Project Athena Open Labs: Intel hilft OEMs dabei, bessere Notebooks zu bauen

Jan-Frederik Timm 67 Kommentare
Project Athena Open Labs: Intel hilft OEMs dabei, bessere Notebooks zu bauen
Bild: Intel

Was macht ein schnelles, stromsparendes Notebook aus? Nicht nur CPU und GPU, sondern die Summe aller Komponenten ist entscheidend. OEMs sollten das wissen. Sie tun es aus Intels Sicht aber entweder nicht, oder gehen isoliert mit zu wenig Nachdruck vor. Auch hier soll Project Athena helfen.

Project Athena für die Notebooks von Morgen

Intel hatte Project Athena zur CES 2019 angekündigt. Das Projekt soll die Notebooks von Morgen noch stärker auf die Bedürfnisse der Anwender ausrichten. Project-Athena-Geräte sollen deshalb noch schneller nach dem Aufklappen einsatzbereit, schneller, ausdauernder und immer mit dem Internet verbunden sein. Ihr Formfaktor soll sich dem jeweils aktuellen Bedürfnis anpassen.

Eine lange Akkulaufzeit und eine hohe Leistung sind damit zwei wesentliche Säulen der Athena-Geräte, für die es in Zukunft jährlich aktualisierte Voraussetzungen in Form technischer Eckdaten und Benchmarks geben wird.

Intel testet Komponenten für OEMs

Dass OEMs eigenständig alle relevanten Komponenten unter Berücksichtigung der Aspekte Leistung und Stromverbrauch begutachten werden, davon geht Intel aber offensichtlich nicht aus. An drei Standorten in Taipeh (Taiwan), Shanghai (China) und Folsom (USA) werden Ingenieure des Chip-Herstellers deshalb zu diesem Zweck in „offenen Laboren“ ab Juni 2019 Komponenten evaluieren und OEMs wie Herstellern der Komponenten im Zweifel Tipps für Verbesserungen geben. Intel nennt beispielhaft Produkte aus den Bereichen Audio, Display, Embedded Controller, Haptik, SSD sowie WLAN und Bluetooth.

Intel wird Komponenten für OEMs evaluieren
Intel wird Komponenten für OEMs evaluieren (Bild: Intel)

Die besten Komponenten werden empfohlen

Komponenten, die getestet werden sollen, können von OEMs oder von ihren jeweiligen Herstellern eingesendet werden. So bekommen auch Hersteller, die bisher keinen OEM beliefern, die Chance, mit besonders guten Komponenten aufzufallen und im Anschluss sogar Verwendung zu finden.

Eine Übersicht über gute oder im Zuge der Evaluation verbesserte Komponenten will Intel den OEMs zur Verfügung stellen. Anstatt auf allen Ebenen als Konkurrenten zu agieren, sollen die OEMs so in Zukunft gemeinsam von den gewonnenen Erkenntnissen eines einzelnen profitieren können.

Erste Resultate in Notebooks im nächsten Jahr

Athena-Notebooks, die auf den Erkenntnissen aus den Laboren basieren, sind für das Jahr 2020 geplant. Erste Athena-Notebooks auf Basis der zu Beginn des Programms festgelegten Spezifikationen sollen hingegen noch in diesem Jahr erscheinen.