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Cloudgaming: Medion steigt in den Spiele-Streaming-Markt ein

Jan-Frederik Timm 66 Kommentare
Cloudgaming: Medion steigt in den Spiele-Streaming-Markt ein
Bild: Koeln Messe

Seit der Gamescom 2018 bietet Medion ausgewählte schnelle Gaming-PCs auf Basis handelsüblicher PC- statt der bekannten OEM-Komponenten wie den von ComputerBase getesteten Erazer X67099 an. Im Vorfeld der diesjährigen Ausgabe der Gaming-Messe wird jetzt der Start eines Cloudgaming-Angebotes für Ende 2019 in Aussicht gestellt.

Spiele-Streaming über White-Label-Ansatz

Cloudgaming bei Medion“ wird in Kooperation „mit einem namhaften Partner“ umgesetzt, welcher Partner das ist, teilt Medion aber auch auf Nachfrage nicht mit. Die von Medion symbolisch abgebildete Spielauswahl deckt sich allerdings verblüffend mit dem vom Anbieter PlayGiga gezeigten Angebot. Eine Vielzahl so genannter „White Label“-Dienstleister buhlt seit Jahren um die Gunst der Industrie. Über die technische Basis von PlayGiga sind keine Informationen bekannt.

Cloudgaming bei Medion – Symbolfoto (mit PlayGiga-Inhalten)
Cloudgaming bei Medion – Symbolfoto (mit PlayGiga-Inhalten)

Auch Details zu den Kosten für das Angebot von Medion nennt der Anbieter im Vorfeld der Messe noch nicht, erst zum Start im späteren Verlauf des Jahres dürften diese Details publik werden. Es soll aber verschiedene Abomodelle geben, von denen der „günstige, monatlich kündbare Dienst“ über 50 Spiele (AAA bis Indie) bieten wird. PlayGiga wirbt mit über 300 Spielen von über 60 Publishern. Für die Wiedergabe in 720p (HD) mit 30 FPS nennt Medion eine 12-Mbit/s-Internetleitung als Voraussetzung. Wie bei GeForce Now von Nvidia (Test) oder Shadow von Blade (Test) wird eine höhere Bandbreite aber nicht nur höhere Auflösungen sondern auch eine höhere Qualität durch eine geringere Komprimierung ermöglichen.

Gemietet werden Hardware und Spiele

Im Vergleich zu den beiden Alternativen erhalten Nutzer von Cloudgaming bei Medion nicht nur Zugriff auf die Rechenleistung sondern auch auf die Spiele. Bei den Angeboten von Blade und Nvidia wird über die Monatsgebühr hingegen „nur“ der Zugriff auf die Hardware erkauft, Spiele müssen Anwender separat erwerben. Dafür sind sie bei Medion dann auf die angebotenen Spiele beschränkt und können die Hardware in der Cloud, anders als bei Shadow, auch nicht zu anderen Zwecken nutzen.

Start mit Probemonat im Dezember 2019

Starten soll der neue Dienst im Dezember 2019, Interessenten können sich allerdings schon jetzt unverbindlich als Tester anmelden und sollen den ersten Monat nach Verfügbarkeit als kostenlosen Probemonat erhalten.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Medion unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.