooks aus, die mit Notebook-CPUs der neunten Generation Core i9, deren H-Serie noch nicht von Intel vorgestellt worden ist, Nvidia GeForce RTX 2080 oder RTX 2070 sowie bis zu 64 GB DDR4-RAM auf höchstem Niveau liegt.

Tastatur driftet für bessere Kühlung

Der Clou des Notebooks ist aber weniger die leistungsstarke Hardware, die es auch bei anderen Herstellern geben wird, sondern das ausgetüftelte Design der Tastatur, das gleichzeitig die Kühlung des Notebooks beeinflusst. HyperDrift nennt Acer die einzigartige Tastatur, da sie auf Führungsschienen gelagert nach vorne geschoben werden kann, um in der Nähe des Scharniers zwei Lüfter freizulegen. Das Kühlsystem besteht aus zwei AeroBlade 3D getauften Lüftern, die vergleichsweise flach ausfallen und viele Rotorblätter bieten, sowie fünf Kupfer-Heatpipes und einer Vapor Chamber.

Sobald die Tastatur nach vorne gezogen wird, sollen die besonders viel Wärme erzeugenden Komponenten besser gekühlt werden. Das bedeutet nicht, dass sich die Lüfter im geschlossenen Zustand nicht drehen können, aber in dem freigelegten Bereich entstehen zwei zusätzliche Lufteinlässe, die positive Auswirkungen auf die Kühlung haben sollen. Acer geht sogar noch einen Schritt weiter und erlaubt im geöffneten Zustand das Übertakten von CPU und GPU, was sich über einen Turbo-Hotkey mit einem Tastendruck erledigen lässt. Ein weiterer, PredatorSense getaufter Hotkey gibt Einblick in die Temperaturen von CPU und GPU und ermöglicht darüber hinaus die Steuerung von Lüftern, Makros sowie RGB-Beleuchtung.

Acer attestiert der HyperDrift-Tastatur aber auch eine bessere Ergonomie als bei klassischen Notebook-Tastaturen. Durch das Schieben nach vorne soll ein besserer Abstand zum Bildschirm entstehen, außerdem sei so eine lockere Armhaltung möglich. Bei der Tastatur handelt es sich zwar nicht um eine mechanische, wie etwa beim Predator Triton 700, doch Acer spricht von analog-ähnlichen linearen Switches, die unmittelbar bei der ersten Berührung auslösen sollen. Die Tastatur unterstützt Anti-Ghosting und bietet eine RGB-Einzeltastenbeleuchtung, die in Verbindung mit Spielen wie League of Legends synchron zur Action auf dem Bildschirm bunt leuchtet.

Display mit 144 Hz und Nvidia G-Sync

Das Display wiederum ist 17,3 Zoll groß und bietet mit Full-HD-Auflösung zwar kein 4K, dafür aber eine mit 144 Hz schnelle Bildwiederholrate und eine von Acer vermutlich für den Wechsel von Grau zu Grau angegebene Reaktionszeit von 3 Millisekunden. Auch Nvidias G-Sync-Technologie ist in das Notebook integriert, um Tearing zu unterbinden. Den WLAN-Chip für 802.11ax (Wi-Fi 6) und den Ethernet-Chip steuert Killer bei, während das Soundsystem mit fünf Lautsprechern und Subwoofer beim Spielen für eine fulminante Untermalung sorgen soll, sofern nicht mit Headset gespielt wird.

Das Acer Predator Helios 700 soll voraussichtlich ab Juli in Deutschland zu unverbindlichen Preisen ab 2.499 Euro angeboten werden.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Acer unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der Veröffentlichungszeitpunkt. Die Bereitstellung dieser Materialien ging einher mit der Teilnahme an Acers Jahrespressekonferenz Mitte April in New York City. Die Kosten für An-, Abreise und Hotel wurden von Acer getragen.