Gemini Lake Refresh: Sechs neue Low-Power-SoCs mit Goldmont Plus benannt

Michael Günsch 53 Kommentare
Gemini Lake Refresh: Sechs neue Low-Power-SoCs mit Goldmont Plus benannt
Bild: HP

Unterhalb der Core-Familie pflegt Intel einfachere Architekturen für sparsame SoCs der Einstiegsklasse. In diesem Segment soll die Prozessorfamilie Gemini Lake mit Goldmont-Plus-Architektur aufgefrischt werden. Sechs Modelle für Desktop (NUC) und Mobile des Gemini Lake Refresh wurden benannt.

Gemini Lake Refresh mit sechs Modellen

Die in diesem Segment meist gut informierte Website FanlessTech hat neue Informationen zu Gemini Lake Refresh (GLK-R) aufgetan. Demnach ist noch in diesem Jahr mit zumindest sechs Modellen zu rechnen: Celeron J4025, Celeron J4125 und Pentium J5040 sollen die Desktop-Modelle lauten. Im Mobile-Bereich seien Celeron N4020, Celeron N4120 und Pentium N5030 zu erwarten. Intel führt unter dem Codenamen Gemini Lake in der ARK-Datenbank weiterhin lediglich die Vorgänger auf, die im vierten Quartal 2017 erschienen.

Goldmont-Plus-Architektur mit mehr Takt

Das Refresh soll weiterhin die in 14 nm gefertigten Goldmont-Plus-Kerne sowie die gleiche UHD-Grafikeinheit nutzen. Allerdings sei „teils mit wesentlich höheren Frequenzen“ zu rechnen, so die Website. Nur beim Pentium 5040 werden konkrete Taktraten genannt: Dieser soll mit 2,0 GHz bis 3,2 GHz arbeiten, was gegenüber dem Pentium 5005 mit 1,5 bis 2,8 GHz eine deutliche Steigerung bedeuten würde. Ob dies allerdings im gleichen TDP-Rahmen von 10 Watt geschieht, bleibt abzuwarten. Die N-Modelle für Mobile waren bisher mit 6 Watt TDP spezifiziert.

Start angeblich noch in diesem Jahr

Ein Screenshot aus einem nicht bekannten Dokument nennt die Kalenderwochen 45 bis 47 in diesem Jahr. Dies würde für eine Veröffentlichung im November sprechen, es könnte aber auch der Beginn der Produktion oder der Auslieferung gemeint sein. Mit Gemini Lake Refresh bestückte Mainboards und Mini-PCs sollen Anfang 2020 den Handel erreichen, heißt es weiter.

Eine nicht öffentliche und somit unbestätigte Roadmap hatte das Gemini Lake Refresh mit zwei und vier Kernen in 14 nm auf das inzwischen verstrichene zweite Quartal 2019 datiert. Die im April aufgetauchte Roadmap hatte dabei auch bereits den Nachfolger Skyhawk Lake für die zweite Jahreshälfte 2020 aufgeführt. Dieser könnte den Goldmont-Nachfolger in Form der Tremont-Architektur mitsamt der Gen11-Grafikeinheit nutzen.

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Intel Client Mobile CPU Roadmap mit Tiger Lake und Rocket Lake (Bild: Tweakers)